Die schwebend unbeschwerten Abgründe und die Gärten

9. April 2015 (18:16 h) – Tags: , ,

Musik: Manowar - The Gods Made Heavy Metal | Stimmung: Weihrauch-Räucherstäbchen machen Atmosphäre wie in einer katholischen Kirche

Übrigens habe ich den Hausaltar inzwischen fertig. Also sagen wir mal “einstweilig fertig”. Ich möchte auf keinen Fall ausschließen, dass ich da noch weiter fummeln und dekorieren werde.

Jetzt ist also das Regalbrett fertig bemalt und ich habe es an die Wand geschraubt. Zu dem Schnörkel und dem Auge habe ich noch mehr Spruch gemalt, und dazwischen ein Heiliges Herz. Es fehlte noch irgendwas kleines und ich entschied über das Herz noch ein paar winzige Sterne zu setzen. Wie viele? Natron bestand auf vier. Aus ballsportlichen Gründen.

Die blaue Glitzerrückwand ist mit dem Styropor-Rahmen zusammengeleimt und die beiden habe ich sorglos an die Tapete geklebt. Es ist möglich, dass ich mich dafür irgendwann verfluchen werde, dann nämlich wenn ich die Rückwand runternehmen will und die Tapete mit abreiße. Aber damit kann sich Zukunfts-Soda beschäftigen wenn es soweit ist.

Man sieht hier, dass ich den Altar schon wieder ziemlich voll gestellt habe. Meinem vage pantheistischen Universumsglauben folgend wollte ich ein paar unterschiedliche sakrale Figuren zusammenstellen. Maria, ein Buddha, gerne auch Bastet oder Ganesha. Dazu Räucherstäbchenhalter und Kerzen. Auf der Suche nach Kerzenhaltern stieß ich dann in einer Kiste auf eine Tüte voller Halbedelsteine und sternförmiger Muscheln, deshalb habe ich noch jede Menge Kleinstkram dazu dekoriert.

Um unter dem Brett die Winkel zu verdecken die es an der Wand halten habe ich ein Glitzerhalstuch an die Brettkante getackert. Aus einem Rest dunkelblauem Samt habe ich unter viel Aufwand eine Art Zaddelstreifen genäht und diesen zusammen mit einer gold-schwarzen Borte über die Tackerklammern genagelt. Nachtblau auf schwarz fällt der Zaddelstreifen jetzt viel zu wenig auf, und ich behalte mir vor da noch mehr Deko ranzuschmeißen. Auch unten, wo ein Zopfgummi das Tuch rafft, könnte noch irgendwas Güldenes dran.

Ich konnte noch zwei Styroporkonsolen aus dem Ärmel zaubern, die habe ich mit Acryl so ähnlich wie den Altarrahmen bemalt. Damit man da auch was draufstellen kann sind an die Wand breite Winkel geschraubt, die wurden mit dunkelblauem Samt bezogen und die Konsolen nur druntergeklebt. Wo die Winkel ein Minimum zu breit waren habe ich sie knallhart in Wandfarbe bemalt, sieht man wirklich kaum.

Rechts steht der Foo-Hund vom Trödel drauf. In den Halter auf seinem Rücken passen nur sehr kleine Kerzen, so wie für Weihnachtsbäume oder -pyramiden. Und um diese zu besorgen ist definitiv die falsche Jahreszeit, aber ich hatte noch Christbaumkugeln. Matt dunkelblau mit glitzernden Sternen, die stammen aus der gleichen Deko-Kampagne wie die Rückwände vom Hausaltar. Eine habe ich mit goldfarbenen Sternen bemalt und kopfüber in den Kerzenhalter gesetzt. So trägt der Wächterlöwe jetzt das All auf dem Rücken. Das war mehr eine spontane Idee ohne bedeutungsschwere Hintergedanken, aber inzwischen finde ich die Vorstellung einer solchen Kreatur die alles trägt und beschützt total poetisch.

Links steht eine Buddhafigur die ich mal irgendwo geschenkt bekommen habe. Sie sitzt auf einem Kästchen in dem profanerweise nur ein Katzenspielzeug drin ist. Weiß ja keiner. Um die Proportionen zum Universums-Wächter auszugleichen habe ich hinter die Figur einen kleinen Messingteller an die Wand geklebt, nur mit Haftgummis um den Teller nicht zu beschädigen. Der stammt nämlich aus dem Nachlass meines Großonkels welcher ihn aus Persien mitgebracht hat.

Ich bin mit dem Hausaltar sehr zufrieden. Abends werfen die Kristalle im Wohnzimmerfenster dort regenbogenfarbene Lichtsprenkel drauf und alles glitzert und leuchtet. Als nächstes könnte ich jetzt die nicht ganz wenigen goldfarbenen Bilderrahmen und Dekodinge von der Ablage hinter dem Sofa nehmen und um den Altar herum an der Wand positionieren. Aber damit tue ich mich noch etwas schwer. Und so ist es ja auch schon ziemlich schön.

Einhörner, Drachen und Göttersteine.

5. April 2015 (21:50 h) – Tags:

Musik: Avantasia - Lost In Space | Stimmung: Alles in meinem Flur riecht nach Patchouli!

Neulich war ich in der Stadt unterwegs und entdeckte die Poster fürs Oster-Kloster-Fest im Berliner Umland, unweit des Klosters Chorin. Spontan wieder Lust auf Mittelaltermarkt bekommen. Also die Hamburger mobilisiert und beim Paganfest noch mehr Freunde angefixt. Mit den üblichen Verdächtigen machte ich mich dann am Ostersamstag in Richtung Bernau auf. Der Weg ist nicht ganz kurz, aber wir hatten ein Auto ausleihen können und das machte die ganze Sache furchtbar entspannt.

Wetter war super. Nicht ganz warm, aber sonnig. Wir haben uns Ostern auch schon um Feuerstellen rumgedrängt während hinter uns dicker Schnee fiel. Also keine Beschwerden hier.

Es gab Fruchtwein und Punsch aus Tonbechern, auf manchen war sogar ein Einhorn drauf. Ansonsten gut zu essen, jede Menge Tröten-und-Flöten-Musik und gefühlt war jeder zweite Besucher vom Paganfest auch wieder da.

Zwischenzeitlich wurde mit Feuer und Tanz und tollen Kostümen der Winter ausgetrieben. Der grün-goldene Drache der dabei eine Rolle spielte war echt super gemacht und konnte fauchen und Rauch speien.

Anschließend konnte man sich am Feuer noch ein bisschen aufwärmen. Nicht lange, nur so, dass auch wirklich alle Klamotten am nächsten Tag nach Lagerfeuer riechen. Wenn man nicht den Geruch aus den Haaren waschen muss war es irgendwie kein echter Mittelaltermarkt.

Ich gehe auf so Veranstaltungen ja auch wirklich gerne einkaufen. Hatte extra Budget eingeplant. Red hat bei einem Händler eine Gürtelhalterung für ein Messer gekauft und bei einem wirklich sehr lustigen Kollegen Räucherwerk. So Räuchern mit Kohle und Weihrauch und einer tollen Schale wäre auch was für mich, glaube ich. Würde sicher gut ins Wohnzimmer passen.

Erstmal habe ich aber bei einem Schmuckhändler der wirklich so unendlich viele wunderschöne Ringe und Anhänger hatte, dass ich mich wahrhaftig nicht satt sehen konnte, Geld gelassen. Nicht ganz wenig, aber manche Steine sind halt teurer. Und einen Opal wollte ich schon recht lange haben.

Diesen Ring schmückt ein Welo-Opal aus Äthiopien. Das sagenhafte Farbspiel von grün, blau, gelb und orange kann man gar nicht angemessen festhalten. Ich stehe sehr auf opalisierende Steine und das Feuer in diesem ist wirklich schön. Bin ziemlich glücklich mit meinem Ostergeschenk an mich selber.

Als sich Mittelalter und Sonnenlicht dem Ende neigten, haben wir entschieden vor der Heimfahrt noch beim eigentlich Kloster vierhundert Meter weiter vorbeizuschauen. Denn zumindest ich bin noch nie da gewesen.

Schöne Backsteingotik, sehr effektvoll von der untergehenden Sonne illuminiert. Direkt im und am Kloster gibt es auch Veranstaltungen, Samstag Abend war aber niemand da und wir schlenderten einmal ums Gebäude.

Nebenan ein kleiner Kirchhof und ein See. Perfekte Kulisse für eine Gothic Novel.

Weil man in die Kirche nicht reingehen konnte, wollte ich das Innere durchs Fenster fotografieren. Dachte mir, dass die unebenen Glasscheiben vielleicht einen hübschen Effekt machen würden. Und dann entsteht vor meinem Auge auf einmal diese Traumlandschaft. Auf dem Kirchenschiff ist ein Dach drauf. Wie ich es geschafft habe da Bäume reinzufotografieren ist mir selber nicht sofort klar gewesen. Das ist auf jeden Fall das beste Bild was ich in diesem Jahr bisher gemacht habe. Eine surreale Zauberwelt in der aus Stützpfeilern Äste wachsen und sich der Himmel über dem Kirchenschiff wölbt. Aber nur solange man durchs Fenster guckt. Ginge man rein, wäre es Stein und Gewölbe und Putz. Wie das halt so ist mit den Fantasiewelten.

Ok, noch ein Song und dann gehen wir ins Bett!

30. März 2015 (17:51 h) – Tags: ,

 Stimmung: Yay, Paganmetal!

Es ist schon Ende März und ich habe erst jetzt das erste Konzert für dieses Jahr zu verbuchen. Schockierend. Immerhin waren es gleich sechs Bands beim Paganfest gestern im Postbahnhof. Ich hatte Natron und Red bequatscht, sich die Paganfest-Tour in Berlin anzugucken und ich denke sie haben die teilweise etwas suboptimal gelaufene Planung und Fahrerei auch nicht bereut. Es waren große Teile des Tribes da und mit den Freunden macht Musik einfach noch viel mehr Spaß.

Die ersten beiden Bands waren Frosttide und Obscurity. Am Anfang klangen Frosttide ein wenig wie Wintersun weshalb den noch nicht anwesenden Freunden erstmal eine Änderung der Running Order vorgegaukelt wurde um sie ein bisschen anzutreiben.

Nummer drei waren Finsterforst die tatsächlich nicht Finsterfrost heißen auch wenn wir das erstmal ewig diskutiert haben. Sehr unterhaltsam, aber bis auf ihre Metalversion von “Ein Vogel Wollte Hochzeit Machen” haben sie mich nicht komplett umgehauen.

Draußen hatte es inzwischen angefangen zu regnen, wie letztes Mal als wir Heidevolk gesehen haben (seinerzeit beim Beastival). Ich wollte damals schon weiter bei den Niederländern reinhören, aber irgendwie ist mir das durch die Lappen gegangen. Diesmal waren sie aber so gut und kurzweilig, dass ich nicht mehr dran vorbeikommen werde. War auch zur Abwechslung mal wieder klarer Gesang, mein Powermetalherz freute sich. Wobei niederländisch echt ulkig klingt, mal so unter uns.

Weil es der letzte Abend der Tour war, waren die Bands entsprechend eingegroovt und gut drauf. Jeder bedankte sich bei jedem und gegen Ende des Sets wurde die Bühne dann von anderen Musikern und Crewleuten geentert, Girlanden umgehängt, Videos gefilmt und auch mal Banner mit Textauszügen hochgehalten. Heidevolk hatten das bei den anderen exzessiv gemacht, also tobten im Gegenzug auch bei ihnen lauter Menschen auf der Bühne rum, während sie noch ihren Song zuende spielen sollten. Das war wirklich lustig und die Laune hat sich auch ins Publikum übertragen.

Soweit war der Nachmittag schon echt gut, aber ich hatte ja auch noch eine Lieblingsband zum drauf freuen. Turisas. Schon bevor sie spielten habe ich mir von denen noch ein Shirt gekauft, Natron so: “Ist das etwa schon das zweite Shirt auf dem Mathias Nygård drauf ist?!”

Und Turisas waren so gut! Saucooles neues Backdrop, super Stimmung, epische Battle zwischen Geige und Akkordion bei “In The Court Of Jarisleif”. Headlinermäßige Show mit guten Lichteffekten und astreiner Songauswahl. Mathias Nygård versprach uns zwischendurch, dass sie noch am Abend nach Finnland zurückfliegen und morgen gleich mit der Arbeit an einem neuen Album beginnen würden, und fügte dann hinzu: “No, actually that’s a lie. Tomorrow we won’t beginn working on a new album but recover from the worst hangover of the tour.”

Nach allen großen Turisas-Songs und auch welchen die ich nicht erwartet hatte gab es am Ende Seifenblasenschnee und als Zugabe ein Cover. Nicht “Rasputin” oder “Supernaut” sondern was neues. Ausgerechnet “It’s A Sin” von den Pet Shop Boys. Das war der Hammer. Dank Gamma Ray, die den auch schon gecovert haben, war ich sogar textsicher.

Für mich war der Abend damit schon perfekt, aber es gab noch zwei weitere Bands. Wieder alles Finnen, wir haben so aber immerhin ein Wort ihrer Sprache gelernt: Kiitos heißt Danke.

Wintersun wollte ich mir gerne endlich mal live anschauen, bisher haben sie zwar oft irgendwo gespielt, ich hatte aber immer was anderes zu tun. Der Sound war für ihren Style nicht optimal und die Freunde haben wohl Recht wenn sie sagen Wintersun käme Open Air besser. Aber es war nichtsdestoweniger ziemlich beeindruckend.

Den letzten Slot belegten dann die Partykönige von Korpiklaani. Ich meine: Es war schon spät, normale Menschen mussten am nächsten Tag arbeiten, wir hatten Hunger und die Stahlkappenstiefel wurden auch nicht unbedingt bequemer. Jede Band die auch nur eine Spur langweiliger als Korpiklaani ist, hätte da nichts mehr reißen können. So tobte aber die Menge, es wurde getanzt und mitgegröhlt, auch wenn keiner eine Ahnung hat was die Finnen da eigentlich singen.

Als ich mit Natron und Ophelia geschunkelt habe, hat Red dieses niedliche Kuttenmädchen-Foto gemacht.

Nachdem Korpiklaani ebenfalls von ihren Tourkollegen geentert und zugrundegefeiert wurden, wir irgendwann unsere Jacken abgeholt und die Pfandbecher weggebracht hatten stürmten wir wie gefühlt alle anderen noch den McDonalds am Ostbahnhof. Das einzige was beim Paganfest nämlich hätte besser laufen können war die Fressiversorgung. Ansonsten bin ich total zufrieden.

Und, Turisas, schon ne Note geschrieben?

I don’t wanna fade but I ain’t gonna run

25. März 2015 (16:04 h) – Tags: ,

Musik: Metallica - For Whom The Bell Tolls | Stimmung: Gute Pläne für die nächsten Wochenenden gemacht!

Natron hat vor einer Weile darüber geschrieben, dass sie Anfang des Jahres mit dem Laufen angefangen hat. Nun sind schon bald drei Monate rum und wir laufen beide immer noch. Ja, ich auch. Nachdem ich am ersten Januar mich noch über Menschen lustig gemacht habe die das Jahr statt mit einem anständigen Kater mit einem Neujahrslauf beginnen, hat mich ein paar Tage später Natrons Entschluss nicht in Frieden gelassen. Da bin ich offenbar doch zu konkurrenzorientiert, ich musste mitmachen.

Meine Laufstrecke ist der Treptower Park bzw Plänterwald. Da ist es etwa so schön wie bei Natron an der Alster. Zu den Highlights meiner Streckendekoration gehören eine historistische Steinkatze, die Schlafplätze der Dampfer mit denen ich als Kind Ausflüge gemacht habe, das mächtige Sowjetische Ehrenmal sowie die umgestürzten Dinosaurier im Spreepark.

Die Fortschritte die man in einem Vierteljahr macht wenn man vorher noch nie gelaufen ist sind enorm. Ich gehe jeden zweiten Tag laufen und habe es bisher auch immer geschafft den Heute-nicht/Ist-kalt-draußen/Bin-müde-Schweinehund niederzuringen. Und dafür muss man sich auch mal belohnen, finde ich. Zum Beispiel mit neuen Sportklamotten. Neben der lässigen Markenleggins die ich neulich gekauft habe sind auch ein paar selbstgenähte Tops in den Schrank eingezogen.

Das hier ist aus einem Polyestermesh mit größeren Löchern entstanden. Der Stoff lag schon eine Ewigkeit im Regal, gekauft vor locker zehn Jahren für Gruftieklamotten. Hätte er sich wohl nicht träumen lassen, dass er mal so sportlich wird (Das gleiche denke ich auch oft wenn ich an der Insel Der Jugend vorbeilaufe auf der wir früher oft gruftig feiern waren. Man sieht sich immer zwei Mal).

Die Säume habe ich mit schwarzem Jerseyband verarbeitet, am Bund ein etwas breiteres Bündchen angesetzt. Da wollte ich erst einen Flatlocksaum machen aber das wollte der zarte Stoff nicht. Und bevor das Shirt dann zu kurz wird habe ich den Bund lieber breiter gemacht, sieht auch nicht schlecht aus.

Mit Sport-BH ist man ja fast schon vollständig angezogen, deshalb habe ich mit der Transparenz des Tops keine Probleme. Irgendwann wirds ja auch richtig warm und dann ist weniger Klamotte mehr, denke ich.

Hier ist auch Transparenz bei, aber eher dezente. Den Mesheinsatz am Rücken habe ich mir bei einem Kaufshirt abgeguckt. Die ziemlich bunte Polyesterjersey stammt von Buttinette. Ich stehe ja sehr auf Regenbögenfarbverläufe. Außerdem hatte ich in der Schule mal Ordner die fast genauso gemustert waren.

Die Verarbeitung grade um das Mesh herum war nicht ganz trivial aber hat am Ende total gut funktioniert. Ich denke den Schnitt werde ich sicher noch weiter verwenden.

Die Kollegen vom Hausaltar

15. März 2015 (16:41 h) – Tags: , , ,

Musik: Machine Head - Game Over 

Ein sehr gutes Wochenende sieht so aus: Freitag Besuch von Natron bekommen, mit ihr Laufen gegangen, dann auf den Türkenmarkt, später zusammen gekocht und die halbe Nacht Musik gehört, Räucherstäbchen abgebrannt und über Gott und die Welt geredet. Am nächsten Tag zusammen auf den Trödel gegangen und Schätze gefunden, nochmal gut gegessen und abends dann mal wieder wenigstens eine Kleinigkeit genäht.

Auf dem Türkenmarkt habe ich endlich schwarzen Polyesterjersey bekommen. Ich will daraus Sportklamotten nähen, und es war gar nicht einfach den Stoff aufzutreiben. Überall nur Baumwolle! Ich meine, nichts gegen Naturfaser, aber beim Sport ist Kunstfaser angenehmer weil sie so schnell wieder trocknet.

Der Trödel auf dem Fehrbelliner Platz war witterungsbedingt extrem zusammengeschrumpft, und ich habe die Händler auch wirklich nicht darum beneidet bei Wind und Niesel an den Ständen rumzufrieren.

Diese gar nicht sehr große Figur war mein erster Fund. Eine Art Wächterlöwe mit Kerzenhalter auf dem Rücken. Passt super ins panasiatische Wohnzimmer und ist erstmal auf dem Couchtisch eingezogen.

Für insgesamt zwanzig Euro habe ich noch diese drei Bilderrahmen mitgenommen. Den mittleren habe ich erstmal wieder zusammengetackert, der fiel fast auseinander. Wenn ich irgendwann ein Acrylglas für die Pool-Nymphen zuschneiden lasse dann kann ich auch diesen Rahmen hier Gläser spendieren, dann sind sie wieder topfit. Alternativ hätte ich, seit ich neulich ein wenig mit Acrylfarben gemalt habe, wieder Lust mehr zu malen, vielleicht auch mit Öl dann braucht es gar kein Glas drüber.

Auf jeden Fall möchte ich aber noch versuchen den hinteren Rahmen mit den jugendstilartigen Blumenmuster abzulackieren. Da hat nämlich irgendwann so ein Flachkräcker den Rahmen mit Goldfarbe übergemalt. Und damit Blattgold und Charme ruiniert. Macht das nicht, Leute! Ich will versuchen die Goldfarbe mit Chemikalie abzulösen, wie das am besten geht muss ich noch erforschen.

Und weil ich dann so drin war im Wohnzimmer rumzudekorieren und Natron mir auch ein ganz wunderschönes Patchworkdeckchen mitgebracht hat, fand ich es könnte noch viel mehr so Deckchen geben. Zum Beispiel für die Ecke auf der Fensterbank. Dort steht die Lavalampe die ich neulich aus dem Keller geholt habe. Als die Dinger in den Neunzigern nochmal modern waren habe ich mir diese gekauft und bin immernoch ein großer Fan von dem beruhigenden Geblubber und den tollen Farben. Für meine alte Lampe habe ich allerdings erstmal eine Austauschflasche gekauft. Die Flüssigkeit bleicht mit der Zeit und auch das Wachs wird immer zäher, deshalb verkauft der Hersteller Ersatzflaschen und so habe ich jetzt wieder eine nagelneue Lampe, quasi.

Die Lampe ist violett mit orangefarbener Lava, und auch die restliche Deko dazu hat violett und gold drin, also habe ich das Deckchen ebenfalls in den Farben gestaltet. Den Acetatsamt hatte ich noch da, ebenso die Pailletten und Satinbänder, den Rest hat Freitag der Markt spendiert. Daraus habe ich Samstag Abend fix ein Deckchen mit viel Borte genäht.

Jetzt haben Lavalampe und Buddhafigur einen kleinen Teppich auf dem sie sitzen und der die ganze Ecke schön zusammenhält. Farblich total passend ist die zerbrochene Achatdruse die ich umso mehr liebe weil sie kaputt wie ein gebrochenes steinernes Herz wirkt und damit ein Übermaß an Poesie auf die Fensterbank bringt.

God is an illusion

22. Februar 2015 (19:54 h) – Tags: , , ,

Musik: Machine Head - None But My Own 

Vor einer Woche ging der verdammte Reißverschluss an meiner Winterjacke kaputt! Ich mag die Jacke wirklich sehr, aber nachdem ich schon beide Taschenbeutel repariert und das Ärmelfutter eingekürzt habe ist das hier etwas zu viel Audience Participation. Ich habe weniger als keine Lust den Zipper da rauszufummeln, einen neuen (der auch erstmal fast zehn Euro gekostet hat) reinzutüddeln und das ganze dann wieder zuzunähen. Die Jacke hat noch einen Übertritt mit so Industriehaken, damit kann man sie auch erstmal zumachen. Und genau das werde ich auch die ganze nächste Woche noch tun, denn an diesem Wochenende habe ich den Reißverschluss nicht ausgetauscht.

Ich habe Sport gemacht, eingekauft und gekocht und die restliche Zeit in ungesunder Körperhaltung am Boden oder Arbeitstisch gehockt und Acrylfarbdämpfe eingeatmet. Es ging weiter mit dem Projekt “Hausaltar”.

Erstmal habe ich die Rückwand fertig gemacht. In die Mondstrahlen kamen noch angejugendstilte Ornamente und ein paar dekorative Symbole habe ich auch noch rausgesucht. Chakren, nichts womit man aus Versehen den Teufel heraufbeschwört.

Den Styroporrahmen habe ich dann auch zusammengesetzt, mit der Heißklebepistole. In Tradition des Seerosen-Rahmens wurde er erstmal schwarz grundiert. Nachdem das über Nacht getrocknet war habe ich heute mit abgedunkelter Goldfarbe drübergewischt und ein paar Highlights mit der glitzerigen Schablonierfarbe gesetzt die mir eine Kollegin neulich mitgebracht hat (<- hab mir in der Firma schon den Ruf des Bastlers erarbeitet).

Und dann kamen wir also unweigerlich zu dem Regalbrett was die Abstellfläche des Hausaltars sein soll. So richtig wusste ich nicht was ich damit machen wollte. Nur schwarz-gold mit Strahlen konnte es nicht bleiben. Ich hab also die goldenen Bereiche wieder schwarz übergemalt. Weil die Goldfarbe aber damals nur schwer gedeckt hat und ich drei Schichten auftragen musste sieht man die Strahlen noch immer als Relief. Ich *hätte* das anschleifen können, aber ganz ehrlich, dafür war ich schlicht zu faul heute.

Als schwarz getrocknet war habe ich dunkelbraun drüber gemalt und beim Pinseln spontan versucht eine Art Holzmaserung hinzufaken. Und das ist viel besser geworden als ich erwartet hätte!

Hier sieht man das mit dem Strahlenrelief ganz gut. Mich stört es nicht wirklich, ich finde die Geschichte hinter den Dingen muss man nicht immer unsichtbar machen.

Es liegt auch schon bereit die Karte “Stäbe drei” aus dem Tarot Mucha was ich neulich als Jugendstil-Referenz-Datenbank gekauft habe. Den oberen Teil der Umrandung habe ich ausgewählt um ihn als Schnörkel aufs Brett zu bringen.

Den Schnörkel habe ich freihand nachgemalt, dafür ist er okay geworden. Die Goldfarbe habe ich hier mit gelbem Ocker gemischt damit sie gleich beim ersten Mal deckt. Das hat geklappt.

Beim Schnörkelmalen hatte ich viel Zeit über die restliche Gestaltung des Brettes nachzudenken. Weil mir das mit dem Auge beim ursprünglichen Design gefallen hat, entschied ich wieder ein Auge unterzubringen, am besten in den leeren Bereich in der Mitte wo beim Tarot die Zahl steht.

Und das ging dann ein bisschen mit mir durch. Zwischen “stilisiert” und “total ausgearbeitet” habe ich keine Abstufungen gefunden, deshalb ist es halt letzteres geworden. Hat Spaß gemacht und war eine gute Übung mit Acrylfarbe.

Nun will ich noch den unteren Bereich des Brettes füllen. Aber da weiß ich noch nicht so genau. Ich hätte noch einen Spruch, der aus der gleichen Vorlage wie der auf dem Mondbanner stammt und deshalb genauso nach Songtiteln von Kataklysm und Blind Guardian klingt (tatsächlich hat Vader einen Song namens “The Eye Of The Abyss”, wie ich zufällig ergoogelt habe). Aber ob ich nochmal ein Schriftband mache…?

Vielleicht schreibe ich es auch einfach nur aufs Holz. Oder ich finde noch ein paar dekorative Symbole und mache was mit Farbe.

Das Universum an der Wohnzimmerwand

12. Februar 2015 (09:43 h) – Tags: , , ,

Musik: Trivium - No Hope For The Human Race 

Habe fast drei Wochen nichts gebloggt, das ist sogar mir aufgefallen. Ich könnte jetzt Ausreden ins Feld führen. Zum Beispiel dieses unglaubliche neue Album was Blind Guardian da veröffentlicht haben und was ich, in einem Ansatz seine epische Tragweite zu verstehen, rauf und runter höre. Oder die Katzen die immer geflauscht werden müssen. Aber es reicht auch einfach zu sagen: Hab halt nichts zu erzählen gehabt. So.

Wir haben Zeit auf dem Sofa verbracht, die Flauschfraktion und ich. Haben Alien geguckt und Live-DVDs von Bands. Ich habe gestrickt und mit dem Klapprechner das Internet durchkämmt. Und irgendwann hatte ich halt wieder Bock was selber zu machen. Und Glück, dass sich im Wohnzimmer immer noch irgendein unfertiges Projekt findet. Ich habe also Projekt Hausaltar in Angriff genommen.

Jetzt nehmt das “Altar” in Hausaltar bitte nicht zu wörtlich. Ich verstehe das im besten Sinne als einen Platz wo ich meinen spiritistischen Dekokram hinstellen kann. Das Universum weiß dann schon was ich meine.

Der Hausaltar soll im Prinzip aus einem geschwungenen Regalbrett und einem bilderartigen Hintergrund für die Sachen auf dem Brett bestehen. Wie genau dieser Hintergrund aussehen soll war mir lange Zeit unklar, erst Ende letzten Jahres hatte ich eine gute Idee, die ich jetzt auch so umsetze. Das Regalbrett war schon länger fertig, das hatte ich bemalt. Und werd es jetzt nochmal komplett umgestalten weil es nicht mehr zu dem neuen Hintergrund passt.

Erstmal habe ich aber diesen Arbeitstisch aufgeräumt. Downloads würden da keinen Platz wegnehmen, aber ich kaufe immernoch viel lieber CDs. Wegen der Artworks und Booklets und der Hintergrundgeschichten zu den Konzeptalben. Blöderweise ist im Bücherregal kaum mehr Platz für die vielen CDs und so liegen sie ewig vor der Anlage rum. Um das Problem muss ich mich ein andermal kümmern.

Hier sehen wir links das Regalbrett wie ich es ursprünglich bemalt habe. Dann sehen wir den Hintergrund, den habe ich aus drei kleineren Teilen zusammengesetzt und in Form geschnitten. Ich verwende hier wieder mit Glitzerpapier kaschiertes Plastik. Wie auch beim Parfumregal, und es sind wieder Vitrinenrückwände die auf Arbeit abgefallen sind. Rechts liegen zugeschnittene Stuckleisten aus Styropor, die werden den Rahmen für das Glitzerzeug bilden.

Das ist soweit schonmal ein Plan. Aber hatte jemand erwartet, dass ich mich mit dunkelblauem Glitter als Rückwand zufriedengebe? Nur weil es dunkelblau ist und glitzert? Es gab, bevor diese Platten auftauchten, die Idee den Hintergrund zu malen, so mit Universum und Mond und Chichi. Und wenigstens etwas davon wollte ich hier hinüberretten. Ich probierte also aus, ob und wie sich das Glitzer mit Acrylfarbe bemalen lässt und war total begeistert von den Möglichkeiten. Wenn man grundiert kann man die Farben darauf ganz normal verwenden, wenn man sie runterverdünnt kann man auch direkt auf dem Glitzer transparent und aquarellartig malen. Also was will man mehr.

Ich konstruierte den Mond, schnitt eine Vorlage aus Papier und übertrug ihn. Dann fing ich glücklich an die Bereiche schwarz und weiß zu grundieren und später Schatten und Krater aufzumalen. Super.

Und dann dämmerte es mir. Der Mond sieht so zwar schön rund aus, aber ist mein schattierter Bereich nicht genau da wo das Licht herkommt? Ach, fuck! Also wieder übergemalt. Den schwarzen Bereich einen Ticken mehr blau gemacht und den hellen weniger schattiert, nur so allgemein ein paar Unebenheiten angedeutet.

Zwischenzeitlich habe ich in einem Hermetik-Buch noch einen guten, alles-und-nichtssagenden Spruch gefunden und für diesen ein Spruchband über den Mond gezeichnet. Und dann Strahlen nach unten, weshalb die Strahlen auf dem Regalbrett weg müssen.

Das ist der momentane Stand, das ist noch nicht fertig. Mit den Strahlen habe ich noch was vor und den Styroporstuck will ich auch noch anmalen und dann wie gesagt das Brett neu machen. Da soll auch noch etwas Deko dran um die Winkel drunter zu verdecken und erst dann kann der ganze Kram an die Wand. Fühlt sich schon gut an wieder ein etwas größeres Projekt zu machen.

Children-eating vegan Kreator Fans

25. Januar 2015 (15:11 h) – Tags: ,

Musik: Kataklysm - Taking The World By Storm 

Vor einer Weile hatte ich Geburtstag. Zu diesem Anlass habe ich mir selber ein nicht ganz preiswertes neues Mobiltelefon geschenkt, das Sony Xperia Z3. Es ist wasserdicht und ich plane es auf die Rutschen-und-Baden-Festivals mitzunehmen um immer und alles fotografieren zu können. Glücklicherweise hält die Kamera auch was der Hersteller im Vorfeld großzügig versprochen hat: Sie kommt mit schlechten Lichtverhältnissen ziemlich gut zurecht. Besser zumindest als meine Pocketkamera.

Zum Ausprobieren ein paar Fotos. Hier habe ich eigentlich Beinmuskulatur gedehnt, aber Toyah dachte wir kuscheln. Also haben wir beides gleichzeitig getan.

Und hier sieht man was ich meine. Dunkel aber trotzdem erkennt man was. Und woah, sieht das Wohnzimmer nicht toll aus?!

Meine Mama schenkte mir zum Geburtstag unter anderem ein riesengroßes, zotteliges, braunes Schaffell. Unnötig zu erwähnen, dass dieses fünf Minuten nachdem ich es aufs Sofa gelegt hatte von einer samtpfötigen Mitbewohnerin beschlagnahmt wurde.

 

Und wo wir schon beim Thema sind: Ein anderes Geburtstagsgeschenk, auch von meiner Mama, war das Buch “Metal Cats” von Alexandra Crockett.

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Im Prinzip keine Überraschung, dass man mir das schenkt, es geht um Metaller und ihre Katzen. Aber ich bin mehr begeistert von dem kleinen Bildband als ich erwartet hätte. Nicht nur weil da zwei Dinge zusammenkommen die auch in meinem Leben viel Raum einnehmen, sondern weil es so unglaublich authentisch ist. Zum Beispiel: Der Typ auf dem Titel lächelt super niedlich in die Kamera, seine Katze starrt drein wie der Teufel. Wer ist da eigentlich trver? Andere Katzen und ihre Besitzer sind auf total verfusselten Sofas, in zugekramten Zimmern, zwischen Gitarren, Dekokitsch und Maidenpostern fotografiert. Mit Drogenequipment und Simpsons-Schlafanzughosen. Wie das echte Leben halt so ist. Manche Bilder sind etwas unscharf, die Katze verwackelt weil sie grade versucht zu türmen oder schwarz vor schwarzem T-Shirt kaum auszumachen. Ich mag dieses Unmittelbare, fernab von jedem Versuch der Hochglanzpolitur.

Bildquelle

Ein gutaussehender Typ mit Rotting Christ-Shirt weiß offenbar, dass er heiß ist, trotzdem stehlen ihm die Babykatzen auf seinen Schultern jede Schau. Eins meiner Lieblingsbilder zeigt einen etwas zerstörten jungen Mann, der mit der Hand vorm Gesicht vermutlich den Schlaf einer harten Nacht nachholt, jedenfalls hat er nichtmal geschafft sich zuzudecken. Neben ihm liegt total entspannt eine sehr glückliche Katze der jegliches Leid ihres Besitzers völlig egal ist. Und genau so ist es. So sind Katzen. Und die tätowierten, langhaarigen Typen sind – wissen wir ja eigentlich auch längst – im Grunde viel alberner, rührender und symphatischer als man ihnen gemeingesellschaftlich so zutraut. Ein wunderbares Projekt was grade davon lebt, dass kein Foto perfekt ausgeleuchtet ist und keiner der abgebildeten Musiker millionenfach Platten verkauft hat. Falls ihr drüber nachdenkt das Buch zu kaufen, tut es: Ein Teil des Erlöses fließt in katzitative Zwecke.

 

 

*Der Titel dieses Eintrags übrigens, der mMn den gleichen, ziemlich spannenden Dualismus von (Selbst-)Darstellung und echter Persönlichkeit andeutet, entstammt einer Ansage meines Freundes Tobi Sammet, der beim letztjährigen Wacken mit Avantasia headlinete und gegen Ende seiner Show in typischer Sammet-Manier anfing gegen die Kreator Fans zu sticheln, die vor der zweiten Bühne bereits geduldig auf was anderes als dieses Geträller warteten. Ich musste, als ich mir das Konzert auf YouTube ansah, sehr laut darüber lachen.

Rebellion In Dreamland

21. Januar 2015 (15:58 h) – Tags: , ,

Musik: Blind Guardian - Altair 4 

Es ist Januar, wir haben so durchschnittlich vier Grad und ich habe Shorts genäht. Warum grade jetzt kann ich auch nicht sagen. Der Stoff lag schon ziemlich lange und ihr werdet gleich sehen warum ich ihn damals unbedingt kaufen musste. Weil Regenbogen. Das ist sowas, was mich immer instant glücklich macht. Regenbögen, Einhörner, Glitzer.

Nun habe ich also spontan peacige Happyshorts genäht. Kam so über mich nachdem ich festgestellt habe, dass alle meine anderen Shorts inzwischen zu groß geworden sind und ganz locker rumschlabbern was doof aussieht. Das ist ein bissschen ärgerlich weil ich die nun alle umnähen kann und grade die für teuer Geld gekauften so viel Nieten und Zipper und Chichi dran haben, dass das keine ganz einfache Aufgabe werden wird. Aber besser als wenn sie zu eng wären, nech?

Rainbowshorts sind nach dem fix überarbeiteten Schnitt der Wackenshorts von 2012 entstanden und ich habe mir extra viel Mühe gegeben die Taschenspiegel und auch die aufgesetzten Taschen auf der Rückseite mit fortlaufenden Streifen, also mimetisch zuzuschneiden.

Taschenbeutel und Innenbund habe ich in orange gemacht. Die Baumwolle die ich noch da hatte passte erfreulicherweise genau zur Streifenfarbe. Und damit es wenigstens ein bisschen metal ist habe ich einen Ersatzknopf von irgendeiner EMP-Klamotte auf dem Bund verwendet. Auch davon abgesehen werde ich die Shorts knallhart zu evil trven Metalshirts tragen. Sofern ich mir nicht doch noch eins mit Einhorn, Polarlicht und rosa Batik kaufe.

Und damit dieser Eintrag nicht zu glückseelig wird zeige ich euch noch das zweite Projekt des Jahres, auch Hose, aber riot!

Camo (auch so eine Macke von mir) wollte ich schon ewig als Leggins haben. Gabs dann aber nur in Polyester oder saß doof oder war sonst nicht akzeptabel. Glücklicherweise entdeckte ich aber neulich diesen Jersey beim Händler und schwupp, Leggins sind ja schnell genäht.

Irgendwo auf Knöchelhöhe gibt es eine waagerechte Naht weil der eine Meter den ich gekauft hatte so knapp abgeschnitten war, dass es genau genommen gar kein Meter war. Und ich finde nichts schlimmer als wenn irgendwo die Hosenbeine zu kurz sind. Das geht gar nicht. Also habe ich angesetzt und jetzt sind die Hosenbeine viel zu lang was deutlich besser ist. Den Bund habe ich zum Krempeln gemacht. Einziger Nachteil wenn man deutlich mehr als ein Teil in Tarnfleck besitzt: Kombinieren ist nicht. Zu meiner Winterjacke geht diese Hose nicht aus dem Haus. Aber wird ja irgendwann auch wieder wärmer. Spring is coming.

Guardians of the monsters of the earth

11. Januar 2015 (19:32 h) – Tags: ,

Musik: Edguy - Defenders Of The Crown | Stimmung: Erste Unsumme des Jahres ausgegeben für neues Handy. *freu*

Ich habe das Wochenende mit ein paar Projekten, mit Kochen und Katzenstreicheln und viel Musik verbracht und bin jetzt erholt wie den ganzen Dezember nicht mehr. Zwischendurch habe ich mich im Internet rumgetrieben und entspannt alle Blogs abgegrast die ich so lese. In einem (machinehead1.com) habe ich das hier gefunden:

Keine Ahnung woher Robb Flynn das alles über mich weiß, aber jedes Wort davon ist wahr.

Und wo wir mal wieder beim Thema sind, ich hatte im Jahresrockblick schon angedeutet, dass ich für die Kutte noch einen Aufnäher gestickt habe. Für eine Band deren Aufnäher nie in mein Farbschema passen weil immer noch irgendwo blau oder gelb dabei sein muss, auch wenn es keinen logischen Grund dafür gibt. Andererseits sind sie mir aber auch zu wichtig um sie nicht einzubinden.

Den Ehrenplatz über dem Backpatch wo immer entweder die Haare oder eine Kapuze drüber hängen haben Gamma Ray bekommen. Dafür habe ich einen großen Schriftzug gestickt. Und obwohl ich mir anfangs unsicher war wie gut die beiden geschwungenen Bandnamen da zusammen aussehen werden, bin ich jetzt ziemlich begeistert. Links und rechts neben Metallica will ich noch zwei andere Bands unterbringen die meiner Meinung nach auf der Kutte noch total unterrepräsentiert sind (eine davon ist -Überraschung!- Machine Head). Dafür versuche ich aber auch mal wieder Patches zu *kaufen*.

Das Gesticke sah anfangs nach einer Ewigkeitsaufgabe aus, aber tatsächlich hat nur der Unterstrich genervt, der Rest ging gut voran. Weil das Leinen was ich als Untergrund verwendet habe ein wenig zu grob gewebt ist, sind die Buchstaben nicht soo ordentlich geworden und ich habe noch einen Rand drumherumgestickt. Jetzt ist super.