Unmoderne Kunst

24. Mai 2011 (16:01 h) – Tags: , ,

Vor einer Weile hatte ich erzählt, dass ich bei meiner Mutter Treppenhaus und Flur renoviert habe. Inzwischen ist die Farbe trocken und wir haben die ganze Aktion jetzt abgeschlossen indem wir die 73 Bilder die bei meiner Mutter im Treppenhaus hängen wieder an die Wände gebracht haben. Eins hab ich mir allerdings unter den Nagel gerissen.

Das habe ich, wie der Datierung zu entnehmen ist, 1997 mit Ölfarben auf Leinwandkarton gemalt. Die Vorlage war ein winziger Ausriss aus einer Fernsehzeitung. Erstaunlicherweise gefällt es mir immer noch, auch wenn die Gruftiephase in den letzten vierzehn Jahren doch schon deutlich abgeklungen ist ;) Ich mag Ölfarben, sowohl in der Verarbeitung als auch im Endergebnis. Und den Geruch von Leinöl toppt so schnell auch nichts. Leider ist es immer so eine elendig langatmige Angelegenheit und ich habe in den letzten Jahren ohnehin sehr sehr wenig gemalt.

Da ich nun aber endlich mal eins meiner alten Bilder wieder zurück nach Hause geholt habe (die meisten habe ich wirklich verschenkt), sollte es auch eine schöne Präsentation bekommen. Ich glaube, ich hatte damals für ein Passepartout gemalt, habe es dann aber doch weggelassen. Heute habe ich nun eins aus schwarzem Papier geschnitten. Braun wäre mir lieber gewesen, ich hatte aber in keinem meiner zahlreichen Ton- und Farbpapierblöcke einen schönen Braunton.

Weil das schwarze Passepartout ein wenig zu heftig war, habe ich noch Jugendstil-Schnörkel und Linien mit goldfarbenem Gelstift aufgezeichnet. Jetzt ergänzt das Bild die Sammlung alter Fotografien und Kitschteile im Schlafzimmer. Hätte ich ein eigenes Treppenhaus, hätte ich auch mindestens 73 Bilder dort zu hängen.

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