Warum denn so förmlich?

11. März 2010 (11:43 h) – Tags:

In meinem Job gibt es das Gebot, komplett schwarz gekleidet zur Arbeit zu erscheinen. Soweit kein Problem. Schwarz habe ich genug im Kleiderschrank. Als meine Chefin aber neulich verlauten lies, sie würde uns alle am liebsten im schwarzen Blazer sehen, da war ich ehrlich gesagt nicht so begeistert. Ich bin überhaupt nicht der Typ für formale Kleidung. Eigentlich komm ich mir in einer Bluse schon verkleidet vor. Und ein Blazer ist so ein typisches Kleidungsstück, in dem andere Frauen oft ganz toll aussehen, das bei mir aber nie sitzt und logischerweise grauenvoll aussieht. Bisher einen großen Bogen drum gemacht.

Ich habe aber trotzdem versucht einenn zu kaufen. Das ging schonmal schief. Was in mein Budget fiel bestand aus Polyester. Das geht gar nicht. Schlecht sitzende Schnitte mal ganz aussen vor gelassen. Also tat ich dann was mir immer öfter als die einzige Lösung in so einer Situation erscheint: selbermachen.

Der Schnitt ist aus der Burda, hab auch nichts mehr dran verändert. Wollte das Teil erst einmal nähen um zu gucken was anders werden muss. Auf der Wunschliste: schmale Schultern, Taillierung, darf über der Brust nicht klaffen, das Maximum an möglicher Bewegungsfreiheit rausholen.

Und was soll ich sagen: wider Erwarten saß der Blazer auf Anhieb sehr gut. Schmal aber ohne zu eng zu sein, mit nur sehr dezentem Schulterpolster und viel mehr “ich” als ich diesem Kleidungsstück je zugetraut hätte. Die nächste Version könnte einen Tick länger, aus leicht glänzendem, feinerem Stretchköper. Hab ich noch da, sogar genug für die passende Hose. Ein ganzer Anzug. Die Herausforderung hat mich gepackt. Aber privat trag ich trotzdem Cargohosen.

Hier also Madame Blazer in denim-artigem Stretchköper, damit es nicht zu edel wird, die Knöpfe ganz schlicht.

Mit dabei: mein erstes Revers und meine ersten Paspeltaschen. Ohne Natron hätte ich die nicht geschafft.

Das Futter wollte ich eigentlich erst knallbunt machen, das hätte ja keiner gesehen und ich steh auf Geheimnisse in der Innenverarbeitung. Dann ist mir auf dem Türkenmarkt aber dieser Jacquard begegnet und die Sache war entschieden. Knalliger Chinajacquard wäre auch eine schöne Idee. Für die nächste Jacke.

Und was ich sonst so auf der Arbeit trage zeige ich euch demnächst. Wenn ich wieder zur Arbeit gehe. Heute habe ich nämlich frei.

Da isse wieder

7. März 2010 (18:37 h) – Tags:

Gleicher Blog aber anderer Titel. Auch bei mir alles anders. Neuer Job, neue Frisur, Piercings raus. Zuhause zum Glück alles beim Alten.

Die Veränderungen der letzten Monate werden hier sicher nach und nach durchschimmern. Auch wenn ich keine anderen Inhalte thematisieren möchte als bisher: die eher sporadischen Nähprojekte, Fotos aus der großen Stadt, ein bischen Homestory, Siouxsie, Toyah, Frauchen. Mal sehen was passiert.

Fangen wir mit einem Bekannten an: Natrons nerdigem Herzkissen. Bei mir ein gern gesehener Gast auf dem Sofa.

Die nächsten Bilder habe ich schon vor einer Weile gemacht. Ein Grund wieder zu bloggen: die Stadt gibt einfach so viel her.

Irgendwo auf einem S-Bahnhof.

S Sonnenallee und überall im näheren Kiez. Falls du das ließt Rico, enttäusch sie nicht ;)

Im Schaufenster vom Kaufhof am Alexanderplatz.

Und neulich in der Mittagspause auf dem Alex. Der dicke Fernsehturm wirft seinen Schatten aufs Forumhotel. Wärs kein Handyfoto hätte es Postkartenambitionen.

Ich würd mich übrigens freuen wenn ihr kommentiert, dann weiß ich wenigstens, dass ihr mich wiedergefunden habt.

The whole fucking bakery

5. Juli 2009 (17:37 h) – Tags: ,

Ich bin nicht blogfaul, ich bin nur beschäftigt. Hab aber mal wieder ein bischen Streetart aus B. an der Spree. Alles große Pläne:

Peonies

27. Mai 2009 (12:32 h) – Tags:

Als die gestrigen Strato Nimbus sich verzogen haben kam die Sonne durch und es gab einen veritablen, vollständigen Regenbogen. Awww!

Ausserdem wollte ich euch noch meine Arbeitszimmerblumen zeigen. Hab ich neulich im Supermarkt mitgenommen und nachdem sie zuerst gar nicht aufblühen wollten ist jetzt über Nacht das Wunder geschehen. Pünklich zu Pfingsten und sie sehen tatsächlich genau so aus wie die Pfingstrosen (es sind nämlich Pfingstrosen und keine Chrysanthemen) auf japanischen Tattoos.

Benutzt ungewöhnliche Gefäße als Blumenvasen!

Cloudspotter, Stufe 1

26. Mai 2009 (18:27 h) – Tags:

Wenn man jemanden kennt der Mitglied in der Gesellschaft zur Wertschätzung der Wolken ist, dann kommt man nicht umhin auch mal öfter in den Himmel zu gucken. Hier ein besonders eindrucksvoller Regenguss, Apokalypse in Neukölln:

Stratocummulus, oder was? :)

Ein Sommer auf den Kanalinseln

26. Mai 2009 (10:35 h) – Tags:

Seit ich die Kettelmaschine besitze ist Jersey ja einer meiner Lieblingsstoffe. Vorzugsweise richtig weicher, labbriger Viskosejersey. Es gibts nichts besseres für Shirts.

Neulich habe ich dann weiter an meiner Burda-Nutzerinnen-Karriere gearbeitet und meinen zweiten Schnitt aus dem Magazin genäht. In Heft 4/09 hatten sie eine Strecke, “Indien” übertitelt, in der sich ein Jerseyshirt mit Pailletten fand. Das schrie meinen Namen (auf indisch *g*). Ich wollte gerne eine leuchtende Farbe verwenden, konnte mich aber paillettentechnisch nicht festlegen.
Dann war ich aber kürzlich mit Cori auf dem Markt und mein Glitzerwarendealer hat mich nicht enttäuscht. Für ein 5 x 6 cm großes Quadrat habe ich sechs Sorten Pailletten gekauft. Wo Burda 10 cm Borte kauft hab ich natürlich selber gestickt.

Ging schnell und Farben mag ich so sehr, dass die noch woanders drauf müssen. Haarband oder so.
Das Shirt dazu ist dann königsblau, ausgeschnitten und gerafft.

Die Farbe ist weniger türkis, ich hab das Foto aber nicht besser hinbekommen.
Die Miniärmel mag ich sehr, das war sogar ein Nähkurs bei Burda. Insgesamt hatte es nur zwei Punkte, ich fands aber schon schwieriger/aufwändiger als einen Burda Kaufschnitt mit zwei Punkten. Vielleicht weil da die Anleitung ausführlicher ist.

Die zweite Klamotte für heute ist dann ganz schnell nach eigenem Schnitt entstanden. Ich hab einfach meinen Girlyshirt-Schnitt verlänger und ausgestellt um diesen wunderbaren Jersey mit Sixties-Druck zu verarbeiten von dem ich mir einen Meter gegönnt hatte (war nämlich für meine Verhältnisse recht teuer mit fünf Euro pro Meter).

Blöderweise ist ein Meter recht knapp für ein Kleidchen und ich hab die Ärmel die normalerweise an das Shirt gehören nicht mehr rausgekriegt. Aber, da konnte ich ja auf den Burda-Nähkurs zurückgreifen. Wir wenden das Gelernte an und machen Miniärmel. Hat super geklappt.
So ein Kleidchen könnte ich noch in gelb und mintblau gebrauchen, davon hab ich nämlich auch noch jeweils einen Meter hier liegen.. ;)

Schlafzimmer, fast fertig

22. Mai 2009 (11:29 h) – Tags:

Entschuldigt meine lange Abwesenheit. Mir war nicht nach leichter Unterhaltung, das Leben ist schwer und wird nie wieder so sein wie vorher.

Der Blog soll aber weitergehen, deshalb wenn auch etwas halbherzig, der Fortschritt im Schlafzimmer.
Hab endlich die Vorhänge genäht und aufgehängt. Musste sie zwar nochmal runternehmen und korrigieren und die Gardinenstange ist auch nicht grade, aber nagut. Den Vorhangstoff hab ich nochmal mit schwarzem Leinen gedoppelt damit es auch wirklich lichtdicht ist. Herr Soda schläft im Dunkeln besser, ich eigentlich nicht, aber das nennt man einen Kompromiss.

Auch neu ist die kleine Laterne die im Fenster hängt. Die Laterne selber habe ich schon seit Ewigkeiten, nun aber ist sie ins Schlafzimmer gewandert, dazu eine katzensichere Aufhängung mit Kette an der Gardinenschiene. Sieht schön aus wenns dunkel ist.
Was man nicht sieht, ich aber trotzdem gemacht habe ist ein Kissen für Toyah die immer auf dem Sessel am Fenster schläft. Aus dem Sesselstoff, dann fällt es kaum auf und die Katzenhaare kann man leicht runtersaugen. Ebenso habe ich das Polster auf der Truhe bezogen. Zwei Katzen – zwei Plätzchen.

Jetzt fehlt nur noch die alte Schneiderbüste, für die ich einen neuen Bezug nähe. Auch so ein Ewigkeitenprojekt.
Bilder habe ich auch noch mehr aufgehängt. Familienfotos. Dagegen bin ich machtlos.

Frei von künstlichen Aromastoffen

19. April 2009 (19:10 h) – Tags:

Nachdem ich neulich beim ziellosen Rumkramen in meinem Forum zufällig auf diese Anleitung gestoßen bin, musste ich auch mal Erdbeeren ausprobieren. Zumal ich den idealen Stoffrest in meiner Restekiste hatte. Und die Verarbeitung von Stoffresten ist ja nicht nur DIY, sondern gleichzeitig auch Aufräumen ;)

Ich hatte das PDF auf 70% verkleinert, meine Erdbeeren sind also nur ein bischen größer als echte. Die Blätter sind Jersey und das grünste was bei mir zu finden war.
Tomaten und Radieschen nach der Methode wären bestimmt auch süß.

Braun ist das neue schwarz

8. April 2009 (16:17 h) – Tags: ,

Nachdem Natron ja vorgeprescht ist bin ich sozusagen gezwungen meine Fransentasche auch vorzustellen. Das wird *das* Accessoire des Sommers, ich sags euch. In der Stylingshäre des Internets dämmert es schon hinauf. Nur bitte nicht in schwarz.

Meine ist braun. Meine neue Lieblingsfarbe.
In Details ein wenig anders gearbeitet als die von Natron, aber vom Schnitt her genau so.

Und was da alles reinpasst! Man sieht es ihr nicht an, aber ich habe die Tasche extra so konstruiert, dass eine 1,5 Liter Pulle Pepsi light reingeht. Oder eine Luftpumpe fürs Fahrrad.

Die Fransen bleiben oft im Reißverschluss hängen, das ist wahr. Aber irgendwas ist ja immer. Fringy ist jedenfalls sofort meine Lieblingstasche geworden.

Und als solche war sie auch am Kanal dabei als ich gestern ein bischen Sonne tanken und Wilkie Collins lesen wollte. Und nebenbei noch dieses kitschig-schöne Schwanfoto gemacht habe. Sie bedeuten, aber sprich es nicht aus…

Radfahren in der großen Stadt

5. April 2009 (11:48 h) – Tags: ,

Hier ist nochmal ein Nachschlag, was mir gestern noch so in der Stadt begegnet ist.

Abends wird im Görlitzer Park angegrillt:

Und als ich dann mein Fahrrad in den Keller bringen wollte begegnete mit noch der schwarzweiße Hofkater. Guten Abend, Herr Nachbar!