Eigentlich wollte ich heute last minute vor Wacken noch meine Shorts nähen. Zugeschnitten war sie schon, ich konnte mich nur ewig nicht motivieren. Und heute, wo ich mich endlich zur Arbeit gezwungen habe... geht das Knopflochgarn aus! Nun wo ich einmal angefangen habe muss ich die Hose aber fertig machen, also werde ich morgen neues Garn kaufen müssen.
In der Zwischenzeit habe ich mir Natron telefoniert und wie es so ist wenn wir zusammenstecken: Eine komische Idee bahnte sich ihren Weg ans Tageslicht. Was könnte das wohl bedeuten?
Das sind Hotfix-Pailletten die ich eigenhändig aus silberner und goldener Flexfolie gestanzt habe. Ich hatte verschiedene Variozangenaufsätze probiert aber schlussendlich tat der gute alte Bürolocher doch die besten Dienste. Natron entwarf die Matrix dazu und entlag der brachte ich die Pailletten dann auf eine Transferfolie auf.
Mal wieder eine Arbeit für einen der Vater und Mutter erschlagen hat. Man hätte es ja auch plotten können. Aber das wäre nur halb so kurzweilig gewesen :) Alle Pailletten drauf?
Dann habe ich sie mit Hitze aufgebracht und die Folie wieder weggezogen. Sieht aus wie gekauft ("Wie von H&M!" sagt Herr Soda). Das bring ich Natron dann Dienstag mit und wenn die Sonne weiter so scheint kann es in Wacken gegen mein Motörheadshirt anglitzern *g*

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Bevor in ein paar Tagen das Wacken über uns hereinbricht (Yeah!) wollte ich noch zeigen womit ich die letzte Zeit verbracht habe. Mit viel Arbeit nämlich ;)
Erstmal stand ja am 17.Juli der Underground Catwalk an bei dem Damned wieder vertreten war. Unser diesjähriges Thema war eine Mischung aus traditionellen asiatischen Elementen und modernem weiblichen Sexappeal. Ich habe dazu Motive entwickelt die auf japanischen Tattoos basieren, Kleider genäht die asiatische Elemente mit tiefen Einblicken kombinieren und diese schlussendlich mit den Motiven bedruckt. Die Kleider habe ich komplett an der Puppe modelliert, eins ist in rot und eins in grün eingefasst. Hier gibts ein paar Work-in-progress-Bilder:




Die Motive sind ein Koi und ein Phönix. Schlussendlich habe ich dann noch ein paar Chrysanthemen gezeichnet um neben die Ausschnitte noch etwas setzen zu können. Wenn da schon alle hingucken dann schummel ich halt noch ein paar Motive rein. Oldschool wie ich bin fängt jedes Motiv mit einer Bleistiftzeichnung an die dann auf Transparentpapier reingezeichnet wird und erst danach ihren Gang durch verschiedene Grafikprogramme antritt.


Nach dieser ganzen Arbeit habe ich erst am Tag der Modenschau sehen können ob die Kleider überhaupt passen. Ich war mit dem Sitz nicht hunderprozentig zufrieden, aber so ist das halt wenn man keine richtigen Maße nehmen kann. Mein Perfektionismus war natürlich tödlich beleidigt, im Nachhinein sehe ich aber, dass die Problematik wohl wirklich nur mir aufgefallen ist. Wir haben ein gutes Presseecho bekommen und auch in den Videos die zB der Stern, die Welt und die Berliner Morgenpost auf ihren Webseiten haben wird immer wieder auf Ausschnitte und Motive rangezoomt. So sahen sie dann also aus, die Models mit den Kleidern. Die wundervollen Sonnenbrillen sind wieder von Tres Noir und die Handtaschen von Revamp Productions.

Sehr viel mehr kann ich vom UC nicht berichten, bei der tatsächlichen Veranstaltung habe ich im Backstage ausgeholfen und die Aftershowparty war für uns leider um 23 h schon wieder zu Ende weil wir Freitag ja ganz früh raus und nach Köln mussten.
Hier gibts aber ein bischen vom Presseecho. Vor allem Videos.
Berliner MorgenpostStern. Das dort angelinkte Video hat zwar einen Werbevorspann, ist aber sehr nett gemacht.Bild (Das Video bis zum Schluss angucken!)Nach Köln ist es ja ein ganz schöner Weg und wir mussten bei Zeiten vor Ort sein und den Stand aufbauen. Ein Glück konnte ich im Sprinter noch etwas schlafen und die Stimmung dann mit Abba-Kassetten aufpushen ;)
Wir haben ja inzwischen schon Erfahrung mit dem Stand und so war der Aufbau, als wir dann endlich da waren, nicht so dramatisch. Anschließend hatten wir sogar noch Muße auf die andere Rheinseite zu bummeln und das örtliche Gebräu mal anzutesten.

Und der Dom durfte natürlich auch nicht fehlen. Natron sagte: "Wenn du Zeit hast, geh unbedingt den Dom anschauen!" Also taten wir das. Zumindest von aussen, für drinnen war es schon zu spät, aber das schrieben wir dann auf die To-Do-Liste für Montag.

Samstag ging dann das Festival los. Viele Menschen. Sehr viele. Und sehr entspannte. Zahlreiche User, Bekannte vom Blackfield und welche die ich schon eewig nicht mehr gesehen hatte. Unseren Stand kennt ihr ja schon, diesmal hatten wir aber noch etwas schöner dekoriert und auch die Kleider vom UC mitgebracht.

Die sollten eigentlich nur ein wenig dekorativ aussehen und wir wollten die Motive vorstellen denn die soll es ja später auch auf Shirts und Jacken geben. Hatte ich mir so gedacht. Pustekuchen. Die Leute waren von den Kleider so begeistert, dass ich die zehn Mal hätte verkaufen können ("Gibts das auch ohne Druck?"). Tja. Nun müssen wir die Kleider in die Produktion nehmen. Sowas nennt man wohl Eigentor.
Das Wetter war mal wieder leidlich, viel Regen, Wind und so. Dafür gabs aber Sonntag zum Abschluss wenigstens einen wunderbaren Sonnenuntergang.

Das ist Köln. Nicht Mallorca. Direkt gegenüber unseres Standes befand sich eine veritable Strandbar am Rheinufer. Und diese Freiluft-Diskokugeln haben es mir wirklich angetan.;)
Nachdem wir von unseren EBM-Tangojunge-Workerhemden alle bis auf eins verkauft hatten (hätten wir noch eine halbe Stunde länger auf gehabt, hätten wir das auch verkauft) haben wir Sonntag Nacht dann noch den Stand abgebaut, alles fein weggepackt und sind tot in unsere Hotelbetten gefallen.
Montag war auch nicht wirklich was mit uns anzufangen. Aber nach dem Frühstück wollte ich wenigstens noch den Dom von innen besichtigen. Also rein, da drin ists wenigstens nicht so windig gewesen wie draußen. Ist auch wirklich schön. Ganz begeistert war ich von einer Säule in deren Kanneluren ein kleiner gelber Plastikbär klemmte. Hätte ich gerne fotografiert, hätte nicht zwischenzeitlich wer das Display meiner kleinen Digitalkamera zerknackt. Sie fotografiert noch, aber ich konnte nicht sehen was und auch nicht von Sonnenuntergangsmodus auf Dommodus umschalten. Sehr ärgerlich.
Also gings ohne Fotos zurück nach Berlin. Ist ja auch nicht wirklich spektakulär gewesen.
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Wir sind wieder da. Diesmal mit dicker Erkältung. Dabei war das Wetter doch so gut.
Donnerstag gings los nach Gelsenkirchen. Bye-bye Berlin!

Während der ewig langen Fahrt habe ich die neuen Natron & Soda-Plaketten zu 4er-Sets in kleine Kiffertütchen sortiert. Draußen wurde das Wetter immer schlechter, die Landschaft aber schöner. Ich als West-Berlinerin bin ja immer wieder von Horizont und Bergen fasziniert. Überhaupt: Felder, Kühe, Natur! Sowas gibts bei uns gar nicht.

In Gelsenkirchen war ich schonmal, auch zum Arbeiten. Hab mal bei einem Championsleague-Endspiel in der Arena auf Schalke gekellnert. Diesmal dämmerte mir dann aber beim Anblick der Autobahnausfahrt-Schilder eine neue Erkenntnis: Schalke ist ein Ortsteil von Gelsenkirchen! Jetzt wird mir ja einiges klar..! *schäm*
In Gelsenkirchen war dann auch endlich richtig mieses Wetter und wir haben unseren Festivalstand im strömenden Regen aufgebaut. Daher wohl die Erkältung. Auf der Bühne wurde auch noch fleissig gebaut, die haben aber ja wenigstens ein Dach.

Ist das nicht eine ganz tolle Location? Unter der grünen Abdeckung vor der Bühne ist eigentlich noch Wasser, da macht der Kanal so eine Biege. Hat direkt was von der Bregenzer Seebühne ;)
Freitag fing der Tag dann wieder mit Regen an. Wir sind nass, aber wir nehmens gelassen. Gleich kommen die Grufties.

Mit den Besuchern kam dann auch besseres Wetter. Samstag und Sonntag wurde es sogar richtig warm und sonnig. Wir haben fleissig verkauft: Damned-Shirts, Natron & Soda-Shirts, Plaketten und sogar welche von den wunderschönen handgearbeiteten Tres Noir Sonnenbrillen die Damned neu im Sortiment hat.



Weil wir nicht allzuweit von der Bühne entfernt waren konnte man immer mal schnell gucken gehen wer da grade spielt. Mich hat jetzt zwar keine Band umgehauen aber die Elektrosachen hör ich ganz gerne mal. Partystimmung bei Nitzer Ebb:

Die Gelsenkirchener haben sich die Konzerte übrigens von der anderen Seite des Kanals angehört. Gut ausgerüstet mit Picknickdecken, Kind und Kegel. :)

Im Laufe des Festivals haben wir viele Leute kennen gelernt, Bekannte wiedergetroffen und neue Geschäftskontakte geknüpft. Es waren erstaunlich viele User da, nicht alle auch Forumsmitglieder, aber wenn dann hatten sie durchaus auch Fanshirts an:

Mir hats viel Spaß gemacht auch wenn ich jetzt wieder total platt bin. In den nächsten zwei Wochen bis zum Amphi gibts noch viel zu tun. Aber erstmal gesund werden ;)
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