Trollmachineheart

6. August 2014 (18:01 h) – Tags: ,

Musik: Newsted - Nocturus | Stimmung: Oder sind 65 Fotos zu viel?

So, das letzte Campinggerümpel ist getrocknet, gewaschen und in den Keller gebracht. Zeit mal über den Sommerurlaub zu sprechen. Traditionsgerecht war ich wieder beim METALDAYS in Tolmin / Slowenien. Das kleine Festival mit der unglaublich schönen Umgebung, den eiskalten Bergflüssen und der verdammt langen Anreise ist inzwischen fester Bestandteil meines Sommers geworden. Für fünf Tage Metal, Baden, Abenteuer und Blödsinn mit meinem Tribe lohnen sich tausend Kilometer Anreise immer wieder.

Erfreulicherweise ließ sich die ewige Fahrerei diesmal aufteilen und meine Fahrgemeinschaft und ich konnten sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückweg bei Ophelias Verwandten in Bayern zwischenübernachten. Das hat die Sache deutlich entspannt. Nachdem wir also Freitag Abend in München noch exzellent bewirtet und unterhalten wurden konnten wir am Samstag stressfrei in Richtung Alpen aufbrechen. Treffpunkt mit den Freunden: Lago del Predil. Normalerweise treffen wir uns auf Autobahnrasthöfen. Das Treffen diesmal kurz vor die italienisch-slowenische Grenze an den wunderschönen, türkisfarbenen Bergsee zu verlagern war eine fantastische Idee. Jedes Jahr fahren wir auf dem Weg über den Pass an diesem See vorbei und seufzen wehmütig, nun haben wir ihn endlich mal erbadet.

Die Stühlchen an der Passstraße, neben ziemlich dicht am Abgrund geparkten Autos, ergaben schon ein kleines Camp, tatsächlich erwägten wir sogar dort noch zu grillen, entschieden uns dann aber quasi demokratisch für Pizza in Tolmin. Zeit war noch jede Menge, denn die restliche Strecke ist überschaubar. Kaum ist man wieder ins Auto gestiegen hat man auch schon den Predilpass erklommen wo an der Staatsgrenze wieder ausgestiegen werden muss um das traditionelle Passfoto zu schießen.

Die Gruppe ist jedes Jahr neu gemischt, diesmal wieder etwas größer, weshalb sie vor allem funktioniert wenn man nicht versucht ALLE zu irgendwas zu motivieren sondern den Zerfall akzeptiert in die, die Heaven Shall Burn sehen wollen, die, die lieber nochmal zwei Stunden schlafen und die, die grade den richtigen Pegel haben um jetzt Projekt Kutte aufnähershoppend anzugehen. Was ganz gut geklappt hat.

Nachdem wir in Tolmin angekommen waren, die Soča begrüßt und den üblichen Anreisetrubel gesehen hatten gab es die abgestimmte Pizza. Fantastische Pizza. Und Lašco-Bier. Und zum Abschluss noch ein Eis vom Wirt. Womit man auch anstoßen kann.

Und dann mussten wir uns entscheiden: Fünfzehn Euro Frühanreisergebühr bezahlen und das Zelt im Hellen aufbauen oder bis Mitternacht warten obwohl man von der Fahrerei vielleicht schon völlig groggy ist. Ich blieb bei der Mitternachtstruppe, die ihre unvermeidlichen Campingstühlchen ans Sočaufer stellte. Gaslampe in die Mitte, Akkulautsprecher rausgeholt. Wir beobachteten wie Nebel auf dem Wasser aufzog, sahen die Sterne und -was war das denn?!- sogar ein paar Glühwürmchen. Davon bin ich immer noch begeistert. Hab noch nie zuvor Glühwürmchen gesehen. Natur, die leuchtet!

Später wurde gemeinsam „God Gave Rock ’n‘ Roll To You“ gesungen und wir verbrachten den friedlichsten Abend der Woche bis es dann Sonntag war und wir unseren Acker beziehen konnten. Dank einer wahnsinnig kleidsamen Stirnlampe die sich bei meinen Eltern noch im Keller angefunden hatte konnte ich mein Zelt problemlos aufbauen, die Pavillons mussten aber bis zum Morgen warten.

Am Sonntag spielen noch keine Bands, wir benutzten den Tag zum Besorgen von Bändchen, Paycards und Pfand-Müllbeuteln, zum generellen Eingrooven, dem ersten Schritt ins grauenvoll kalte Wasser und dem unvermeidlichen Im-Camp-Rumlungern zu später Stunde. Wir waren angekommen.

Am Abend wurde zwei Camps weiter eine inoffizielle Warm-Up-Party gefeiert und wie gute Laubenpieper sind wir in Hausschuhen vorbeigeschlurft um mal nach dem Rechten zu sehen. Ganz schnell fanden wir uns aber mittem im Trubel wieder, Red trug dem DJ unsere Tribehymne an und kurz darauf gröhlten alle bei Grave Diggers „Rebellion“ mit.

Auch die restliche Woche über wurde bei Nachbarns jede Nacht lautstark durchgefeiert, was ein wenig zu Lasten unserer Schlafqualität ging. Dennoch gab es diese magischen Festivalmomente, morgens um halb sieben, wenn die Brothers of Beer endlich ins Bett gegangen waren und die Krawalltüten von schräg links noch schliefen. Man kriecht aus dem Zelt, alle Generatoren sind aus, im Dämmerlicht hängt dicker, schwerer Nebel zwischen den Bergen und erste Sonnenstrahlen ziehen goldene Bahnen hinein, feuchte, süße Luft welche die Wärme des Tages schon ahnen lässt, ein paar Vögel zwitschern, ein paar zerstörte Gestalten schleichen in Richtung Dixies. Empfindliche Campingplatzpoesie die ein paar Stunden später von erbarmungsloser Sonne, „Guten Morgen“-Brüllerei und Instantkaffee vom Gaskocher gnadenlos in den Boden gestampft wird.

Am Montag ging die Party dann offiziell los und die Bühnen stiegen in den Trubel ein. Noch bevor ich aber die erste Band sah, machte sich die diesjährige Slowenien-Reise schon mal unvergesslich. Ein Kumpel, den es mit dem Arsch auch nicht richtig auf seinem Campingstühlchen hält, hatte im Vorfeld Freizeitaktivität organisiert an die wir anderen uns dann nach Laune ranhängen konnten. Wir gingen Raften. Und das war die beste Aktion der Woche.

In dem Sočatal, das als „Festivalley“ unser launiges Metallertreffen beherbergt, kann man auch „normal“ Urlaub machen. Dann geht man wandern, radfahren und vielleicht gleitschirmfliegen. Die Soča bietet etwas flussaufwärts aber auch moderate Stromschnellen und deshalb gibt es auch Leute die einen dort im Schlauchboot durchs Wasser manövrieren. Das klang nach Abenteuer, also war ich dabei. Wie nicht wenige meiner Freunde. Wir bekamen Helme, Schwimmwesten und Neoprenklamotten gestellt, unser Steuermann gab uns eine kurze Einweisung ins Paddeln („And if you fall in the water… well, nice to have met you“) und dann stieg ich mit Natron, einer Freundin die tapfer ihre Wasserangst überwinden wollte und den beiden Feuerwehrleuten (=Rettungsschwimmer) ins Boot. Besser ging kaum.

Der Guide zeigte uns wie wir tatsächlich wieders ins Boot kämen, was wir lassen sollten um unsere Freunde nicht unnötig mit den Paddeln zu hauen und wie man die anderen Boote mit viel Wassergespritze zu begrüßen hat. Dann sollten wir alle erstmal ins Wasser springen. Da zeigte sich, dass Neopren doch erstaunlich warm hält, wie sinnvoll es war die Schwimmweste so eng zu ziehen, dass sie am Unterbrustumfang hängen bleibt und wie unelegant man im Zweifelsfall zurück ins Boot klettern kann. Schon das war viel Spaß.

Anfangs hing sogar noch etwas Nebel auf dem Fluss, der zog sich aber bald zurück um mit seiner dichterischen Schwermut nicht bei unserem unbeschwert nassen und lauten Abenteuer zu stören.

Der erste Teil der Strecke war ruhiger, also konnten wir ausgiebig unsere Leute in den anderen beiden Booten nassspritzen, ebenso einen brasilianischen Kanuten der uns -grade stolze Weltmeister geworden- augenzwinkernd erzählte er wäre für Agentinien gewesen. Auf der Hälfte der Strecke machten die Guides zwei Boote an einem Felsen fest, wir stiegen alle auf jenen Felsen aus und das dritte Boot wurde umgedreht und zur Rampe halb auf den Stein hochgezogen. Eine Rutsche! Ein Trampolin! Jeder musste ins Wasser, die abenteuerlustigen Männchen auch gerne mit Salto oder zur Kugel („Ball of happiness! You want to try?“) zusammengerollt.

Danach ging es mit etwas unruhigerem Wasser weiter. Der Guide steuerte uns erbarmungslos auf jeden Felsen drauf und ich bin nachhaltig beeindruckt was so ein Schlauchboot alles mitmacht. Wenn man nicht grade kreischend über seine Freunde im Bootsinneren fiel oder über einen Felsen rutschte gab es tatsächlich genug Gelegenheit die wunderschöne Soča und ihre Ufer zu genießen. Es gibt dort ja keine Strände oder Möglichkeiten durch den dichten Bewuchs ans Ufer zu kommen, und so war man fast ganz allein mit dem glasklaren Wasser, wildromantischen Fluss, den Julischen Alpen und der ganzen Grandezza der Natur die ein Stadtkind wie mich total umgehauen hat. Fotografin Ophelia hatte glücklicherweise eine wasserfeste Kamera mitgebracht, sonst könnte ich nichts hiervon visuell mit euch teilen.

„Do you want to jump from a rock? Who wants to jump?!“ fragt der Guide schließlich und ich war etwas unsicher, denn die Felsen in dieser Gegend sind mitunter nicht ganz klein. Dann kamen wir an den Felsen und naja… er war groß, also ganz schön riesig. Schon ziemlich hoch. Ähhh… Das Boot machte unten fest. „If you climb up the rock – you jump. There is no climbing down.“ Ich guckte hoch. Die Kletterpartie sah verlockend aus. Ich guckte zu Natron, Natron schüttelte den Kopf. No way, punk. Dann sah ich wie Ophelia hochkletterte. Und ein bisschen angestachelt von dem Heldenmut unserer anderen wasserscheuen Freundin dachte ich herausforderungssuchend: „Wenn Ophelia das macht, dann will ich auch.“ Und schon war ich aus dem Boot raus und hatte die Neoprenschuhe auf den Stein gesetzt. Ein Überhang machte das Klettern zu einer kleinen Herausforderung, aber da hatte mein Hirn schon auf Survival umgeschaltet. Wie das Boot unter mir weggefahren ist habe ich kaum mitbekommen. Mit rasendem Herzschlag stand ich dann oben. Wow, die Aussicht! Flussaufwärts und flussabwärts. Und sind das da etwa riesige Forellen im türkisfarbenen Wasser direkt unter uns? Mit Ophelias Freund, dem Koch, scherzten wir, dass mindestens eine davon mitzubringen sei bei der Landung im Wasser. Der Guide zeigte uns wie wir springen sollten. Arme an den Körper und etwa zwei Meter vom Stein weg springen. Dann sprang er und ich wusste genau, dass ich mich in ein paar Minuten wenn ich dort vorne stehen würde, ganz furchtbar hassen würde. Ich springe normalerweise nicht von irgendwo runter. Nichtmal vom 3-Meter-Brett im Schwimmbad. Auf keinen Fall. Warum habe ich bloß gedacht ich müsste das tun was Fallschirmspringerin Ophelia tut?! Oh Gott! Ich atmete ganz flach und machte zwei Deals mit mir selber: Erstens, nicht runtergucken. Zweitens, nicht lange humhampeln. Hingehen, springen. Puhh. Irgendwann war unweigerlich derjenige vor mit gesprungen, die winzigen Freunde in den winzigen Booten da unten hatte Applaus geklatscht und dann ich. Nicht runtergucken. Wie springt man nochmal zwei Meter von irgendwas weg? Ahhh. Ich kreuzte die Arme wie eine ägyptische Mumie vor der Brust und dann, dann bin ich irgendwie gesprungen. Keine Ahnung. Erinnerungslücke. Ich weiß noch, dass ich während des Fallens, in dem Moment wo es dir den Magen so furchtbar hebt, dachte: „Das Wasser müsste jetzt wirklich gleich kommen. Wann kommt denn das Wasser?! Kommt denn nie das Wasser?!“ Platsch! Durch die Schwimmweste ist man nicht wirklich tief eingetaucht, Forellen hatten vermutlich auch schon Reißaus genommen, und ich bin mit einem unglaublichen Adrenalinspiegel zum Boot geschwommen. Sicher haben die anderen geklatscht, ich habe es gar nicht gehört. War dann viel zu zitterlich um alleine ins Boot zu klettern. Wow. Ich bin von dem Felsen gesprungen und von hier unten konnte man abschätzen, der war sicher sieben Meter hoch. Sieben Meter! Ich bin von einem Sieben-Meter-Felsen gesprungen und danach konnte mir NICHTS mehr passieren.

Wenn ich mir dieses Bild anschaue wird mir ehrlich gesagt immer noch mulmig.

Die Tour ging weiter, und weil die Bootsbesatzung jedes Mal ihre Plätze durchtauschte konnte ich nun auch mal ganz vorne sitzen, mit toller Aussicht und dem Job den Paddeltakt anzugeben. Auf die einzige wirklich gefährliche Stelle wies der Guide uns glücklicherweise erst hin nachdem wir sie passiert hatten. Schließlich landeten wir wieder am Strand und es hieß wir hätte drei Dinge zu tun: „First we have to carry the boat, then we drive you back to Tolmin, then you get a Šnops.“ Das Boot zu tragen war harte Arbeit weil es wirklich recht schwer war, dann wechselten wir das Neopren und unsere klatschnassen Badesachen darunter wieder gegen trockenes Zeug, das fühlte sich schonmal richtig gut an. Nach kurzer Fahrt in zwei abenteuerlichen weißen Kleinbussen trafen wir im Orgabüro des Raftingveranstalters ein und zum Aufwärmen gab es für alle selbstgemachten Blaubeerschnaps. Borovničevec, der in Slowenien traditionell mit Gästen getrunken wird und uns sofort begeistert hat. Noch bevor wir zurück am Campground waren mussten wir den nächsten Supermarkt stürmen um das Zeug flaschenweise zum Zelt zu tragen wo es die ganze Woche über immer wieder und sehr gerne getrunken wurde. Grandios. Warum haben wir das nicht schon in den letzten Jahren entdeckt?

Nach dem Rafting war die Welt für mich zwar eine andere, aber auf dem Festival hatte sich natürlich nichts geändert. Bands spielten laut Running Order. Rising Storm aus Berlin und Alogia aus Serbien hatte ich grade verpasst. Seis drum. Die Bandsache nahm ich dieses Jahr sehr gelassen, denn es hatte auf der Running Order keine einzige Kapelle gegeben die ich *unbedingt* hätte sehen müssen. Megadeth und Sabaton, klar. Guckt man sich an. Aber es waren keine Ich-freu-mich-so-unglaublich-auf-Blind-Guardian oder Machine-Head-muss-ich-sehen-komme-was-wolle dabei. Das war nicht schlimm weil ich ja beim Outiloudi schon mehr als auf meine Kosten gekommen war. Im Gegenteil, ich nutzte die Situation um mal unbekannte Bands anzugucken. Auf der Webseite vom Metaldays konnte man im Vorfeld Infos zu allen noch so kleinen Bands abrufen, inklusive Hörprobe. Daran habe ich meine persönliche Running Order zusammengestellt und alle markiert die interessant klangen. Als Dekoverantwortliche des Camps oblag es mir, neben Solarlaternen, Batiktüchern und Wimpelketten, auch eine wasserfeste Version dieser Running Order an unsere Pavillons zu kleben und so fanden sich nicht wenig Freunde bei meinen ausgesuchten Bands wieder. Es stellte sich als wirklich gute Idee heraus mal Musik anzugucken die man noch nicht kannte und dann entweder total mitzufeiern oder nach zwei Songs Richtung Strand abzudrehen.

Montag habe ich aber wirklich nur Children Of Bodom gesehen, die den Slot einnahmen den Slayer vor drei Jahren hatten: Habe ich grade vor einer Woche als Support von Metallica gesehen, hätte uns eigentlich gleich mitnehmen können. Tolmin-COB waren deutlich weniger keyboardlastig als Prag-COB, insofern bin ich dankbar beide Versionen mal gehört zu haben. Nach den Kindern von Bodo M. liefen wir an der kleinen Bühne vorbei wo grade Turning Golem eine unglaubliche, theatralische Inszenierung ablieferten und Red total begeisterten. Wir anderen fanden uns am Strand wieder, diese Momente der plötzlichen Begeisterung für eine vorher unbekannte Band würden uns noch im Laufe der Woche ereilen.

Am Dienstag kam ich dann mal dazu mehr Bands anzugucken. Es fing an mit Roxin Palace aus Italien die sicher gut waren mir aber nicht nachhaltig in Erinnerung geblieben sind. Zu viele Bands gesehen. Mehr als jemals zuvor in Slowenien. Es verschwimmt insofern leider.

Danach fing es an zu regnen. Muss halt auch mal sein. Das Wetter war in diesem Jahr weniger knallheiß und öfter unterbrochen von Regen was gar nicht negativ war. Außerdem konnten wir dank Bewölkung und dank Zeltplatz in Baumnähe fast zwei Stunden länger schlafen als in den letzten Jahren. Das war toll. Regen war also kein Problem, den bin ich ja gewöhnt. Es regnet neuerdings ja dauernd wenn ich vor einer Bühne stehe. Turnschuhe hatte ich nutzloserweise nach Prag entschlammt, das Erdreich hatten sie sofort wieder drauf. Immerhin konnte ich auch Boots anziehen. Ein Poncho-Selfie mit der Crew die sich da vermutlich grad das Ende von Gold ansieht will ich euch natürlich auch nicht vorenthalten.

Danach tingelten wir zur kleinen Bühne wo die Ungarn von Crossholder spielten die ich gar nicht auf meine Liste geschrieben hatte. Während wir also der Band lauschten ergab sich neben uns eine dieser Situationen die gar nicht mal selten sind und für die man Metaller einfach lieben muss: Das Publikum stahl der Band die Show. Eine Rotte unerschrockener Badegäste hatte ein Schlauchboot mit vor die Bühne gebracht. Soweit nicht ungewöhnlich. Auch Crowdsurfer sieht man öfter mal in Booten. Wie sie da aber mit einer wachsenden Anzahl von Leuten das Schlauchboot durchs magere Publikum rannten, es vor der Bühne in den Graben und die Arme der Security entleerten, zurückrannten, Einen reinsetzten, das Boot wieder hochhievten, zurück zur Bühne rannten, es auskippten, zurück zum Turm, neu besetzten, nach vorne rennen, auskippen, und so weiter. Mit einem ameisenhaften Eifer. Das war groß.

Bei Crossholders letztem Ton war es 18:30 h. Eine angemessene Uhrzeit um mal vor der großen Bühne aufzuschlagen. Mit den Mädels aus dem Camp sahen Natron und ich uns Vaderbuyst aus den Niederlanden an. Klassischer Heavy Rock der wirklich gute Laune machte und ordentlich befeiert wurde. Gute Wahl, hätte ich mir normalerweise vielleicht nie angeguckt. Währenddessen ließ auch der Regen nach und aus den umliegenden Bergwäldern stieg die Feuchtigkeit sofort wieder gen Himmel, so dass uns die Wolken später mit dem gleichen Wasser nochmal nass machen konnten.

Vanderbuyst hatten richtig viel Spaß gemacht, deshalb trafen wir erst nach deren Auftritt an der zweiten Bühne ein. Hier spielten Scarab grade ihre letzten zwei Songs. Und verdammt, die Ägypter waren auch richtig gut! Das war total schade, aber ich werde Scarab dann mal vom heimischen Rechner aus verfolgen.

Wir sahen uns später noch Manilla Road an, die genausowenig begeistern konnten wie Borknagar zeitgleich auf der großen Bühne. Was tut man da also? Man geht an den Strand und trinkt Cocktails.

Im Partyzelt am Strand war die Stimmung bereits kurz vorm Siedepunkt und Natron und ich waren sofort dabei. Metalklassiker wurden lauthals vom Partyvolk gesungen, wir tranken Melonen-Mischgetränke und dann hätten wir irgendwann zu Satyricon vor die Bühne zurückkehren sollen. Aber hier war grad richtig Laune. Noch ein Cocktail oder Satyricon? „Machen wir das vom nächsten Song abhängig,“ schlug Natron vor. Die ersten Takte von „Denim And Leather“ erklangen. „Das klingt nach Cocktail!“

Tatsächlich schafften wir aber doch irgendwann den Absprung vom Partystrand und fanden unsere Freunde links neben dem Bierstand vor der Bühne. Darauf Satyricon die wirklich sehr beeindruckend waren. Also so richtig. Fantastischer Sound, großartige Show. Gerne wieder beim Paradise, Leute!

Wir waren schon am Dienstag, zwischen den Regenphasen, mit der sogenannten „Luftmatratzentour“ unterwegs. Das heißt, man schnappt sich seine Schwimmunterlage, marschiert damit etwas fünfzehn Minuten lang zu einem Strand weiter flussaufwärts, geht dort ins Wasser und lässt sich eine entspannte halbe Stunde lang von der Strömung der Soča zurück zur Tolminka-Mündung treiben wo normalerweise gebadet wird und die anderen Freunde Quartier bezogen haben. Weil das wirklich viel Spaß macht nahmen Natron und ich es Mittwoch nochmal in Angriff. Diesmal packten wir Bierdosen in einen Turnbeutel und brachten sie als selbstkühlende Verpflegung mit ins Wasser. Die Luftmatratzentour wurde begleitet vom ganz üblichen Blödsinn eines Metalfestivals am Fluss: Strandbesatzungen bringen Wasserpistolen in Position und beschießen vorübertreibende Badeinseln, am Brüllstrand wird gebrüllt, die Österreicher vertäuen Schlauchboote, Matratzen und unendlich viel Kinderplantsch-Spielzeug zu einem riesigen Floss, übermotivierte Sabaton-Fans haben aus Plastikflaschen, Bierdosen und sehr viel Gaffatape Maschinengewehre gebaut und treiben auf dem Kriegsschiff Talvisoča flussabwärts (wenn sie nicht grade ihre ferngesteuerten Panzer gassiführen).

Wir entdeckten unterwegs einen Felsen, der nur sehr wenig aus dem Wasser ragte. Da könnte man sich gut dran festhalten… also wurde zurückgepaddelt und dann verweilten wir mitten auf dem Fluss. Für die Betreiber vorüberziehender Palmeninseln und Aufpuste-Einhörner war der Felsen nicht sofort zu erkennen und es muss ausgesehen haben als trotzten wir jeglichen Gesetzen der Physik. „What is this sorcery?!“, riefen sie.

Direkt vom Strand gingen wir zurück zur Bühne, denn die nächste Band kannte zwar keiner, aber sehen wollte sie jeder. Weil sie einen ulkigen Namen haben: Space Unicorn On Fire. Damit kriegt man meine Freunde. Gegen den oldschooligen Heavy Rock der Italienier war auch gar nichts zu sagen und wir hatten viel Spaß vor der Bühne. Als es wieder anfing leicht zu regnen suchten Natron und ich Zuflucht unter dem Krokodil. Gut wenn man immer eins dabei hat.

Der Regen hatten es auch gar nicht ernst gemeint. Kurz darauf war es schon wieder trocken und die Freunde sprangen lichtschwertkämpfend durch das Infield.

Wir sahen später noch Black Diamond aus Slowenien und Artillery aus Dänemark, bei Saltatio Mortis reichte es aber. Zurück ins Camp und grillen. Mittelaltergedudel von der Bühne, die Freunde die vom Konzert zurückkehrten fassten es als „Tröten und Flöten und flache Kapitalismuskritik“ zusammen. Wohl nichts verpasst. Amorphis sparte ich mir ebenfalls, zumal Natron grade die perfekte Methode entdeckt hatte um Knoblauch zu grillen. Also ganze Knoblauchknollen. Ohne irgendwas anderes.

Die Party ging später erst bei Volbeat weiter. Ich bin nicht der größte Fan der dänischen Rock’n’Roll-Metaller, aber live ist immer noch was anderes als auf Platte, also fand ich mich auch im Laufe des ersten Songs an der üblichen Stelle links vom Bierstand ein. Und guck mal. Live sind Volbeat viel mehr metal als erwartet. Ziemlich cool. Es fing grade an richtig Spaß zu machen. Sänger Poulsen erklärte aber, dass er Stimmprobleme habe, räusperte sich auch ziemlich viel und ließ das Publikum „Ring Of Fire“ singen. Nach etwa fünf Songs ging es dann wohl nicht mehr. Es verließen erst er, dann die Band die Bühne und jemand von der Orga kam heraus um zwischen vielen Entschuldigungen den Auftritt für beendet zu erklären. Voll schade. Ich gehe seit fast zwanzig Jahren auf Konzerte und Festivals und das war das erste Mal, dass ein Gig tatsächlich abgebrochen werden musste. Insofern kann ich mich nicht beschweren, aber für die, die sich total auf die Band gefreut hatten, tat es mir schon leid.

Wir machten das Beste draus, kehrten zum Camp zurück, stellten einen Lautsprecher in die Mitte des Stuhlkreises, drehten Volbeat auf und stießen mit Blaubeerschnaps auf die Gesundheit von Michael Poulsen an. Campparty!

Am Donnerstag wollten die Freunde, die noch nicht dort waren, die Burgruine besuchen die man vom Camp aus sehen kann. Ich bin zwar schon dort gewesen und wusste, dass von der Burg selber nicht viel übrig ist, der Blick von der sogenannten Ziegenklippe dafür aber ein grandioser. Also ging ich nochmal mit. Ein bisschen Wandern ist ja immer nett.

Tatsächlich hat man von der Burg aus einen tollen Ausblick nicht nur auf Tolmin und das Festivalgelände, sondern auch in die andere Richtung des Sočatals.

Ich habe mich allerdings relativ schnell wieder auf den Rückweg gemacht, denn Skelfir wollte ich wirklich ganz gerne sehen. Mit den im Camp gebliebenen Freunden versammelte ich mich vor der kleinen Bühne, wo die Viking-Deathmetaller ordentlich Stimmung machten. „Do you want an epic battle?“, brüllte der Sänger zwischen zwei Songs und aus einem schwarzen Müllsack verteilte die Band aufgepustete Plastik-Morgensterne ins Publikum. Die begeisterten Krieger vor der Bühne teilten sich wie zur Wall Of Death und beim nächsten Song ging die Schlacht zwischen links und rechts los. Ganz großes Kino.

Rechts hatte offenbar gewonnen und bekam von der Bühne eine Flasche Met oder ähnliches gereicht, welche die Runde unter den Kriegern machte und dann entleert (keine Glasflaschen im Naturschutzgebiet!) brav an den Sänger zurückgereicht wurde. Eine abschließende kleine Spitze gegen Volbeat hätten Skelfir sich vielleicht sparen können, aber sonst waren sie maximal unterhaltsam.

Danach gingen wir Kadaver aus Berlin anschauen. Die sollten ursprünglich am Freitag spielen, aber jeden Tag wurde die Running Order, grade für die kleine Bühne, nochmal ordentlich durchgemischt und das hat wirklich genervt. Einige Bands habe ich verpasst weil ich nicht mitbekommen hatte, dass deren Slot nach vorne getauscht worden war. Wenn man sich nicht ständig am Info Point aktualisierte war man mitunter Neese. Aber, Kadaver haben wir immerhin erwischt. Und das war auch gut so. Super entspannter Seventies-Retro-Rock mit Seifenblasen. Ich war danach total gechillt. Hat viel Spaß gemacht.

Im Camp mussten wir unbedingt noch mit unseren blau-roten Hamburger und Berliner Bundesliga-Bechern anstoßen. Alle vier Vereine waren vertreten.

Moonsorrow habe ich mir später auch angeschaut, aber wie bei Volbeat der Rock’n’Roll-Faktor live zurücksteckt, geht bei Moonsorrow der Folk-Anteil unter. Und das fand ich ziemlich schade.

Danach spielten kontrastreich Megadeth. Diejenigen die vor drei Jahren beim Big Four in Gelsenkirchen so grandios abgeluscht haben. Insofern war das Konzert jetzt Dave Mustaines letzte Chance. Megadeth fuhren LED-Rückwände mit hektischen Animationen auf, Dave sah furchtbar runtergekommen aus, performte auch nur mittelmäßig, aber der Sound war viel besser als beim letzten Mal und die Band rettete ihm wirklich den Arsch. Ich bin ein bisschen versöhnt. Zum eigentlichen Potential der Band ist noch viel Luft nach oben, das ist wohl wahr. Aber ich bin froh sie überhaupt wieder akzeptabel live gesehen zu haben, denn seien wir mal ehrlich: Unsere alten Thrash-Helden werden auch nicht fitter. Guckt Megadeth, Slayer und Metallica an wann immer ihr die Chance habt!

Freitag begann wieder am Strand wo sich abermals der Wasserstand geändert hatte und die Strömung der Tolminka mit sinkendem Pegel enorm zugenommen hatte. Also Luftmatratze rein und zum Mini-Rafting in den kalten Fluss. Und gleich nochmal!

Als wir vom Strand zurückkehrten entschied ein Kumpel seine leckgeschlagene Schwimmmatratze nicht wieder mit nach Hause zu nehmen sondern vor Ort schon zu entsorgen. Vorher musste das Ding aber nochmal prall aufgepustet werden damit sich dann alle mit Messern bewaffnet zum Massaker auf den Badekeks stürzen konnten.

Wir gingen später noch entspannt Lord Shades und Cruel Humanity anschauen, wobei mir grade letztere wirklich gut gefielen. Black Metal in Badelatschen.

Bei My Dying Bride wollten wir mal reingucken, aus Gruftiezeiten hatte ich den Namen noch vage in Erinnerung. Tatsächlich schafften sie einen beeindruckenden Spagat zwischen Gothic und Deathmetal. Im Publikum hielten sich gelangweilte Metalcore-Kiddies an ihrem Platz direkt vor der Bühne fest während neben ihnen dunkel geschminkte Mädchen total abgingen. Irgendwie lustig.

Als wir Ex-Grufties Natron, Ophelia und ich so nostalgieseelig beisammenstanden ergab sich auch der Titel für diesen Blogeintrag. Aus unseren T-Shirts.

In der Umbaupause wurden die erwähnten Kiddos dann immer hibbeliger und gingen später wohl bei Heaven Shall Burn total ab. Ich habe das nicht so gesehen weil ich weiter hinten stand und mir nur die ersten drei oder vier Songs anhörte. Metalcore halt. Nicht so meins. Vom Camp aus konnte man die Bühne aber auch noch gut hören und das Cover von Blind Guardians „Valhalla“ was Heaven Shall Burn da hinlegten war schon nicht übel.

Ansonsten zogen wir lange Hosen an und diskutierten im Camp ausführlich welche Songs des neuen Albums Sabaton wohl gleich spielen würden. Wäre es wohl möglich, dass sie mit „Night Witches“ statt traditionell mit „Ghost Division“ eröffnen? Von ihrem fetten Bühnenaufbau hatten wir im Laufe des Tages schon Einzelteile rumstehen sehen. Als wir dann aber vor der Bühne standen und zehntausend Leute den Countdown mitsangen, da war schon klar: Sabaton machen keine Gefangenen. Das Schlagzeug war auf und in einen Panzer gebaut. Aus seinen Kanonenrohren schoss er zum Einmarsch der Band Pyros ab.

„We are Sabaton and this is Ghost Division!“ Hätten wir das also geklärt. Die Party ging sofort los. Sabaton spielten ein paar neue Songs die wirklich gut ankamen, Herr Brodén quatschte zwischenzeitlich so viel, dass es sich seine Bandkollegen mit einer Dose Bier zum Picknick auf dem Panzer gemütlich machten und als sie für „Resist And Bite“ drei Gitarren brauchten musste er tatsächlich auch selber zur Klampfe greifen. Zur Demonstration seiner Gitrarrenskills spielte der Sänger ein paar Metalklassiker an und mir ging das Herz auf als das Publikum nach drei Tönen die erste Strophe von „Master Of Puppets“ sauber fertigsang. „You know your Metallica!“

Auch die Barleute waren mächtig am Mitfeiern, turnten auf ihrem Container rum und hatten irgendeine Konstruktion gebaut die Druckluft involvierte und es ihnen ermöglichte stapelweise Plastikbecher ins Publikum zu verschießen. Das bekam berechtigten Szenenapplaus aus der Menge.

Nachdem Sabaton dermaßen abgeräumt hatten war Tiamat auf der kleinen Bühne irgendwie keine Option mehr, außerdem dräute für den Abreisesamstag Unwetter und wir entschlossen uns, die Zelte eher zeitig abzubauen, was auch ein früheres Zubettgehen involvierte.

Der Samstag begann dann total unwetterfrei. Das Zelt was ich in seine Tasche faltete war trotzdem von oben noch taunass und hatte unten am Boden eine halbe Wiese kleben. Das wurde später auf dem Balkon getrocknet. Nach und nach machten sich die Fahrgemeinschaften vom Acker bis nur ein gut aufgeräumtes Stück Grün zurückblieb. Weil wir nur bis etwa Regensburg zu fahren hatten, gönnten Ophelia, ihr Freund und ich uns den Luxus erst noch im Tolminer Supermarkt Reiseverpflegung zu kaufen und dann gemächlich mit Option auf Zwischenstopps Richtung Predilpass aufzubrechen. Ich berichtete vom Fort Hermann was ich im letzten Jahr besucht hatte. Das lag auf dem Weg und für ein bisschen Wandern und Klettern waren die anderen beiden gerne zu haben. Also parkten wir an der Flitscher Klause, überquerten die mächtige Schlucht daneben und stiegen dann zur Ruine des Forts auf.

Auf dem Weg gab es schon einige Befestigungsanlagen, Munitionslager und Schützenposition. Und Kräuter. Der Koch kann an sowas nicht vorbeigehen. Ein Sträußchen Melisse schaffte es bis ins Auto und jedes Mal wenn man fortan die Kühlbox öffnete duftete das ganze Auto nach Melisse.

Im letzten Jahr hat mich das Fort schon total begeistert, weil ich aber ja meine Kamera damals verloren hatte konnte ich keine eigenen Bilder schießen. Das aufholen zu können war einer der Gründe warum ich meine Freunde zu diesem Ausflug gedrängt hatte. Und dann stehe ich endlich in der Ruine und zücke die Kamera und auf dem Display erscheint: „Akku fast leer. Bitte laden Sie die Kamera auf.“ Das ist doch nicht fair!

Glücklicherweise hat mir Ophelia aber eine von ihren zwei Kameras geliehen. Es kontne also losgehen. Die Umgebung, die während unseres Aufstiegs schon eine astreine Kulisse für verschiedenste Rollenspiele abgegeben hätte, mündete nun in dieser atemberaubenden Ruine. Tatsächlich sind es Steine im Wald, aber die komplett unrestaurierte Festung, die zerstörten Räume in denen sich die Natur schon wieder angesiedelt hat, die Korrosionen der Wände, Moos, Pfützen auf den Bodenfliesen und nicht zuletzt das von draußen schon heranziehende Gewitter erschufen mit ihrer Farbpalette und dem gigantischen Rumpeln des Donners eine so dichte Atmosphäre, dass ich mich dem unmöglich entziehen konnte.

Außer uns kletterte keiner in der Festung herum, also pirschte ich die meiste Zeit alleine durch die Trümmer eingestürzter Decken und fühlte mich ein wenig wie der Geist von Harrenhal.

Ich wollte unbedingt noch ein paar Artefakte mitnehmen, irgendwas was Teil des Forts war und dort eine Funktion erfüllt hat. Es lag inzwischen ja alles wie Geröll durcheinander, aber ich fand ein paar Bruchstücke von Bodenfliesen die als magische Schätze im Arsenal meines Gamecharakters erschienen.

So sehr das dichter werdene Donnergrollen zur schaurigen Stimmung in der Ruine beitrug, wir waren vernünftig genug zu entscheiden, dass es wohl nicht die beste Idee sei das Gewitter auf der Spitze einer Berges zu erleben. Auf dem Rückweg zum Auto mussten wir das grade durchlebte Rollenspieler-Level noch weiter ausspinnen, dem Kräutersammler kam die Rolle des Heilers zu und mir mit den Artefakten die Position der Zauberin. Wetterzauber hatte ich aber offenbar noch keinen in der Hexenschule gehabt, jedenfalls gerieten wir sehr bald in fetten Regen. Was halb so schlimm war. Ich war noch seelig geflasht von meinen Eindrücken und im Auto konnten wir ja alle auch trockene Shirts anziehen.

Wir stoppten nach Überquerung des Passes noch kurz am Lago del Predil, der sogar im Regen noch total schön ist. Noch schöner wenn drei Ninjas schwarze Kapuzenpullover anhaben.

Dann ging es in Tarvisio noch Pizza essen und von dort zog sich die Strecke doch noch ziemlich hin. Zum Glück konnten wir wieder einen Zwischenstopp machen und die herzliche Unterbringung bei Ophelias Verwandschaft machte auch die Rückfahrt deutlich einfacher.

Die Bade- und Gamerausflüge auf Hin- und Rückfahrt hatten das diesjährige Metaldays wunderbar eingebettet, aber auch davon abgesehen war es ein fantastischer Urlaub in Slowenien. Anders als die letzten Jahre, aber grade das hat es gebracht. Wir waren diesmal nicht in der tollen Klamm, dafür haben wir uns die Soča erpaddelt. Aus beiden Flüssen habe ich inzwischen so viel Wasser getrunken, dass ich mich auch zuhause noch mit ihnen verbunden fühlen kann. Musikalisch hat sich das Festival auch anders angefühlt, mit weniger Erwartungen und mehr Überraschungen. Es war definitiv eine gute Idee im Vorfeld die kleineren Bands zu recherchieren. Ich habe gefühlt weniger im Camp rumgesessen, definitiv mehr Bands gesehen und Baden waren wir auch total viel. Dazu noch der Triumph der Selbstüberwindung beim Springen vom Riesenfelsen und ich wüsste kaum was ich mir noch wünschen sollte.

Danke Metaldays, du bist ein wunderbares Festival! Ich stimme dem Biersponsor zu: Mehr braucht kein Mensch.

2 Kommentare zu “Trollmachineheart”

  1. Liese schrieb:

    Ich mag deine ausführlichen Festivalberichte, die mich auf die Metaldays überhaupt erst aufmerksam gemacht haben. Dieses Jahr war ich das erste mal dort und es hat sich wirklich gelohnt. Das bedarf einer Wiederholung. :)

  2. Mooseman schrieb:

    Ich glaub, dass ich dich bei Space Unicorn On Fire gesehen hab. Sicher sogar. Und noch ein paar mal öfter im Vorbeigehen, aber ich habs immer verkackt dich anzusprechen.
    Wow, ihr hattet ja echt ein Rahmenprogramm, wir haben es kaum mal geschafft was alternatives anzupacken. Mein Freund und ich haben noch eine Stadtour gemacht und sind einmal in beide Richtungen des Flusses gewandert, aber sonst wars eher nur Musik, chillen und co.

    Ich nehme mir nächstes Jahr ein Beispiel an eurer Unternehmungslust :D

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