Let’s make this the fucking party stage!
Musik: Alestorm - Terror On The High Seas
Ich habe wieder so etwas ähnliches wie ein Leben. Auch wenn momentan noch sehr viele Pappkartons, Farbspritzer und Kreuzschlitzschrauben drin vorkommen. Der Akku-Bohrschrauber ist mein bester Freund geworden und nebenher habe ich mir jüngst eine Stichsäge gekauft. Werkzeug ist geil. Ich bin Papas Tochter.
Der Umzug ist vor einer Woche astrein über die Bühne gegangen. Auf meine Freunde ist echt Verlass. Ich bin begeistert und unheimlich dankbar, wie viele von ihnen gekommen sind, so dass mein Zeug in Rekordzeit umgezogen war. Tribe rulez.
Am Abend sind wir dann noch in die Kneipe gegangen. Ophelia hatte Geburtstag nachzufeiern und ich hatte mich schon die ganze Woche auf den Moment gefreut, wo ich im Halford sitze, der Umzug liegt hinter mir und vor mir steht das erste Bier. Das war toll. Sonntag morgen fühlte sich die Idee weniger toll an, aber ich konnte mich einigermaßen berappeln und dann kamen auch Natron und Ophelia noch vorbei und wir haben schonmal ein wenig klar Schiff gemacht.
Das ging dann die nächsten Tage so weiter. Wir drei Mädels haben die Wohnung eingeräumt, Regale gebaut, Löcher gebohrt und die Waschmaschine angeschlossen. Einmal kam noch ein Kumpel vorbei und hat mir das DSL eingerichtet. Ich bin total stolz auf uns.
Ein Highlight in der neuen Wohnung ist definitiv die Küche. Dort habe ich versucht, den Charme meiner Stammkneipe nachzuempfinden und eine Wand komplett mit Bandpostern tapeziert. Eine Wand nur Metal. Dafür hatte ich neulich schon die Postersammlung von Red und Natron in Hamburg geplündert. Ich war der Meinung viel Auswahl und viel zu viele Poster mitgenommen zu haben, aber tatsächlich sind gar nicht viele übrig geblieben.

Was Anordnung und Ausgewogenheit angeht habe ich natürlich wieder auf Natrons Hilfe zurückgegriffen. Okay, das erste Poster oben links in der Ecke sieht immer komisch aus.
Dem folgten aber noch viele weitere. Und am Ende musste ich dann auf den Kühlschrank klettern um die letzten anzukleben. Uaaaahh.

Es ist eine gute Mischung aus Klassikern und neuen Bands geworden, aus verschiedenen Genres sowie aus Bandfotos und Album-Artworks. Und natürlich sind auch ein paar hübsche Männer dabei.

Young James Hetfield da in gelb zum Beispiel. Robb Flynn von Machine Head macht ebenfalls was her und auch das Foto von Tom Araya finde ich ziemlich toll.

Auf das Poster vom Big Four-Konzert habe ich dieses, aus einer neulich in der Kneipe mitgenommenen Postkarte ausgeschnittene, Herz geklebt. Weil unser Big Four auf Schalke wirklich ziemlich episch war und auch weil auf diesem Bild das Publikum mit drauf ist. Und ohne Publikum wäre Metal ja auch nicht Metal.

Hier sehen wir ein bisschen mehr Gesamtwirkung. Richtig weit zurücktreten kann man zum Fotografieren leider nicht. Es gibt ua ein ulkiges Foto von Immortal, Sepultura noch mit flauschigen Haaren, Motörhead aus den Siebzigern, Megakitsch von Doro und Manowar sowie das Poster von meinem zweiten Wacken.

Auch die Katzen haben Gesellschaft beim Fressen bekommen. Brekkies werden jetzt nur noch unter dem strengen Blick von Amon Amarth-Sänger Johan Hegg eingeworfen.
Das ist übrigens auch ein bisschen das Problem mit den Bandfotos. Ich meine, Grave Digger hängt auf Sichthöhe am Küchentisch. Und Chris Boltendahl guckt mein Essen immer sehr missbilligend an. “Schon wieder Cornflakes? Das ist doch wohl nicht dein Ernst?”
Damit die Kneipenatmosphäre in der Küche vorankommt hat Red mir neben den Postern auch noch einen Satz Bierdeckel und ein paar geninjate Bier- und Schnapsgläser geschenkt. Damit bin ich schon fast komplett. Bier steht dann im Kühlschrank, geraucht wird aber nur auf dem Balkon!
Dann musste ich die Küche natürlich auch angemessen einweihen. Dafür habe ich Totenkopf-Muffins gemacht, für meinen Kollegen, der am Sonntag Geburtstag hat.

Ich kann ja bekanntlich nicht backen, also bin ich mit diesen Dingern ziemlich zufrieden. Mal gucken wie sie ankommen.






















