The Lords of Summer shall return

1. September 2014 (16:59 h) – Tags: , , ,

Musik: Best of Megadeth. Nice. 

Ich hätte gerne noch mehr vom Metalsommer. Den, den man mit einem Captain-Cola in der Hand und Doublebass im Ohr verbracht hat. Wo es für Bandshirts schon wieder zu warm war und man erst abends Boots und seine Kutte rausgeholt hat. Meine Metallerinnen-Sommergarderobe hat sich entsprechend um folgende Teile erweitert:

1. Das Spitzen-Festivaltop

Beim Metalcamp (es heißt Metaldays, da muss ich mich wirklich mal dran gewöhnen) kann man am letzten Tag immer schon Tickets fürs nächste Jahr kaufen. Zum Sonderpreis, direkt vor Ort. Das haben wir im letzten Jahr gemacht und bekamen zu den Karten auch Shirts dazu. Ich hatte eigentlich ein großes T-Shirt, das wollte ich irgendwie umnähen. Dann stellte sich heraus, dass mein Kumpel für seine zwei Meter Körpergröße ein Girlieshirt in Größe M erwischt hatte. Das hätte vermutlich lustig ausgesehen. Wir tauschten trotzdem und sogar mir war das Girlie zu eng. Deshalb habe ich es dann ebenfalls umgenäht.

Bei meinen Türken habe ich nämlich günstigen elastischen Spitzenstoff in schwarz bekommen. Deshalb ist aus dem Shirt ein Tanktop mit Spitzenrücken geworden. Die Ausschnitte habe ich klassisch mit Jerseyband verarbeitet. Hinten sieht man den BH durch. Und obwohl ich sonst immer die Erste bin die über sichtbare Träger mosert, kann ich hier ziemlich gut damit leben. Mit einem Vorderverschluss-Ringerrücken-BH sieht es zugegeben noch etwas besser aus.

2. Das UMF-Kleidchen

Das hier ist wirklich aus einem großen T-Shirt entstanden. Aus einem sehr großen. 2XL, glaube ich. Das war ein Probedruck für das Wackencamp-Shirt des Jahres 2010. Natron hatte damals dieses coole darkthrone-mäßige Blackmetal-Logo entworfen was so gut ankam, dass die Freunde bis zum heutigen Tag fragen ob man das nicht nochmal nachdrucken lassen kann. Ich war 2010 gar nicht in Wacken, aber immerhin habe ich eins der raren Shirts abgegriffen.

Daraus habe ich dieses ziemlich simple Kleidchen genäht. Die Träger und das Einfassband am Ausschnitt sind aus Jersey, wie Schrägband verarbeitet und in der zweiten Runde von Hand angenäht. Am unteren Ende habe ich die existierenden Säume erhalten und die unterschiedlichen Längen durch kleine Schlitze in den Seitennähten versöhnt. Dieser etwas zipfelige Effekt da unten am Saum gefällt mir tatsächlich ziemlich gut, auch wenn er ursprünglich der reinen Faulheit geschuldet war. Das UMF-Kleidchen habe ich dieses Jahr in Slowenien fast nur angehabt weil es super bequem und ein idealer Kumpel für 35 Grad im Schatten ist.

3. Das Camo-Schmusekleid

Camouflage muss natürlich auch sein. Da bin ich offenbar ein größerer Freund von als mir bewußt war. Als ich auf dem Türkenmarkt vor einer Weile einen Rippjersey mit schwarz-grauem Tarnfleckmuster entdeckte, habe ich davon natürlich gleich zwei Meter mitgenommen.

Die sind nicht komplett in dieses Kleid geflossen. Als Schnitt dient der Tanktop-Basisschnitt an dem ich diesen Sommer rumgedoktort habe. Den habe ich zu einem simplen Kleid verlängert und die Ausschnitte wieder mit Jerseyband hinternäht. Wirklich keine große Sache, aber ein total schönes lockeres Kleidchen mit Schmusefaktor. Der Camo-Jersey ist nämlich innen angerauht. Kuschelig. Damit war er allerdings mitunter auch zu warm für die Hitze beim Metalcamp und ich spekuliere deshalb darauf, das Kleid noch ein bisschen in den Herbst rein tragen zu können.

3 Kommentare zu “The Lords of Summer shall return”

  1. irrlicht schrieb:

    Die Kleidchen sind ja süß geworden!

    Letztens hatte ich beim Bandshirtumnähen auch überlegt, ob es einen Rücken aus Spitze bekommt, mich dann aber aufgrund der BH-Problematik dagegen entschieden. Vielleicht ein anderes Mal, dann Festivalshirt gefällt mir nämlich sehr gut [und lustige Geschichte dazu ;)].

  2. Prinzenrolle schrieb:

    Ganz ernst gemeinte Frage:
    Warum tragt ihr jungen Frauen mit den hübschen Figuren überhaupt BHs?
    Die Frage beschäftigt mich schon länger – und dein Shirt mit dem Spitzen-Rücken gefiele mir ohne die optische Zerstückelung viel besser…
    Gruß, Petra

  3. Soda schrieb:

    @Petra: Ich denke, das ist eine Mischung aus physischen und psychologischen Gründen. Je größer eine Oberweite ist, umso mehr gerät sie ja beim Laufen, Treppensteigen, etc. in Bewegung. Wenn ich ein unterstützungsloses Bikinioberteil trage und damit rennen muss, halte ich meine Brust fest, sonst würde es weh tun. Ich mag außerdem den Look von sich deutlich abzeichnenden Nippeln nicht, bzw muss ich die (egal wie gearteten) Reaktionen darauf nicht haben. Dazu kommen sicher noch Argumente wie Konvention, Formungsmöglichkeiten und Prävention von Schwerkraftschäden.
    Eigentlich kein uninteressantes Thema. Insofern Danke für den Denkanstoß.
    LG
    Soda

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