Sommerhosen nach Burda

27. April 2011 (22:31 h) – Tags: ,

Momentan nähe ich viele Sommersachen, darunter auch einige leichte oder kurze Hosen. Schlunzige, pluderige Hosen mit tiefem Schritt gab es bis zum letzten Sommer in meiner Garderobe nicht, da wäre also noch einiges aufzuholen. Außerdem sind Hosen, die so bequem sind, dass man damit prima vorm Rechner rumgammeln kann, aber auch so schick, dass man damit ungeniert ausser Haus gehen kann eines der wichtigstens Elemente des urbanen Kleiderschrankes. Als solche habe ich eine Abwandlung von Burdas Strandhose 118 aus dem aktuellen Heft 05/11 genäht. Als Material habe ich schwarzes Leinen-Viskose-Mischgewebe verwendet. Den Schnitt habe ich eine Größe größer als üblich abgezeichnet und die Hosenbeine ab dem Knie grade nach unten laufen lassen, so sind sie am Saum etwa 50 cm weit (das könnte man gut und gerne auch auf 60 cm Umfang erweitern). Dort habe ich Rippbündchen mit Gummizug angesetzt. Ebenso habe ich den Bund aus Rippmaterial mit breitem Gummizug und ohne das Bindeband der Originalversion gearbeitet.

     

Die Hose sitzt so locker auf Hüfte, gleichzeitig rutscht der Schritt etwas nach unten. Die Hosenbeine sind schon im Original überlang, bei mir stucken sie dadurch schön über ihrem Bündchen. In Leinen trägt sich das ganze sehr angenehm, sieht auf den ersten Blick nach Jogginghose aus, ist aber durch das Material edler. Ich mag auch die unbemühte Rückansicht. Ich weiß, dass mein Hintern schön ist, ich muss den nicht dauernd zeigen ;)

Ganz grauenvoll unscharf und katzenhaarbefusselt sehen wir hier noch die Hüftpassentaschen für die Burda diesen eckigen Eingriff vorgeschlagen hat. Hab ich genau so übernommen und gefällt mir gut. Insgesamt eine sehr fix genähte, saubequeme, lässige Sommerhose. Kann ich jedem empfehlen der noch einen lockeren Kombipartner für kleine Tops und enspannte Sommertage sucht.

Die zweite Hose für heute ist weniger entspannt, erlaubt aber mehr Sonne auf den Beinen. Diese kleine Shorts ist Modell 111 A aus der Burda 10/2010. Dort ganz entzückend in gelbem Wollstoff gearbeitet. Ein bisschen habe ich den Verdacht, dass die Shorts 105 aus dem Heft 05/11 eine wiederaufbereitete Version des selben Schnittes, nur für Webstoffe, sind. Ich hab die Schnitte aber noch nicht aufeinandergelegt, daher ist das nur eine Vermutung. Ist auch egal, ich habe den Schnitt ja selber für Webstoff verwendet.

     

Wie wir sehen, habe ich eine camobedruckte Baumwolle verwendet. Der Schnitt sieht keinen Bund vor, das ist ganz nett, vor allem natürlich bei Wollstoff. Ich mag auch die schrägen Tascheneingriffe und großen Hüftpassentaschen. Hinten sind zwei Paspeltaschen, die kann ich inzwischen, mach ich auch gerne bei Hosen.

Was ich nicht mochte und was auch bei patternreview.com kritisiert wurde: Die Shorts sind wirklich kurz! Auf dem Bild im Heft kam das nicht so raus und ich habe die Länge nicht vorher am Schnitt nachgemessen. Aber die fertige Hose war definitiv zu kurz. Unanständig! Deshalb habe ich diesen gefakten Aufschlag an den Saum gesetzt. Außerdem, und auch das haben die Kolleginnen auf PR bereits bemängelt, sitzt die Hose enger als die üblichen Modelle. Schneide ich die Größe zu, die Burda meinem Hinternumfang zuordnet, sitzen Hosen meist angenehm und eher locker. Diese sitzt trotz normaler Größe recht eng, man hätte also auch getrost eine Größe größer nehmen können.

Es würde vielleicht schon reichen die Hose oben etwas einzukürzen, dann säß sie hüftiger und vermutlich auch lockerer. Aber da das ja mit Besatz und ohne Bund gemacht ist… habe ich kaum Lust auf so viel Änderungsarbeit. Mal sehen. Wenn ich mich dabei ertappe die Hose nicht zu tragen werde ich sie ändern.

Ein Kommentar zu “Sommerhosen nach Burda”

  1. Augenwassersucht/Wolfskind schrieb:

    Oh, die Hose sieht sehr nach Metalcamp aus. Jetzt noch Hut und derbe Stiefel kombinieren und man fragt sich, wo du das Bier abgestellt hast. Und beginnt den Festival Staub zu vermissen…

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