Damen mit Gold

1. März 2012 (13:21 h) – Tags: , ,

Ganz furchtbar. In meinem Kopf sind so viele Ideen, die blockieren sich alle gegenseitig. Und ich sitze dann da und mache… gar nichts.

Weil das kein aushaltbarer Zustand ist habe ich mich gezwungen wenigstens ein paar Sachen vom Reparaturstapel abzuarbeiten. Also Handschuhe geflickt, einen Pulli ausgebessert und dann fiel mir ein Shirt in die Hände, was ich schon 2007 mit Patchworkstoff und Pailletten benäht hatte (und so sahen das Shirt und ich damals aus). Seitdem ein Lieblingsstück. Aber Handwäsche. Das wurde ihm dann irgendwann zum Verhängnis, es landete in der Waschmaschine und die Pailletten büßten Farbe und Glitzer ein.

Also habe ich alle Pailletten wieder runtergetrennt und durch neue ersetzt. Und noch ein paar mehr dazugenäht. Und auch Glitzersteinchen ersetzt wo es Not tat.

Und dann war ich so im frinzeligen Kleinkram-Modus, dass ich gleich mit infinitisimaler Deppenarbeit weitermachen musste. Ich habe ein Jugendstil-Motiv aus einem meiner unzähligen Dover Pictorial Archive-Bücher eingescannt und auf Freezerpaper ausgedruckt. Und die ganzen winzigen Details ausgeschnitten.

Hier habe ich das Motiv testweise schabloniert, in braun, rot, grün und gold. Es ist etwa 30 Zentimeter hoch, etwas seitlich auf einem viel zu großen weißen T-Shirt aufgebracht. Ursprünglich wollte ich das Shirt enger nähen, aber jetzt gerade stört mich der reinweiße Hintergrund. Dem könnte man zwar mit schwarzem Tee oder Batikfarben abhelfen, aber ich bin mir unschlüssig. Hat von euch jemand eine Idee was ich mit diesem Motiv machen könnte? Gerne auch mutig.

9 Kommentare zu “Damen mit Gold”

  1. *wollmaus* schrieb:

    Sehr schönes Motiv und sehr schöne farbliche Gestaltung. Diese „rechteckigen“ goldenen Wischer gefallen mir.

    Wenn du das Shirt als Shirt lassen willst, würde ich tatsächlich vorschlagen, es zart zu färben. Wie wäre es statt mit (dem üblichen) Schwarztee mit hellem oliv? Das schimmert links und mittig im Motiv herum und ist daher nicht so farbfremd, wie man meinen könnte.

    Das Motiv wirkt noch ziemlich „nackt“, mir würde ein Rahmen gut gefallen.

    Wenn alle Stricke reißen, kannst du immernoch eine Applikation draus machen. Dann würde ich den Hintergrund allerdings weiß lassen.

  2. Noctua schrieb:

    Ich hab zwar keine Ahnung, was du damit anstellen könntest, finde das Motiv aber einfach mal ganz unkonstruktiv schön. Du immer mit dem Fitzelkram! Das finde ich schon seit Jahren an deinen Projekten immer wieder beeindruckend. :)

    Und ansonsten gefällt mir die Vorstellung mit der zart olvigrünen Färbung von Wollmaus.

  3. Amy schrieb:

    „Gerne auch nuttig“… ja klar, genau das wird Soda wollen. Hab mich eh irgendwie gewundert.
    Ich finde das Motiv ziemlich genial und hübsch, was du da machen könntest damit… weiß ich aber leider auch nicht :(
    Die Farben sind aber wunderschön <3
    Vielleicht so irgendwie Flecken rundherum? Hmmm.

  4. Fräulein Jabberwocky schrieb:

    So schöne Motive!
    Wo hast du nur immer so tolle Stoffe her?
    Und die Ausdauer für so wunderschöne Motive wie die goldene 19.-Jahrhundert-Märchenbuch-Prinzessin? Hast du die Burda mit den Scherenschnittkünstlern im Atelierbesuch-Teil? Ein Rahmen in dieser Art würde wahrscheinlich noch mehr *grummelblödefieseleigrummel*-Arbeit bedeuten, könnte aber nett aussehen.
    Und irgendwie sehe ich diese Dame als die Prinzessin aus „Froschkönig“. Vielleicht ist es der Gesichtsausdruck. Vielleicht lässt sich auch was draus machen.
    Ansonsten kann ich mich nur wollmaus anschließen. Oliv würde sich gut machen.

  5. Sophie schrieb:

    Das ist doch das Sterntaler!
    (http://www.planet-wissen.de/politik_geschichte/wirtschaft_und_finanzen/gold/img/tempx_gold_sterntaler_g.jpg)

    Wie wäre es mit einem Märchenwald-Hintergund und Goldregen?

    Ich frage mich immer wieder, wo du all die Kreativität und Geduld hernimmst. Ein wundervolles Motiv, das du da gezaubert hast.

  6. Devi schrieb:

    Hm… zerschneiden und einen Strandrock daraus machen.
    Natron weiß, wie es geht *g*

  7. Yuhkl schrieb:

    Nabend! (Habe jüngst einen Artikel über die „neue Version des Knigge“ zu Zeiten des mondän umspannten, alles vereinenden Kommunikationsnetzes gesehen und – da ich zum ersten Mal deinen wundervollen Blog kommentiere, grüße ich *jetzt* nett! :D)

    Meine Güte, ich habe keine Ahnung, wie du diese tollen Stencil-Motive immer so detailverliebt hinbekommst?! Ich muss in meinem Gestöber durch deine bisherigen Ausführungen über das, für mich völlig unbekannte, Freezerpapier irgendwas übersehen haben… Und da ich dich so darum beneide, bei T-Shirt-Druck so genau arbeiten zu können, würde ich dich gern einmal fragen, wie du diese Motive immer so toll hinbekommst? :)
    Ich hoffe sehr, dass es nicht ungern gesehen ist, danach zu fragen! Vielleicht schaust du dir diesen Kommentar ja tatsächlich an und kannst mir in meinem unbeholfenen Staunen helfen – gern auch mit Verlinkungen, mag dir auch nicht deine Zeit rauben.

    Ich wünsche in jedem Fall zumindest einen schönen Montagabend! :)

  8. Soda schrieb:

    @Yuhkl: Einen höflichen Gruß zurück ;)
    Ich glaube, das Geheimnis bei den Shirtmotiven liegt „nur“ in der pedantisch-akribischen Arbeitsweise. Den Rest macht das Freezerpaper. Je sauberer du die Schablone schneidest und platzierst umso genauer wird das Motiv. Du kannst das Freezerpaper ja im Tintenstrahldrucker mit deiner Motivvorlage bedrucken, dann schneidest du es vorsichtig aus (ich verwende dafür einen Cutter mit drehbarer Klinge, diesen hier: http://basteln-de.buttinette.com/shop/artikelsuche-DE-de-BU/99.53197-(48556,67518,53197)/Praezisionsmesser-53197.htm ), platzierst es auf dem Stoff und bügelst es fest. Die Farben trage ich dann mit einem kleinen Schwämmchen auf. Und das wars schon. Viel Erfolg!

  9. Yuhkl schrieb:

    Ich danke dir sehr sehr sehr :D
    Jetzt könnte man ja Motive auf ein Shirt drucken, wie wunderbar :)

    p.s. Ich habe deinen Blog und die wunderbare Tätigkeit des Nähens erst vor einer Woche entdeckt. Jetzt wünsche ich mir nichts mehr als eine Nähmaschine und dass ich den Maybachufer-Markt besuchen kann! Du bist unglaublich inspirierend und nächtelang sitze ich an deinem Blog und dem N&S-Forum und lese mir einen Artikel nach dem anderen durch. Weiß gar nicht, wie man ohne all diese Dinge und Stoffe leben konnte.
    Danke jedenfalls auch dafür – dass du dies alles mit eigentlich völlig fremden Menschen teilst und so großes Vertrauen in diese steckst. Ich werd dich jedenfalls nicht enttäuschen und jeden Post gebannt weiterlesen :}
    Danke zum Dritten und einen guten Abend! :D

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