Seek And Destroy

13. August 2011 (13:12 h) – Tags: , , ,

Ich muss  die „Komische Hosen mit tiefem Schritt“ – Phase mal kurz unterbrechen. Für eine Jeans. Trage ich nämlich auch gerne, allerdings habe ich neben einer ziemlich maroden zehn Jahre alten Levis genau eine blaue, lässige, bandshirtkompatible Jeans. Das geht so nicht.

Mein Plan war also: Eine Jeans im Second-Hand-Laden kaufen und nach meinen Vorstellungen in Richtung acid/destroyed bearbeiten. Nach einem Second-Hand muss man in meinem sozialschwachen Ghetto nicht lange suchen. Nach einer passenden Hose dann unter Umständen schon. Sie sollte ja nicht von vornherein zu hell sein, keinen Stretchanteil haben, nicht zu eng sitzen, der Bund nicht zu hoch… Tatsächlich habe ich eine gefunden die meinen Vorstellungen entsprach.

Diese Hose hat schon eine deutliche Waschung, ist aber unterm Knie noch recht dunkel. Die Taschen sind aufgesetzt was ganz hübsch ist. Unterhalb des Knies ist sie ausgestellt, das balanciert die Proportionen bei meiner nicht ganz skinnyfit-tauglichen Figur wieder aus. Außerdem ist sie mindestens zehn Zentimeter zu lang, deshalb stuken die Hosenbeine schön. Alles in allem keine schlechte Hose, auch wenn man nichts mehr damit anstellen wollte. Zu allem Überfluss hat sie nur fünf Euro gekostet.

Mit der Beute nach Hause gekommen, habe ich auf meine Erfahrung in Sachen Batik zurückgegriffen und die Hose mit Plastikstrippe verschnürt. Dann landete sie erstmal für eine gute Stunde in einer 1:1 Mischung aus Wasser und billiger Bleiche. Das hat gut funktioniert und für mehr acid hätte man sie auch noch länger drin lassen können. Aber ich bin ja ungeduldig.

Die dunklen Bereiche unten sind schön gebatikt, oben hatte ich sie extra so hingefaltet, dass da nicht viel passiert. Wäre mit den Taschen vielleicht zu unruhig geworden. Hinten sieht es übrigens ziemlich ähnlich aus.

Während die Bleiche in der Waschmaschine rausgewaschen wurde, hab ich mich an ein jüngst wiedergefundenes Giveaway aus Wacken erinnert. Dieser etwa fünf Zentimeter hohe Metallanhänger nebst Badewannenstöpselkette war 2008 im Full Metal Bag drin. Wie gut, wenn man nichts wegschmeißt.

Hier habe ich zwei zusätzliche Löcher gebohrt (erstes Zusammentreffen von Akkubohrer, Metall und mir) und versucht, sie auch ohne entsprechendes Werkzeug einigermaßen zu entgraten. Das Metallteil will ich später auf eine der hinteren Hosentaschen nähen.

Jetzt trocknet die Hose grade. Der weitere Plan sieht den Einsatz von unverdünnter Bleiche in strategischen Bereichen sowie einige aufgeschnittene Stellen auf den Oberschenkeln und vermutlich auch Knien vor. Am Ende werde ich vielleicht noch mit weißer und dunkelblauer Farbe dran gehen. Mal sehen.

Ein Kommentar zu “Seek And Destroy”

  1. Centi schrieb:

    Wow, du kannst Löcher in Metall bohren. Und so schöne noch dazu. Wie die Großen! =)

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