Zieh dazu eine Schlaghose an und ich kenn dich nicht!

23. Juli 2012 (11:34 h) – Tags: , , ,

 Stimmung: Sonnenbrand *und* Halsschmerzen. Was soll das, Körper?

Natron findets doof. Aber ich liebe Batik. Und Regenbögen. Neulich hat Userin AgnesBarton in meinem Forum diese Anleitung für Spiralbatik verlinkt und als ich das regenbogenfarbene Kindershirt gesehen hab wars um mich geschehen. Bunt! Glücklich!

Es ist nicht metal, aber ich wollte es unbedingt haben. Hab also nach kleinen Packungen Batikfarben gesucht. Nichts im Kaufhaus, Nichts im Bastelladen. Am Ende bin ich extra an den Kudamm gefahren, durch die halbe Stadt.

Das war mein Ausgangsmaterial: Sechs Batikfarben und ein Shirt was ich fix aus weißem Jersey genäht habe. Die Nähte in braun, damit sie später nicht so sehr auffallen. Sieht ungefärbt noch etwas blöd aus. Dazu habe ich dann noch ein weißes Kinderunterhemd aus dem Schrank gezogen. Davon habe ich neulich einige beim Discounter gekauft, ich trag die sehr gerne als Tanktops oder Schlafshirts. Und es müssen ja nicht alle weiß bleiben.

Das Ansetzen der Batikfarben stellte mich dann vor eine Herausforderung. Sechs ausreichend große Gefäße die kochendes Wasser ertragen und danach auch wieder sauber werden. Zum Glück besitze ich genau sechs Kochtöpfe. Glück gehabt.

Der Wasserkocher rotierte, ich löste jeweils die Hälfte der Farbpulvermengen in anderthalb Litern kochendem Wasser auf, dazu ein Esslöffel Salz pro Liter und gut umrühren. Das Farbpulver krümelt gerne überall hin und wenn es dann nass wird macht es gleich eine große Sauerei. Muss man also etwas aufpassen.

Dann habe ich die Shirts nass gemacht und das Modell „T“ nach Anleitung aufgewickelt. Das Tanktop habe ich einfach zusammengeknautscht und abgebunden, das sollte nur Streifen kriegen. Weil da auch weiß bei sein darf, habe ich später noch Schnippsgummis rumgebunden. So weit, so gut.

Jetzt kam der Spaßteil: Farbe draufkippen. Eigentlich soll man eine Spitzflasche verwenden, damit kann man die Farbe auch bis in die Falten des Shirts kriegen, es soll ja nicht so viel weiß übrig bleiben. Ich hatte aber keine Spitzflasche. Hab die Farben also mit einem Löffel draufgegeben. Dabei war ich sehr großzügig und habe auch den Stoff immer wieder etwas aufgezogen um auch zwischen die Lagen zu gelangen. Wie in der Anleitung steht: Wenn es nicht unten wieder raussuppt, verwendest du zu wenig Farbe!

Noch abgebunden sahen die Stoffe jedenfalls schonmal ganz toll aus. Da setzte sofort die beglückende Wirkung von Farbverläufen ein. Ahhh.

Inzwischen habe ich die Shirts aufgemacht und ausgewaschen. Wie das aussieht muss ich euch aber in den nächsten Tagen zeigen, noch hängen sie nass auf dem Wäscheständer… evil cliffhanger of doom *g*

 

7 Kommentare zu “Zieh dazu eine Schlaghose an und ich kenn dich nicht!”

  1. Alexia schrieb:

    Die Farbverläufe sehen echt toll aus.
    Das fühlt sich richtig nach Sommer an.
    Ich bin schon sehr gepsnnt auf die trockenen Shirts =)

  2. AgnesBarton schrieb:

    Oh, super, Du hast ja wirklich Batikfarben gefunden! Bei uns gab’s die ja nirgends. Ich seh schon, das scheint leichter zu gehen als mit den normalen Stofffarben, und die Farben sehen auch irgendwie leuchtender aus. Ich bin dann mal auf die Ergebnisse gepannt. :-)

  3. Centi schrieb:

    Ahhhh… die werden toll, das seh ich jetzt schon! =)

  4. Thalea schrieb:

    „evil cliffhanger of doom *g*“

    Argh! So gemein!

  5. mein name schrieb:

    reeegenbogen <3

  6. Diana schrieb:

    Ich scrolle, scrolle, mein Zeigefinger zuckt vor Spannung und dann kommt da… NICHTS??? Wie frech!

    Als bunte Wurst ist das Shirt schonmal sehr vielversprechend. Ich bewundere Deine Geduld und die Muße :-)

  7. Amy schrieb:

    Ohhhhhhhhhhhh!!! Das ist wirklich ein böser Cliffhanger!
    Die Stoffe sehen aber schon so (noch abgebunden und feucht) echt schön aus. Mich machen Farbverläufe auch total glücklich ♥

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