Read the fucking instructions

28. Mai 2012 (20:45 h) – Tags: ,

 Stimmung: Mehrere Stunden Sport an der frischen Luft! Wie konnte denn sowas passieren?

Sonnenschein! Ein freier Tag! Ihr wisst was das bedeutet: Ich musste die Skates ausprobieren gehen. Dafür hatte ich mich ja schon neulich ganz enthusiastisch mit DrowningOphelia verabredet. Und heute waren wir auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof. Da kann man auf den Rollfeldern und Start- und Landebahnen ganz wunderbar entspannt skaten.

Wenn man es denn kann. Ich konnte als Kind Rollschuhlaufen und Schlittschuhlaufen. Das ist aber zwanzig Jahre her. Seit dem stand ich nie wieder auf so unsicheren Schuhen. Wenn mich Ophelia nicht an der Hand genommen hätte, ware ich ganz bestimmt nicht vom Rasen runter gekommen und schon gar nicht so mutig losgerollt. Aber sie war für mich da, und außerdem hatte ich mir ja vorgenommen einfach zu machen und nicht so viel rumzueiern oder mit X-Beinen kreischend in der Gegend rumzustehen.

Und dann lief es echt gut. Offenbar speichert das Gehirn auch Bewegungsabläufe und man kann sie dann nach ewigen Jahren noch einigermaßen abrufen. Ich bin immerhin nicht hingefallen (NICHT HINGEFALLEN!) und kam ganz gut voran. Das Rumgefuchtel mit den Armen könnte noch sehr viel lässiger werden, aber was meinen ersten Tag auf Inlinern angeht, bin ich echt stolz auf mich.

Und hey, da ist der Eismann! Dem haben wir gleich mal zwei Wassereis abgekauft. Das Wetter heute war fantastisch, warm aber leicht windig und teilweise bewölkt, sonst wäre es echt zu heiß gewesen. Ist ja doch anstrengend, wenn man da seine Kilometer runterreißt. Wir sind ums halbe Gelände gefahren und mehrfach die nördliche Startbahn rauf und runter. Mal gucken wo ich morgen den Muskelkater spüre.

Die Tempelhofer Freiheit ist ein wirklich ganz toller Park mit jeder Menge Sportlern, unheimlich viel Platz und dem nostalgischen Charme eines alten Flughafens. Da muss man auch mal anhalten und die Startbahn im Panorama fotografieren. Wenn es nur nicht so schwer wäre wirklich an einem Punkt stehen zu bleiben…

Ich mag es total, dass auf dem Vorfeld noch ein altes Flugzeug steht, die Markierungen auf dem Asphalt nicht entfernt wurden und man auch noch auf diese Leittafeln stößt.

Ophelia und ich, die beide mehr Ahnung vom Internet als von der Luftfahrt haben, konnte hier drüber lachen: Hold for Follow Me or read the fucking instructions. Tatsächlich wird es wohl bedeuten, dass der Pilot entweder das Follow Me-Fahrzeug abwarten soll oder den Anweisungen des Towers folgen, die über Sprechfunk (Radiotelephone = RTF) vermittelt werden. Habe ich mir gerade mal so zusammengegoogelt.

3 Kommentare zu “Read the fucking instructions”

  1. Ophelia schrieb:

    Ha, ich seh auf dem Bild ja elegant aus. *gacker*
    Meine Sonnencreme hat übrigens (teil-)versagt. Meine rechte Schulter (ja, nur die rechte -.-) ist rot, genauso wie Stirn und Nase.

  2. Centi schrieb:

    Wah, das Schild! Das hätte ich aber auch NUR so verstanden, wie ihr das aufgefasst habt. *lach*

  3. ette schrieb:

    Oh, das sieht aus als hättet ihr Spass gehabt.
    So traurig es auch ist, dass Tempelhof zugemacht hat, ich finde es super, dass das Gelände jetzt offen für alle ist, scheint ein wenig ein Selbstläufer zu werden wie der Mauerpark, oder?
    Meine Inliner habe ich vor Jahren mal an meinen (damaligen) Fast-Stiefbruder vererbt und seitdem keine neuen mehr gekauft. Und hier kann man auch leider nirgendwo fahren, die Strassen hier sind wenn überhaupt zum Fahrradfahren geeignet, aber selbst dazu ist es mir hier zu bergig.

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