Confetti on the floor

8. Januar 2016 (16:00 h)

Musik: Bester Song des Jahres: Iron Maiden - Empire Of The Clouds 

Ich tue mich etwas schwer das vergangene Jahr 2015 zu bewerten. In der zweiten Jahreshälfte ist es katastrophal abgestürzt und deshalb ist mein Blick zurück nicht ganz ungetrübt. Also gucken wir vorrangig auf die harten Fakten.

Ich habe Handarbeit betrieben im vergangenen Jahr, aber wirklich sehr wenig. Ein paar Geschenke, ein paar Sachen die ich tatsächlich brauchte, aber keine Prestigeprojekte. Nichts was nicht relativ schnell zusammengekommen ist (Sockenstricken ausgenommen…). Und viel Jersey, aber das ist ja nun wirklich nichts neues.

Meine Energie ist in andere Bereiche geflossen. Zum einen in den Sport, fürs Laufen habe ich immerhin auch zwei Tops genäht. Der therapeutische Effekt von gerannten Kilometern im Vergleich zu vernähten Stoffmetern ist vielleicht noch größer, und deshalb bin ich mehr draußen unterwegs gewesen als an der Nähmaschine.

Der zweite Konkurrent zur Handarbeit ist kein Neueinsteiger, sondern die nimmer endende Umgestaltung und Verschönerung meiner Wohnung. Da habe ich gefühlt die gleiche Energie reingesteckt wie 2014 schon. Stillleben arrangiert, Dinge an die Wände gehängt, Praktisches und Dekoratives und Bedeutsames gebaut. Ein paar Trödelfunde sind auch neu dazugekommen. Und dann gibt es noch das Projekt „John Walker“: Die jugendstilesk bemalten Balkontüren. Auf deren Enthüllung wartet ihr schon, ich weiß.

In Konzerten und Festivals gerechnet war es kein besonders geschäftiges Jahr. Ich hab allerdings zwei ganz tolle Urlaube verbracht (ich rechne das Metalcamp inzwischen eher als Urlaub ein, weil mir vor allem die sportlichen Aktivitäten außerhalb des eigentlichen Musikfestivals den Unterschied gemacht haben), war wandern, besichtigen, klettern, schwimmen und springen. Für Satyricon und das Elbriot bin ich nach Hamburg gefahren, für die Festung Königstein nach Sachsen, zu Ostern nach Chorin und im Sommer die immer gleichen tausend Kilometer nach Slowenien.

Gegen Ende des Jahres ist meine Musikbegeisterung irgendwie eingeschlafen und ich weiß nicht ganz warum. Wenn ich mein Album des Jahres bestimmen sollte würde ich auf die sichere Bank setzen und Blind Guardians „Beyond The Red Mirror“ wählen, einfach weil ich überhaupt nicht genug anderes Zeug gehört habe bzw mich für irgendwas begeistern konnte. Neuerscheinungen von Slayer, Trivium und Disturbed rangierten zwischen „Okay, das hatte ich erwartet“ und „Uhh, was soll das denn?“ Eine Ausnahme ist allerdings der Song „Empire Of The Clouds“ der auf dem aktuellen Maiden-Album drauf ist. In meinen Augen eine epische Meisterleistung, einem „Ancient Mariner“ absolut ebenbürtig. Hört ihn euch an, der ist ganz, ganz groß!

Zum Schluss noch ein Blick auf die bescheidene Kategorie „bodymod“. Im Januar habe ich mir ein Nostril stechen lassen, das zickt mitunter rum, ist aber immernoch drin. Im Sommer kamen die Anfänge des „Lebenslied“-Tattoos dazu. Seitdem sind immer entweder mein Tätowierer oder ich krank gewesen und wir haben schon viel zu viele Termine wieder absagen müssen. Vielleicht gehts im Februar endlich mal weiter. Erschreckend unproblematisch dagegen der Dermal Anchor den ich mir im Oktober habe übers Bauchnabelpiercing setzen lassen. Ich hatte erwartet, dass der lange zum Abheilen braucht, sich wie damals das Bauchnabelpiercing erstmal entzündet, aber nix. Eingesetzt, nach ein paar Tagen waren Bluterguss und Rötung weg, seitdem ist er einfach da und glitzert.

Für 2016 habe ich Pläne und auch schon fleißig begonnen sie umzusetzen. Bereits in der ersten Januarwoche habe ich mich für den Potsdamer Halbmarathon im Sommer angemeldet und meinen Job zumindest vorübergehend auf eine Teilzeitstelle reduziert. Ich will nicht leugnen, dass das alles Maßnahmen sind die mir helfen sollen mein derzeitiges mentales Tief in den Griff zu kriegen. Und dann werden wir sehen was 2016 so in der Schublade hat.

8 Kommentare zu “Confetti on the floor”

  1. Centi schrieb:

    Na, dann hoffen wir mal, dass das neue Jahr nur Gutes bringt. Oder überwiegend, nur wär vllt auch wieder unheimlich. =)

    Und Jesses: Halbmarathon…!

  2. Salíce schrieb:

    Liebe Soda,
    ich wünsche dir alles Gute für 2016!

  3. Andrea schrieb:

    Liebe Soda, ich wünsche dir von Herzen, dass in diesem Jahr alles gut werden wird und dass du es schaffst, dein – wie du schreibst – mentales Tief zu überwinden. Ich weiß – manchmal ist das Schicksal echt ein A****loch! ;) Tolle Sachen hast du gemacht im letzten Jahr und ich folge deinem Blog nach wie vor sehr gern. Du hast mich im letzten Jahr – jetzt, da ich wieder allein lebe – dazu ermutigt, auch einmal selbst den Schraubendreher oder die Bohrmaschine in die Hand zu nehmen, zu malern und zu kleistern und den Baumarkt unsicher zu machen und mich auch von Misserfolgen nicht abschrecken zu lassen. Dafür danke ich dir! Alles wird besser! Liebe Grüße aus NRW

  4. Eliandhra schrieb:

    Liebe Soda, von mir auch alles Gute für 2016. Ich dachte das gleiche wie Andrea – das Schicksal ist manchmal ein Arschloch. Das mir dem mentalen Tief kenne ich grad zu dieser Jahreszeit auch, aber hey, seit dem 21.12. werden die Tage schon wieder länger. Mir hilft das immer sehr.
    Liebe Grüße!

  5. Stitched Teacups schrieb:

    Liebe Soda,

    ich wünsche dir ein phänomenales 2016 und hoffe, dass sich dein mentales Tief mit leckeren Smoothies und Lauferfolgen vertreiben lässt.
    Ich finde, du hast 2015 einiges geschafft und kannst auf die Ergebnisse stolz sein. Ich steh ja immer noch hart auf das Corpse Paint-Täschchen. :D

    Liebe Grüße!

  6. Rattentod schrieb:

    Alles Gute für 2016! Und ‚Empire of the Clouds‘ ist auch mein Lied des Jahres. Da haben Maiden mal wieder was ganz Großes abgeliefert.

  7. Fait schrieb:

    Wow! Das klingt nach nem richtig harten Jahresabschluss.
    Dann wünsch ich dir für 2016 jede Menge Silberstreifen am Horizont und genug Kraftreserven für die letzten Meter bis zur Bergspitze, den da ist die Aussicht aufs Leben doch immer noch am Schönsten :)

  8. thalea schrieb:

    Is‘ so ätzend, wenn das Jahr mal gut anfängt und dann grad am Ende voll reinkracht! :/
    Ich wünsche dir alles Gute!

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