Erstmal stand ja am 17.Juli der Underground Catwalk an bei dem Damned wieder vertreten war. Unser diesjähriges Thema war eine Mischung aus traditionellen asiatischen Elementen und modernem weiblichen Sexappeal. Ich habe dazu Motive entwickelt die auf japanischen Tattoos basieren, Kleider genäht die asiatische Elemente mit tiefen Einblicken kombinieren und diese schlussendlich mit den Motiven bedruckt. Die Kleider habe ich komplett an der Puppe modelliert, eins ist in rot und eins in grün eingefasst. Hier gibts ein paar Work-in-progress-Bilder:




Die Motive sind ein Koi und ein Phönix. Schlussendlich habe ich dann noch ein paar Chrysanthemen gezeichnet um neben die Ausschnitte noch etwas setzen zu können. Wenn da schon alle hingucken dann schummel ich halt noch ein paar Motive rein. Oldschool wie ich bin fängt jedes Motiv mit einer Bleistiftzeichnung an die dann auf Transparentpapier reingezeichnet wird und erst danach ihren Gang durch verschiedene Grafikprogramme antritt.


Nach dieser ganzen Arbeit habe ich erst am Tag der Modenschau sehen können ob die Kleider überhaupt passen. Ich war mit dem Sitz nicht hunderprozentig zufrieden, aber so ist das halt wenn man keine richtigen Maße nehmen kann. Mein Perfektionismus war natürlich tödlich beleidigt, im Nachhinein sehe ich aber, dass die Problematik wohl wirklich nur mir aufgefallen ist. Wir haben ein gutes Presseecho bekommen und auch in den Videos die zB der Stern, die Welt und die Berliner Morgenpost auf ihren Webseiten haben wird immer wieder auf Ausschnitte und Motive rangezoomt. So sahen sie dann also aus, die Models mit den Kleidern. Die wundervollen Sonnenbrillen sind wieder von Tres Noir und die Handtaschen von Revamp Productions.

Sehr viel mehr kann ich vom UC nicht berichten, bei der tatsächlichen Veranstaltung habe ich im Backstage ausgeholfen und die Aftershowparty war für uns leider um 23 h schon wieder zu Ende weil wir Freitag ja ganz früh raus und nach Köln mussten.
Hier gibts aber ein bischen vom Presseecho. Vor allem Videos.
Berliner Morgenpost
Stern. Das dort angelinkte Video hat zwar einen Werbevorspann, ist aber sehr nett gemacht.
Bild (Das Video bis zum Schluss angucken!)
Nach Köln ist es ja ein ganz schöner Weg und wir mussten bei Zeiten vor Ort sein und den Stand aufbauen. Ein Glück konnte ich im Sprinter noch etwas schlafen und die Stimmung dann mit Abba-Kassetten aufpushen ;)
Wir haben ja inzwischen schon Erfahrung mit dem Stand und so war der Aufbau, als wir dann endlich da waren, nicht so dramatisch. Anschließend hatten wir sogar noch Muße auf die andere Rheinseite zu bummeln und das örtliche Gebräu mal anzutesten.

Und der Dom durfte natürlich auch nicht fehlen. Natron sagte: "Wenn du Zeit hast, geh unbedingt den Dom anschauen!" Also taten wir das. Zumindest von aussen, für drinnen war es schon zu spät, aber das schrieben wir dann auf die To-Do-Liste für Montag.

Samstag ging dann das Festival los. Viele Menschen. Sehr viele. Und sehr entspannte. Zahlreiche User, Bekannte vom Blackfield und welche die ich schon eewig nicht mehr gesehen hatte. Unseren Stand kennt ihr ja schon, diesmal hatten wir aber noch etwas schöner dekoriert und auch die Kleider vom UC mitgebracht.

Die sollten eigentlich nur ein wenig dekorativ aussehen und wir wollten die Motive vorstellen denn die soll es ja später auch auf Shirts und Jacken geben. Hatte ich mir so gedacht. Pustekuchen. Die Leute waren von den Kleider so begeistert, dass ich die zehn Mal hätte verkaufen können ("Gibts das auch ohne Druck?"). Tja. Nun müssen wir die Kleider in die Produktion nehmen. Sowas nennt man wohl Eigentor.
Das Wetter war mal wieder leidlich, viel Regen, Wind und so. Dafür gabs aber Sonntag zum Abschluss wenigstens einen wunderbaren Sonnenuntergang.

Das ist Köln. Nicht Mallorca. Direkt gegenüber unseres Standes befand sich eine veritable Strandbar am Rheinufer. Und diese Freiluft-Diskokugeln haben es mir wirklich angetan.;)
Nachdem wir von unseren EBM-Tangojunge-Workerhemden alle bis auf eins verkauft hatten (hätten wir noch eine halbe Stunde länger auf gehabt, hätten wir das auch verkauft) haben wir Sonntag Nacht dann noch den Stand abgebaut, alles fein weggepackt und sind tot in unsere Hotelbetten gefallen.
Montag war auch nicht wirklich was mit uns anzufangen. Aber nach dem Frühstück wollte ich wenigstens noch den Dom von innen besichtigen. Also rein, da drin ists wenigstens nicht so windig gewesen wie draußen. Ist auch wirklich schön. Ganz begeistert war ich von einer Säule in deren Kanneluren ein kleiner gelber Plastikbär klemmte. Hätte ich gerne fotografiert, hätte nicht zwischenzeitlich wer das Display meiner kleinen Digitalkamera zerknackt. Sie fotografiert noch, aber ich konnte nicht sehen was und auch nicht von Sonnenuntergangsmodus auf Dommodus umschalten. Sehr ärgerlich.
Also gings ohne Fotos zurück nach Berlin. Ist ja auch nicht wirklich spektakulär gewesen.
Labels: unterwegs


6 Kommentare:
Na hey, da sehe ich ja auch mal ein bisschen was von den Kleidern in fertig. Meeehr! :D Muss mich nochmal durch die einschlägige Presse wühlen und danach suchen, oder hast du schon was gesammelt?
Ich hab ein bischen was oben mit reingelinkt. Da kriegt man einen ganz guten Eindruck von der Veranstaltung.
also, ich kanns gut verstehen, dass da schon jemand die kleidchen kaufen wollte. die sind ya auch herzallerliebst!
vor allem das poloch finde ich sensationell. *g*
Ich finde den Dom auch von außen immer wieder faszinierend. Und das obwohl ich jeden Werktag daran vorbeilaufe, weil ich ja in Köln Deutz arbeite (quasi hinter dem Hyatt).
Ich beiß mir übrigens immer noch in den Hintern dass ich so schüchtern war, als ich dann letztendlich vor dir stand. Ich hatte irgendwie Angst zu stören oder sogar zu nerven.
Soda in Action! Kein Wunder die Leute die Kleider kaufen wollen. Sie sind wirklich toll geworden.
hihi. Ich glaube ich habe dich entdeckt.
Wow, die kleider sind wirklich wunderschön! Haste toll gemacht!
LG
Alexandra
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