Blackmetalhippie

4. Mai 2015 (17:42 h) – Tags: ,

Musik: Powermetalglücklich mit (schon wieder) Avantasia 

Schon vor einer Weile hatte ich die Idee irgendwelche blackmetal-mäßigen Untersetzer für den Couchtisch im Wohnzimmer zu machen. Ursprünglich wollte ich Pentagramme und anderes magisches Gezier mit Satinstich auf dicken Filz sticken, aber das scheiterte daran, dass ich spontan keinen entsprechenden Filz auftreiben konnte. Neulich im Bastelladen, wo ich eigentlich nur Batikfarben kaufen wollte, hupfte mich dann was anderes an. Mit Glitzer beschichtetes Moosgummi. Muhahaha. Also habe ich Moosgummi-Marketerien gemacht.

Neben dem Pentagramm habe ich noch das Motiv vom Slayer-Album „God Hates Us All“ und den Schwarzen Schwefel aus King Diamonds Logo verwendet. Im Prinzip sind sie alle gleich hergestellt: Für die Motive habe ich Schablonen gemacht und damit die Linien auf die Rückseite der Gummiplatten gebracht. Dann alle Einzelteile der Motivs jeweils aus hell und dunkel ausgeschnitten. Dabei darf man natürlich keinen Abfall produzieren, also nicht den „Hintergrund“ mit der Schere zerschneiden um an das Motiv zu kommen. Alle Teile werden danach nämlich neu zusammengesetzt und man erhält immer ein dunkles Motiv auf hellem Grund und ein helles auf dunkel. Unter die Motive habe ich noch eine Lage dickes schwarzes Moosgummi geklebt, damit sind die Untersetzer schön stabil und nichts fällt auseinander.

Es gibt das Glitzermoosgummi noch in ganz vielen Farben, ich behalte das also mal als Geschenkidee im Hinterkopf. An diesen beiden Tönen ist aber toll, dass in dem schwarz noch ganz dezent buntes Glitzer drin ist und das weiß (es ist eigentlich mehr hellgrau) komplett irisierend ist. Glitzer, egal welcher Couleur, ist vermutlich für spaßbefreite Blackmetaller schon wieder nicht trve genug, aber ich stelle da Yogitee und alkoholfreies Weizen-Radler drauf. Get over it.

Spaghetti Nostromo

27. April 2015 (20:34 h) – Tags: , , ,

Musik: Machine Head - Crashing Around You (live) | Stimmung: Das erste Frühlingsrezept aus meinem Jahreszeiten-Kochbuch probiert. Mjammi!

So ein Projekt was sich unnötig verzögert hat ist aus dem geworden was im letzten Oktober mit der Herstellung von Nostromo-Crew-Patches (wir reden über den ersten „Alien“-Film) anfing. Diese Aufnäher, die echt nicht wenig Arbeit gemacht haben, waren relativ schnell fertig. Auch der zweite den ich nicht extra gebloggt hatte. Dann entschied ich aber, dass mir der untergeschlagene Rand zu unordentlich wäre und verstürzte den ersten Aufnäher mit einem hellen Batist. Das war viel besser. So ließ ich es dann liegen. Ewig.

Nun hat es mich aber gebissen und nachdem ich heute die Duschhalterung im Bad festgeschraubt hatte, die auch schon seit meinem Einzug vor zweieinhalb Jahren klapperte, habe ich mir Projekt Nostromo nochmal zur Brust genommen. Der zweite Aufnäher wurde genau wie der erste mit einer Rückseite aus Batist verarbeitet. Dann recherchierte ich nochmal die Details des Shirts auf dem im Film diese Aufnäher befestigt sind und entschied was davon ich übernehmen und was weglassen wollte. Weil es ja schon ein Shirt werden sollte. Retro-Sci-Fi für den Alltag.

Weil ich schon cremefarbenen Jersey gekauft hatte, konnte ich auch ziemlich gleich loslegen. Einen Rest in khakifarben hat mir freundlicherweise Natron überlassen, denn irgendwer hat sämtliche panzergrünen Jerseyreste in meinem Bestand dunkelblau eingebatikt. Wenn ich den erwische! In grün habe ich nur die Ärmelbündchen gemacht. Am Kragen kommt original auch noch was in der Farbe vor aber nicht bei mir.

Ebenfalls weg ist die aufgesetzte Brusttasche. Da hatte ich einfach keine Ambition den Jersey so akkurat zu verarbeiten. Meine alte Nähmaschine hat weder Oberstofftransport noch elastischen Gradstich, das hätte sich doch bloß bis in alle Ewigkeit verzogen. Dafür habe ich die waagerechte Naht über der Brust inklusive Laschen beibehalten. Sonst wäre das Shirt doch zu schlicht geworden.

Der Schnitt ist mein klassischer Modell-„T“ ohne Weitenänderung. Ausschnitt mit Jerseyband, Saum mit Flatlock verarbeitet. Wie gesagt, es gab KEINEN Grund das so lange liegen zu lassen.

Im Film ist links noch ein kleiner Aufnäher auf der Brust. Der ist soweit ich das sehe nicht sehr aufwändig. Mag also sein, dass ich den noch hinzufüge. Im Herbst dann.

I don’t wanna fade but I ain’t gonna run

25. März 2015 (16:04 h) – Tags: ,

Musik: Metallica - For Whom The Bell Tolls | Stimmung: Gute Pläne für die nächsten Wochenenden gemacht!

Natron hat vor einer Weile darüber geschrieben, dass sie Anfang des Jahres mit dem Laufen angefangen hat. Nun sind schon bald drei Monate rum und wir laufen beide immer noch. Ja, ich auch. Nachdem ich am ersten Januar mich noch über Menschen lustig gemacht habe die das Jahr statt mit einem anständigen Kater mit einem Neujahrslauf beginnen, hat mich ein paar Tage später Natrons Entschluss nicht in Frieden gelassen. Da bin ich offenbar doch zu konkurrenzorientiert, ich musste mitmachen.

Meine Laufstrecke ist der Treptower Park bzw Plänterwald. Da ist es etwa so schön wie bei Natron an der Alster. Zu den Highlights meiner Streckendekoration gehören eine historistische Steinkatze, die Schlafplätze der Dampfer mit denen ich als Kind Ausflüge gemacht habe, das mächtige Sowjetische Ehrenmal sowie die umgestürzten Dinosaurier im Spreepark.

Die Fortschritte die man in einem Vierteljahr macht wenn man vorher noch nie gelaufen ist sind enorm. Ich gehe jeden zweiten Tag laufen und habe es bisher auch immer geschafft den Heute-nicht/Ist-kalt-draußen/Bin-müde-Schweinehund niederzuringen. Und dafür muss man sich auch mal belohnen, finde ich. Zum Beispiel mit neuen Sportklamotten. Neben der lässigen Markenleggins die ich neulich gekauft habe sind auch ein paar selbstgenähte Tops in den Schrank eingezogen.

Das hier ist aus einem Polyestermesh mit größeren Löchern entstanden. Der Stoff lag schon eine Ewigkeit im Regal, gekauft vor locker zehn Jahren für Gruftieklamotten. Hätte er sich wohl nicht träumen lassen, dass er mal so sportlich wird (Das gleiche denke ich auch oft wenn ich an der Insel Der Jugend vorbeilaufe auf der wir früher oft gruftig feiern waren. Man sieht sich immer zwei Mal).

Die Säume habe ich mit schwarzem Jerseyband verarbeitet, am Bund ein etwas breiteres Bündchen angesetzt. Da wollte ich erst einen Flatlocksaum machen aber das wollte der zarte Stoff nicht. Und bevor das Shirt dann zu kurz wird habe ich den Bund lieber breiter gemacht, sieht auch nicht schlecht aus.

Mit Sport-BH ist man ja fast schon vollständig angezogen, deshalb habe ich mit der Transparenz des Tops keine Probleme. Irgendwann wirds ja auch richtig warm und dann ist weniger Klamotte mehr, denke ich.

Hier ist auch Transparenz bei, aber eher dezente. Den Mesheinsatz am Rücken habe ich mir bei einem Kaufshirt abgeguckt. Die ziemlich bunte Polyesterjersey stammt von Buttinette. Ich stehe ja sehr auf Regenbögenfarbverläufe. Außerdem hatte ich in der Schule mal Ordner die fast genauso gemustert waren.

Die Verarbeitung grade um das Mesh herum war nicht ganz trivial aber hat am Ende total gut funktioniert. Ich denke den Schnitt werde ich sicher noch weiter verwenden.

Die Kollegen vom Hausaltar

15. März 2015 (16:41 h) – Tags: , , ,

Musik: Machine Head - Game Over 

Ein sehr gutes Wochenende sieht so aus: Freitag Besuch von Natron bekommen, mit ihr Laufen gegangen, dann auf den Türkenmarkt, später zusammen gekocht und die halbe Nacht Musik gehört, Räucherstäbchen abgebrannt und über Gott und die Welt geredet. Am nächsten Tag zusammen auf den Trödel gegangen und Schätze gefunden, nochmal gut gegessen und abends dann mal wieder wenigstens eine Kleinigkeit genäht.

Auf dem Türkenmarkt habe ich endlich schwarzen Polyesterjersey bekommen. Ich will daraus Sportklamotten nähen, und es war gar nicht einfach den Stoff aufzutreiben. Überall nur Baumwolle! Ich meine, nichts gegen Naturfaser, aber beim Sport ist Kunstfaser angenehmer weil sie so schnell wieder trocknet.

Der Trödel auf dem Fehrbelliner Platz war witterungsbedingt extrem zusammengeschrumpft, und ich habe die Händler auch wirklich nicht darum beneidet bei Wind und Niesel an den Ständen rumzufrieren.

Diese gar nicht sehr große Figur war mein erster Fund. Eine Art Wächterlöwe mit Kerzenhalter auf dem Rücken. Passt super ins panasiatische Wohnzimmer und ist erstmal auf dem Couchtisch eingezogen.

Für insgesamt zwanzig Euro habe ich noch diese drei Bilderrahmen mitgenommen. Den mittleren habe ich erstmal wieder zusammengetackert, der fiel fast auseinander. Wenn ich irgendwann ein Acrylglas für die Pool-Nymphen zuschneiden lasse dann kann ich auch diesen Rahmen hier Gläser spendieren, dann sind sie wieder topfit. Alternativ hätte ich, seit ich neulich ein wenig mit Acrylfarben gemalt habe, wieder Lust mehr zu malen, vielleicht auch mit Öl dann braucht es gar kein Glas drüber.

Auf jeden Fall möchte ich aber noch versuchen den hinteren Rahmen mit den jugendstilartigen Blumenmuster abzulackieren. Da hat nämlich irgendwann so ein Flachkräcker den Rahmen mit Goldfarbe übergemalt. Und damit Blattgold und Charme ruiniert. Macht das nicht, Leute! Ich will versuchen die Goldfarbe mit Chemikalie abzulösen, wie das am besten geht muss ich noch erforschen.

Und weil ich dann so drin war im Wohnzimmer rumzudekorieren und Natron mir auch ein ganz wunderschönes Patchworkdeckchen mitgebracht hat, fand ich es könnte noch viel mehr so Deckchen geben. Zum Beispiel für die Ecke auf der Fensterbank. Dort steht die Lavalampe die ich neulich aus dem Keller geholt habe. Als die Dinger in den Neunzigern nochmal modern waren habe ich mir diese gekauft und bin immernoch ein großer Fan von dem beruhigenden Geblubber und den tollen Farben. Für meine alte Lampe habe ich allerdings erstmal eine Austauschflasche gekauft. Die Flüssigkeit bleicht mit der Zeit und auch das Wachs wird immer zäher, deshalb verkauft der Hersteller Ersatzflaschen und so habe ich jetzt wieder eine nagelneue Lampe, quasi.

Die Lampe ist violett mit orangefarbener Lava, und auch die restliche Deko dazu hat violett und gold drin, also habe ich das Deckchen ebenfalls in den Farben gestaltet. Den Acetatsamt hatte ich noch da, ebenso die Pailletten und Satinbänder, den Rest hat Freitag der Markt spendiert. Daraus habe ich Samstag Abend fix ein Deckchen mit viel Borte genäht.

Jetzt haben Lavalampe und Buddhafigur einen kleinen Teppich auf dem sie sitzen und der die ganze Ecke schön zusammenhält. Farblich total passend ist die zerbrochene Achatdruse die ich umso mehr liebe weil sie kaputt wie ein gebrochenes steinernes Herz wirkt und damit ein Übermaß an Poesie auf die Fensterbank bringt.

God is an illusion

22. Februar 2015 (19:54 h) – Tags: , , ,

Musik: Machine Head - None But My Own 

Vor einer Woche ging der verdammte Reißverschluss an meiner Winterjacke kaputt! Ich mag die Jacke wirklich sehr, aber nachdem ich schon beide Taschenbeutel repariert und das Ärmelfutter eingekürzt habe ist das hier etwas zu viel Audience Participation. Ich habe weniger als keine Lust den Zipper da rauszufummeln, einen neuen (der auch erstmal fast zehn Euro gekostet hat) reinzutüddeln und das ganze dann wieder zuzunähen. Die Jacke hat noch einen Übertritt mit so Industriehaken, damit kann man sie auch erstmal zumachen. Und genau das werde ich auch die ganze nächste Woche noch tun, denn an diesem Wochenende habe ich den Reißverschluss nicht ausgetauscht.

Ich habe Sport gemacht, eingekauft und gekocht und die restliche Zeit in ungesunder Körperhaltung am Boden oder Arbeitstisch gehockt und Acrylfarbdämpfe eingeatmet. Es ging weiter mit dem Projekt „Hausaltar“.

Erstmal habe ich die Rückwand fertig gemacht. In die Mondstrahlen kamen noch angejugendstilte Ornamente und ein paar dekorative Symbole habe ich auch noch rausgesucht. Chakren, nichts womit man aus Versehen den Teufel heraufbeschwört.

Den Styroporrahmen habe ich dann auch zusammengesetzt, mit der Heißklebepistole. In Tradition des Seerosen-Rahmens wurde er erstmal schwarz grundiert. Nachdem das über Nacht getrocknet war habe ich heute mit abgedunkelter Goldfarbe drübergewischt und ein paar Highlights mit der glitzerigen Schablonierfarbe gesetzt die mir eine Kollegin neulich mitgebracht hat (<- hab mir in der Firma schon den Ruf des Bastlers erarbeitet).

Und dann kamen wir also unweigerlich zu dem Regalbrett was die Abstellfläche des Hausaltars sein soll. So richtig wusste ich nicht was ich damit machen wollte. Nur schwarz-gold mit Strahlen konnte es nicht bleiben. Ich hab also die goldenen Bereiche wieder schwarz übergemalt. Weil die Goldfarbe aber damals nur schwer gedeckt hat und ich drei Schichten auftragen musste sieht man die Strahlen noch immer als Relief. Ich *hätte* das anschleifen können, aber ganz ehrlich, dafür war ich schlicht zu faul heute.

Als schwarz getrocknet war habe ich dunkelbraun drüber gemalt und beim Pinseln spontan versucht eine Art Holzmaserung hinzufaken. Und das ist viel besser geworden als ich erwartet hätte!

Hier sieht man das mit dem Strahlenrelief ganz gut. Mich stört es nicht wirklich, ich finde die Geschichte hinter den Dingen muss man nicht immer unsichtbar machen.

Es liegt auch schon bereit die Karte „Stäbe drei“ aus dem Tarot Mucha was ich neulich als Jugendstil-Referenz-Datenbank gekauft habe. Den oberen Teil der Umrandung habe ich ausgewählt um ihn als Schnörkel aufs Brett zu bringen.

Den Schnörkel habe ich freihand nachgemalt, dafür ist er okay geworden. Die Goldfarbe habe ich hier mit gelbem Ocker gemischt damit sie gleich beim ersten Mal deckt. Das hat geklappt.

Beim Schnörkelmalen hatte ich viel Zeit über die restliche Gestaltung des Brettes nachzudenken. Weil mir das mit dem Auge beim ursprünglichen Design gefallen hat, entschied ich wieder ein Auge unterzubringen, am besten in den leeren Bereich in der Mitte wo beim Tarot die Zahl steht.

Und das ging dann ein bisschen mit mir durch. Zwischen „stilisiert“ und „total ausgearbeitet“ habe ich keine Abstufungen gefunden, deshalb ist es halt letzteres geworden. Hat Spaß gemacht und war eine gute Übung mit Acrylfarbe.

Nun will ich noch den unteren Bereich des Brettes füllen. Aber da weiß ich noch nicht so genau. Ich hätte noch einen Spruch, der aus der gleichen Vorlage wie der auf dem Mondbanner stammt und deshalb genauso nach Songtiteln von Kataklysm und Blind Guardian klingt (tatsächlich hat Vader einen Song namens „The Eye Of The Abyss“, wie ich zufällig ergoogelt habe). Aber ob ich nochmal ein Schriftband mache…?

Vielleicht schreibe ich es auch einfach nur aufs Holz. Oder ich finde noch ein paar dekorative Symbole und mache was mit Farbe.

Das Universum an der Wohnzimmerwand

12. Februar 2015 (09:43 h) – Tags: , , ,

Musik: Trivium - No Hope For The Human Race 

Habe fast drei Wochen nichts gebloggt, das ist sogar mir aufgefallen. Ich könnte jetzt Ausreden ins Feld führen. Zum Beispiel dieses unglaubliche neue Album was Blind Guardian da veröffentlicht haben und was ich, in einem Ansatz seine epische Tragweite zu verstehen, rauf und runter höre. Oder die Katzen die immer geflauscht werden müssen. Aber es reicht auch einfach zu sagen: Hab halt nichts zu erzählen gehabt. So.

Wir haben Zeit auf dem Sofa verbracht, die Flauschfraktion und ich. Haben Alien geguckt und Live-DVDs von Bands. Ich habe gestrickt und mit dem Klapprechner das Internet durchkämmt. Und irgendwann hatte ich halt wieder Bock was selber zu machen. Und Glück, dass sich im Wohnzimmer immer noch irgendein unfertiges Projekt findet. Ich habe also Projekt Hausaltar in Angriff genommen.

Jetzt nehmt das „Altar“ in Hausaltar bitte nicht zu wörtlich. Ich verstehe das im besten Sinne als einen Platz wo ich meinen spiritistischen Dekokram hinstellen kann. Das Universum weiß dann schon was ich meine.

Der Hausaltar soll im Prinzip aus einem geschwungenen Regalbrett und einem bilderartigen Hintergrund für die Sachen auf dem Brett bestehen. Wie genau dieser Hintergrund aussehen soll war mir lange Zeit unklar, erst Ende letzten Jahres hatte ich eine gute Idee, die ich jetzt auch so umsetze. Das Regalbrett war schon länger fertig, das hatte ich bemalt. Und werd es jetzt nochmal komplett umgestalten weil es nicht mehr zu dem neuen Hintergrund passt.

Erstmal habe ich aber diesen Arbeitstisch aufgeräumt. Downloads würden da keinen Platz wegnehmen, aber ich kaufe immernoch viel lieber CDs. Wegen der Artworks und Booklets und der Hintergrundgeschichten zu den Konzeptalben. Blöderweise ist im Bücherregal kaum mehr Platz für die vielen CDs und so liegen sie ewig vor der Anlage rum. Um das Problem muss ich mich ein andermal kümmern.

Hier sehen wir links das Regalbrett wie ich es ursprünglich bemalt habe. Dann sehen wir den Hintergrund, den habe ich aus drei kleineren Teilen zusammengesetzt und in Form geschnitten. Ich verwende hier wieder mit Glitzerpapier kaschiertes Plastik. Wie auch beim Parfumregal, und es sind wieder Vitrinenrückwände die auf Arbeit abgefallen sind. Rechts liegen zugeschnittene Stuckleisten aus Styropor, die werden den Rahmen für das Glitzerzeug bilden.

Das ist soweit schonmal ein Plan. Aber hatte jemand erwartet, dass ich mich mit dunkelblauem Glitter als Rückwand zufriedengebe? Nur weil es dunkelblau ist und glitzert? Es gab, bevor diese Platten auftauchten, die Idee den Hintergrund zu malen, so mit Universum und Mond und Chichi. Und wenigstens etwas davon wollte ich hier hinüberretten. Ich probierte also aus, ob und wie sich das Glitzer mit Acrylfarbe bemalen lässt und war total begeistert von den Möglichkeiten. Wenn man grundiert kann man die Farben darauf ganz normal verwenden, wenn man sie runterverdünnt kann man auch direkt auf dem Glitzer transparent und aquarellartig malen. Also was will man mehr.

Ich konstruierte den Mond, schnitt eine Vorlage aus Papier und übertrug ihn. Dann fing ich glücklich an die Bereiche schwarz und weiß zu grundieren und später Schatten und Krater aufzumalen. Super.

Und dann dämmerte es mir. Der Mond sieht so zwar schön rund aus, aber ist mein schattierter Bereich nicht genau da wo das Licht herkommt? Ach, fuck! Also wieder übergemalt. Den schwarzen Bereich einen Ticken mehr blau gemacht und den hellen weniger schattiert, nur so allgemein ein paar Unebenheiten angedeutet.

Zwischenzeitlich habe ich in einem Hermetik-Buch noch einen guten, alles-und-nichtssagenden Spruch gefunden und für diesen ein Spruchband über den Mond gezeichnet. Und dann Strahlen nach unten, weshalb die Strahlen auf dem Regalbrett weg müssen.

Das ist der momentane Stand, das ist noch nicht fertig. Mit den Strahlen habe ich noch was vor und den Styroporstuck will ich auch noch anmalen und dann wie gesagt das Brett neu machen. Da soll auch noch etwas Deko dran um die Winkel drunter zu verdecken und erst dann kann der ganze Kram an die Wand. Fühlt sich schon gut an wieder ein etwas größeres Projekt zu machen.

Rebellion In Dreamland

21. Januar 2015 (15:58 h) – Tags: , ,

Musik: Blind Guardian - Altair 4 

Es ist Januar, wir haben so durchschnittlich vier Grad und ich habe Shorts genäht. Warum grade jetzt kann ich auch nicht sagen. Der Stoff lag schon ziemlich lange und ihr werdet gleich sehen warum ich ihn damals unbedingt kaufen musste. Weil Regenbogen. Das ist sowas, was mich immer instant glücklich macht. Regenbögen, Einhörner, Glitzer.

Nun habe ich also spontan peacige Happyshorts genäht. Kam so über mich nachdem ich festgestellt habe, dass alle meine anderen Shorts inzwischen zu groß geworden sind und ganz locker rumschlabbern was doof aussieht. Das ist ein bissschen ärgerlich weil ich die nun alle umnähen kann und grade die für teuer Geld gekauften so viel Nieten und Zipper und Chichi dran haben, dass das keine ganz einfache Aufgabe werden wird. Aber besser als wenn sie zu eng wären, nech?

Rainbowshorts sind nach dem fix überarbeiteten Schnitt der Wackenshorts von 2012 entstanden und ich habe mir extra viel Mühe gegeben die Taschenspiegel und auch die aufgesetzten Taschen auf der Rückseite mit fortlaufenden Streifen, also mimetisch zuzuschneiden.

Taschenbeutel und Innenbund habe ich in orange gemacht. Die Baumwolle die ich noch da hatte passte erfreulicherweise genau zur Streifenfarbe. Und damit es wenigstens ein bisschen metal ist habe ich einen Ersatzknopf von irgendeiner EMP-Klamotte auf dem Bund verwendet. Auch davon abgesehen werde ich die Shorts knallhart zu evil trven Metalshirts tragen. Sofern ich mir nicht doch noch eins mit Einhorn, Polarlicht und rosa Batik kaufe.

Und damit dieser Eintrag nicht zu glückseelig wird zeige ich euch noch das zweite Projekt des Jahres, auch Hose, aber riot!

Camo (auch so eine Macke von mir) wollte ich schon ewig als Leggins haben. Gabs dann aber nur in Polyester oder saß doof oder war sonst nicht akzeptabel. Glücklicherweise entdeckte ich aber neulich diesen Jersey beim Händler und schwupp, Leggins sind ja schnell genäht.

Irgendwo auf Knöchelhöhe gibt es eine waagerechte Naht weil der eine Meter den ich gekauft hatte so knapp abgeschnitten war, dass es genau genommen gar kein Meter war. Und ich finde nichts schlimmer als wenn irgendwo die Hosenbeine zu kurz sind. Das geht gar nicht. Also habe ich angesetzt und jetzt sind die Hosenbeine viel zu lang was deutlich besser ist. Den Bund habe ich zum Krempeln gemacht. Einziger Nachteil wenn man deutlich mehr als ein Teil in Tarnfleck besitzt: Kombinieren ist nicht. Zu meiner Winterjacke geht diese Hose nicht aus dem Haus. Aber wird ja irgendwann auch wieder wärmer. Spring is coming.

Guardians of the monsters of the earth

11. Januar 2015 (19:32 h) – Tags: ,

Musik: Edguy - Defenders Of The Crown | Stimmung: Erste Unsumme des Jahres ausgegeben für neues Handy. *freu*

Ich habe das Wochenende mit ein paar Projekten, mit Kochen und Katzenstreicheln und viel Musik verbracht und bin jetzt erholt wie den ganzen Dezember nicht mehr. Zwischendurch habe ich mich im Internet rumgetrieben und entspannt alle Blogs abgegrast die ich so lese. In einem (machinehead1.com) habe ich das hier gefunden:

Keine Ahnung woher Robb Flynn das alles über mich weiß, aber jedes Wort davon ist wahr.

Und wo wir mal wieder beim Thema sind, ich hatte im Jahresrockblick schon angedeutet, dass ich für die Kutte noch einen Aufnäher gestickt habe. Für eine Band deren Aufnäher nie in mein Farbschema passen weil immer noch irgendwo blau oder gelb dabei sein muss, auch wenn es keinen logischen Grund dafür gibt. Andererseits sind sie mir aber auch zu wichtig um sie nicht einzubinden.

Den Ehrenplatz über dem Backpatch wo immer entweder die Haare oder eine Kapuze drüber hängen haben Gamma Ray bekommen. Dafür habe ich einen großen Schriftzug gestickt. Und obwohl ich mir anfangs unsicher war wie gut die beiden geschwungenen Bandnamen da zusammen aussehen werden, bin ich jetzt ziemlich begeistert. Links und rechts neben Metallica will ich noch zwei andere Bands unterbringen die meiner Meinung nach auf der Kutte noch total unterrepräsentiert sind (eine davon ist -Überraschung!- Machine Head). Dafür versuche ich aber auch mal wieder Patches zu *kaufen*.

Das Gesticke sah anfangs nach einer Ewigkeitsaufgabe aus, aber tatsächlich hat nur der Unterstrich genervt, der Rest ging gut voran. Weil das Leinen was ich als Untergrund verwendet habe ein wenig zu grob gewebt ist, sind die Buchstaben nicht soo ordentlich geworden und ich habe noch einen Rand drumherumgestickt. Jetzt ist super.

Womit ich also den Dezember verbracht habe

9. Januar 2015 (20:28 h) – Tags: , ,

Musik: aktuell ganz schlimme Begeisterung für "The Mystery Of Time"... | Stimmung: Küche duftet nach Hyazinthen!

Bevor wir alle mit dem neuen Jahr durchstarten zeige ich euch noch was bei mir so zu Weihnachten verschenkt wurde. Natron hat wie eigentlich immer was selbstgemachtes bekommen.

Passend zu ihrem neuen türkisfarbenen Couchtisch habe ich ihr ein Kissen mit selbstgestricktem Bezug aus türkisfarbenem Garn geschenkt. So hat sie noch einen zweiten Tupfer in der Farbe und ich konnte mich an Zopfstricki vergehen.

Das Garn ist Schewe Passare in Farbe Nr. 14. Für die Rückseite habe ich einen farblich passenden Webstoff verwendet und damit auch das Strick unterlegt, so ließ sich alles deutlich besser zu einer Kissenhülle verarbeiten.

Als zweites Geschenk habe ich für Natron eine kleine Schminktasche genäht. So eine wo man das nötigste Zeug für ein Wochenende unterbringt. Zum Beispiel wenn man aufs Paradise fährt. Da ist mir nämlich aufgefallen, das Natron ihre ganzen Makeupsachen einfach lose in einer größeren Tasche rumzufliegen hat.

Thematisch passend habe ich die Tasche an King Diamond angelehnt. Innen ist sie schwarz gefüttert und als Zugabe habe ich noch ein knallrotes Lipgloss reingetan.

Das nächste habe ich nicht selber gemacht sondern geschenkt bekommen. Von meiner Mutter, die es gestickt und den Rahmen bei ihrem Trödler gekauft hat. Ich kann kaum ausdrücken was für ein unsagbar cooles Geschenk das hier ist. Habe ich sofort in der Küche aufgehängt und liebe ich sehr. Danke, Mama!

So I wash my hands so clean of this

30. November 2014 (16:40 h) – Tags: ,

Musik: Avantasia - The Seven Angels | Stimmung: Geh aus meinem Kopf, Powermetal! Übermorgen ist Machine Head!

Uhm.. ja, das ist schon etwas älter. Ist in dem ganzen Festival-Geblogge des Sommers offenbar untergegangen. Ich hole es jetzt mal nach und zeige die Duschtasche, die ich als Teil meiner neuen, verbesserten Campingausrüstung genäht habe.

Eine der wichtigsten Anforderungen an die ideale Duschtasche war, dass man sie abwischen kann. Wenn man sie nämlich in den Schlamm neben den Duschen geworfen hat. Deshalb habe ich meine Camo-Baumwolle noch mit einer Lage transparenter Plastiktischdecke gedoppelt. Dadurch ließ sich das Projekt allerdings nicht unbedingt leichter nähen. Die Schrägbänder mit denen ich die Kanten eingefasst habe werden immernoch dreckig, das haben sie umsonst.

Auf die Klappe habe ich eine motivierende Ansage schabloniert. Dabei gebärdete sich die Farbe etwas hysterisch, deshalb ist es nicht ganz so sauber geworden wie ich es geplant hatte, aber nicht weiter schlimm.

Das Futter ist eine orangefarbene Baumwolle. Bei der Aufteilung der Innentaschen habe ich mich an meiner alten Duschtasche orientiert. Auf der sind Zootiere und ich habe sie bekommen als ich in der Grundschule auf Klassenfahrt gegangen bin. Bis vor kurzen war das Relikt auch noch auf jeder Reise dabei. Lediglich der Zahn der Zeit nagt an ihr und weil man die inhärente Lässigkeit von lächelnden Elefanten und roten Giraffen nicht so einfach ersetzen kann habe ich die neue Tasche dann bewußt eher praktisch als dekoriert gestaltet.

Als kleines Extra habe ich das Zipperende hier noch mit Oberstoff eingefasst. Im Überklapp erkennt man auch einen orangefarbenen Reißverschluss. Das ist eine kleine Tasche in der Haargummis und so Zeug wohnen.

Das beste Feature ist allerdings die Schlaufe am Überklapp, damit kann man die Duschtasche dann sogar anhängen und sie muss gar nicht im Dreck liegen. Bisher war das Teil beim Metalcamp und Paradise dabei und hat super getaugt. Seine Ausrüstung auch abseits von Kleidung so individualisiert gestalten zu können ist schon echt toll.