Flecht und Ordnung

26. August 2014 (08:44 h) – Tags:

Musik: Turisas - Piece By Piece | Stimmung: Brombeeren aus dem Garten meiner Kollegin!

Haar-Eintrag heißt es gibt irgendwas geflochtenes zu sehen. Da könnt ihr euch drauf verlassen. Ich habe grade nochmal den tag „Haare“ zurückgescrollt und vorgeführt bekommen wie toll meine Haare in den letzten zwei Jahren gewachsen sind. Das merke ich natürlich auch im echten Leben. Heute zum Beispiel. Es war Schlappe auf Arbeit und ich langweilte mich. Und spielte mit meinem Pferdeschwanz und dachte: „Probierst du doch mal aus einen Fischgratzopf zu flechten.“ Das habe ich bisher nur bei anderen Leuten bzw in den Extensions die ich vor anderthalb Jahren getragen habe gemacht. Mal gucken ob es bei mir selber hinter dem Kopf ohne Hingucken auch klappt. Es klappte und ich band das ganze mit einem Schnippsgummi ab, weil ich ja nur einen Zopfgummi dafür aber diverses Büromaterial da hatte.

Hier ist die Pracht zugegeben schon etwas hipstermäßig auseinandergefallen. Heute früh war es der Wahnsinn. Ich erinnere mich noch daran, dass ich diese Frisur entdeckte als meine Haare grade in einer ganz schlimm kaputten Phase waren und dacht es würde ja noch eeeewig dauern bis ich sowas mal tragen könnte. Leute, ich sage euch: So fühlt sich Glück an. Wieder lange Haare zu haben ist Glück.

Mit ein bisschen mehr Aufwand ist neulich diese Frisur entstanden. Den seitlichen Zopf mag ich wirklich ziemlich gerne weil er weniger streng aussieht als ein Zopf im Nacken.

Normalerweise binde ich die Haare auch einfach nur seitlich zusammen und lasse den Zopf dann in Ruhe, hier habe ich geflochten. Und zwar mehr als von vorne zu sehen ist.

Links noch zwei kleine Strähnen die dann mit in den schrägen französischen Zopf reingeflochten werden. Das war weniger Arbeit als es aussieht. Der französische Zopf ist ja auch wirklich nur Übung. Anfangs habe ich den überhaupt nicht hingekriegt inzwischen sogar seitlich oder schräg.

Die Haare sollen natürlich noch weiter wachsen. Ich habe mit meiner Friseurin den Deal, dass sie nur jedes zweite Mal einen Zentimeter Länge und 5 Millimeter in den Stufen wegschneidet. Ich denke so wenig ist es zwar in Wirklichkeit nicht, aber noch wenig genug um die Haare wachsen zu lassen. Ob sie nochmal taillenlang werden wage ich zu bezweifeln, als sie 2006 so lang waren hatte ich keine Blondierung drin. Immerhin pflege ich jetzt mehr, wasche deutlich weniger, benutze nur noch Naturkosmetik, kämme sie nicht mehr nass und föhne kühler. Könnte ja auch was bringen.

Asymmetrische Zöpfe

13. Mai 2014 (20:38 h) – Tags:

Musik: Blind Guardian - Valkyries 

Das hier ist schon etwas älter. Ich habe diese Frisur und die Fotos gemacht bevor ich beim Friseur war. Inzwischen sind meine Haare wieder toll rot, aber wenn ich das jetzt nicht blogge vergesse ich es total und das wäre ja auch irgendwie schade.

Normalerweise kann ich ganz gut damit leben, dass das schöne Kupferrot in meinen Haaren rauswächst und dann am Ansatz wieder mein eigenes Straßenköterbraun zu sehen ist. Bis zu einem gewissen Punkt stört mich das gar nicht. Und dann nervt es auf einmal so sehr, dass ich gar nicht schnell genug zum Friseur gehen kann. Weil ich aber Kundin bei einem Friedrichshainer Szeneladen bin, muss ich meine Termine mit mindestens zwei Wochen Vorlaufzeit machen. Und in dieser quälenden zweiwöchigen Haarfarbenagonie gilt es dann irgendwie mit dem Ansatz aus der Hölle fertig zu werden.

Auf Arbeit stecke ich den ehemaligen Pony grade nach hinten weg, dann gibt es keinen direkten Scheitel und man kann ein wenig tricksen. Für privat habe ich aus der Not eine Tugend gemacht. Geflochten machen die zwei Farben wenigstens noch Effekt.

Inspiriert durch die asymmetrische Haaraufteilung hier habe ich zwei Bauernzöpfe am Kopf lang geflochten. Rechts mehr so Irokesen-Style, links mit mehr Haaren und weiter oben. Das sind dann nicht so Kleinmädchen-Zöpfe, aber man hat trotzdem alle Haare aus dem Gesicht. Eigentlich ziemlich praktisch. Vermutlich auch eine gute Festival-Frisur, wenn man da nicht dauernd headbangen müsste *g*

Rosarot

8. Dezember 2013 (14:57 h) – Tags: ,

Drei Wochen Urlaub gehen mit diesem Wochenende vorbei und sie haben sich ewig angefühlt, so dass ich wirklich nicht klagen kann. Was ich im Urlaub immer gerne mache ist Haarefärben. In Farben die auf Arbeit nicht so gut funktonieren würden.

Das Spaßbad bei Paradise hatte mein übliches Kupferrot ziemlich rausgewaschen, also habe ich mal mutig ein pink reingefärbt. Eher warmes, gelbstichiges pink. Das ist Flamingo Pink von Directions.

Ich mag Directions. Die waschen sich gut wieder raus und bisher hat jeder Farbton (halt rotgrundige Töne) auf meinen nicht-blonden Haaren super funktioniert.

Und weil bunte Haare in frisiert noch viel toller aussehen, habe ich diesen ganz einfachen Look mit Hipster-Dreieck aus Haarnadeln nachgemacht. Die Idee hatte ich hier gesehen. Jetzt frage ich mich ob das auch mit fünf Haarnadeln als Pentagram funktionieren würde oder ob die überlappenden Haarnadeln nicht miteinander klar kämen.

Flamingo hat mich also die letzten zwei Wochen begleitet und war auch beim Rauswaschen noch total schön. Eine wirklich tolle Farbe die ich gerne behalten hätte. Aber für Arbeit doch ein wenig zu unkonventionell. Also habe ich seufzend was anderes drübergefärbt.

Diesmal eine rauswaschbare Tönung aus der Drogerie, weil alles was man in der Drogerie kaufen kann muss für Arbeit erlaubt sein. Denke ich so.

Das soll ein Granatrot sein, ist aber doch recht knallrot geworden. In Wirlichkeit ein wenig dunkler als auf dem Foto. Ich werde jetzt so zur Arbeit gehen. Taktisch morgen erstmal mit hochgesteckten Haaren. Und dann wäscht es sich ja auch wieder raus und demnächst bin ich dann wieder kupferrot was auch okay ist.

Erstmal habe ich aber begeistert einen Nagellack in der Haarfarbe aufgemalt und mir auch ein Lipstain in dunkelrot gekauft.

Und hierzu passt die Farbe natürlich auch total gut. Silberohrstecker mit meinem Geburtsstein Granat. Das Ohrloch habe ich neulich wieder aufgeprokelt und den Silberstecker hat es wirklich gut vertragen. Also habe ich mir auf dem Weihnachtsmarkt noch ein Paar Silberstecker mit Mondstein gekauft. Die haben aber besser zu pink gepasst.

Hair to the throne

3. Oktober 2013 (15:49 h) – Tags:

Musik: Mortal Sin - Deny 

Im Wohnzimmer ist immer noch nichts Zeigenswertes passiert. Ich habe auch nicht immer Bock an den Bezugsteilen für das Sofa rumzusägen, zumal der Samt ganz furchtbar fusselt und ich nach jeder Session das Arbeitszimmer saugen muss.

Ende letzter Woche habe ich Spätschichten gearbeitet. Da muss ich nicht nach dem Aufstehen zügig aus dem Haus gehen sondern kann noch ewig rumkramen bevor ich los muss. Und dann probiere ich auch gerne Frisuren aus. Meine Haare haben ja wieder eine Länge mit der man was anstellen kann bzw muss denn so richtig lang genug für einfach offen tragen sind sie auch noch nicht.

Auf Pinterest sammle ich also fleissig Inspirationen und mache dann genau das nach oder irgendwas anderes draus. Momentan bin ich von geflochtenen Strähnen total fasziniert. Irgendwas geflochtenes kommt bei mir in fast jeder Frisur vor.

Das hier ist meine Hoffrisur, sollte ich mal nach King’s Landing eingeladen werden. Eigentlich wollte ich die Haare nur mit dem Glätteisen ein wenig eindrehen, so dass sie oben noch glatt sind. Damit fand ich mich dann aber unglaublich muttihaft. Also habe ich einen kurzen Seitenscheitel gezogen, vorne Strähnen rausgelassen und links und rechts so eine Art Bauernzopf geflochten. Hinter dem Ohr sind die Zöpfchen lose geflochten und hinten zusammengebunden. Leider haben sich die Locken im Laufe des Tages ziemlich rausgehangen, aber um mal kurz auf dem eisernen Thron probezusitzen hätte es wohl gelangt.

Die zweite Frisur war vom Samstag. Auf Arbeit läuft grade eine Oktoberfest-Geschichte, und wir waren eingeladen am Wochenende in Dirndl oder Lederhosen arbeiten zu kommen. Wenn ich denn eins besessen hätte… Ich wollte also immerhin eine zenzihafte Almmädel-Frisur machen. Mit Zöpfchen, natürlich.

Wieder Seitenscheitel, diesmal die Haare direkt am Kopf entlang nach hinten geflochten. Ist oben etwas schief geworden, aber sooo viel Übung habe ich auch noch nicht. Die restlichen Haare habe ich dann im Nacken zusammengebunden, auftoupiert und zu einem Knoten eingeschlagen. Zöpfchen drübergesteckt, fertig. Mit viel rosafarbenem Rouge sah es noch entzückender aus, für ein Bierchen in der Wikingerbar abends habe ich die Haare aber dann wieder aufgemacht.

Frisur drei ist schlichter. Ich wollte den von unten nach oben geflochtenen Zopf im Nacken probieren, das hatte ich bei einer Frau in der Bahn gesehen. Wenn man den Kopf nach unten hängt und dann flechtet ist es gar nicht so schwer.

Wie auf Pinterest gesehen, habe ich das mit dem Sockbun kombiniert. Hochgeflochten, Haare durchs Kissen gezogen, rundherum verteilt, mit einem zweiten Zopfgummi gesichert und die losen Enden rumgewickelt. Das Geflechte könnte zugegeben noch viel ordentlicher werden, aber immerhin. Augenbrauen sind gut gewesen, an dem Tag.

Das war dann auch erstmal wieder genug eitler Schönheitskram. Es dräut ein freies Wochenende und die Chancen stehen gut, dass ich wenigstens mit irgendwas an die Nähmaschine kommen werde.

„Jetzt brauchst du nur noch ein paar Tattoos“,…

12. Juni 2013 (20:46 h) – Tags: ,

Musik: Testament - Rise Up 

…sagte mein Piercer heute zu mir nachdem wir das aktuelle Projekt über die Bühne gebracht hatten. Habe mir nämlich die Nippel piercen lassen, beide. Und das tat richtig doll weh. Viel mehr als meine bisherigen Piercings. Aber Schmerz vergeht ja bekanntlich.

Und weil ich natürlich KEINE Bilder meiner Brüste ins Internet stellen werde, zeige ich euch heute was anderes. Immer auf der Suche nach Frisurideen stieß ich neulich auf diese Inspiration. So ein Tuch könnte man ja auch mal in die Haare knoten. Wenn man ein entsprechendes hätte. Ich hatte nicht, aber ein Besuch im Secondhand-Laden konnte das ändern.

Ich hatte die Haare nicht frisch gewaschen, deshalb konnte ich sie hinten schnell auftoupieren und irgendwie zusammenwurschteln. Eine große Spange hält das meiste. Die Partien ums Gesicht habe ich ebenfalls locker nach hinten gesteckt und dann das zusammengefaltete Tuch um den Kopf gewickelt. Weil es so ein glattes Material ist rutscht das natürlich wie Sau, man muss es also mit ein paar Haarnadeln feststecken. Schließlich nur noch einzelne Strähnen hübsch hinzupfen, noch ein paar mehr Haarnadeln rein und alles mit Spray fixieren. Geht schnell und sieht niedlich aus.

Throw back your hair and let the wind rush by

27. Februar 2013 (18:40 h) – Tags:

Musik: Alestorm - Death Before The Mast 

Es ist ein wirkliches Luxusproblem, aber mich nerven meine Haare. Meine selbst kaputtblondierten und deshalb so kurzen Haare. Ich weiß, sie wachsen ja wieder. Aber soooo langsam! Momentan reichen sie gerade bis auf die Schulter. Besser als nichts, aber noch keine Länge in der ich sie gerne offen trage.

Ich meine, ich hatte mal lange Haare. Richtig scheiße lang. So lang, Mann:

Gut, das ist fast sieben Jahre her. Aber egal. Ich muss wieder lange Haare haben. Das ist ein Trauma. Ich hatte in der Grundschule kurze Haare, das fand meine Mutter praktischer. Und ich konnte nie, nie, nie die Prinzessin sein. Ehrlich, ich glaube daher rührt zumindest ein Teil meines Frustes ob der schulterlangen Fransen. Wenn sie wenigstens alle die gleiche Länge hätten. Aber der rauswachsende Pony ist auch keine wirkliche Schönheit.

Was also tun? Warten und… schummeln. Ich habs echt nicht mehr ausgehalten. Deshalb hab ich meine Haare jetzt mit denen von jemand anderem verlängert.

Waaaas? Klingt irgendwie fies, zugegeben.

Ich hab Echthaartressen gekauft. Und Clips. Und dann hab ich die Tressen zugeschnitten und mit Clips benäht und jetzt sind es vier unterschiedlich lange Stücke die ich unter meinen eigenen Haaren festklemmen kann. Wer hätte gedacht in welchen Lebenslagen einem das Selbernähen noch so zuhilfe kommt.

Wahnsinnseffekt, oder? Lange, gesunde, schwere Haare. Meine eigenen wären ja nie so dicht. Weil die Tressen auf unterschiedlichen Höhen eingeclipst sind, sieht die Kante unten auch nicht zu gerade oder unnatürlich aus. Ein anderer positiver Effekt ist, dass ich jetzt mit gutem Gewissen meine kaputten Spitzen abschneiden kann. Das würde ich sonst nie machen, ginge ja Länge verloren.

Man sieht es auf diesen (mal wieder nicht so toll beleuchteten) Fotos nicht, aber die Tressen haben eine ganz leicht andere Farbe als meine eigenen Haare. Nicht heftig, aber schon etwas. Weniger orange. Ich werde also noch ein bisschen im Netz recherchieren und dann an einem Reststück mal testen ob ich die Haare gefärbt kriege. Ist zwar Echthaar, aber mit Silikon behandelt, das soll man *eigentlich* nicht färben. Aber das Internet weiß es bestimmt besser.

Und zum Abschluss, weil ihr sicher nicht mehr genau auf dem Zettel habt wie meine Haare ohne Extensions aussehen ein Vorher-Foto. Muss ich noch mehr dazu sagen?

Aus der Not eine Frisur machen

2. Oktober 2012 (20:50 h) – Tags:

Musik: Nevermore - Dead Heart In A Dead World | Stimmung: dito

Ich könnte auch einen tag für „Haare“ vergeben. Momentan ein Thema bei mir. Ihr wisst ja: Sie nerven. Ich will sie so gerne mal offen lassen, aber diese Schulterlänge mit Stufen sieht nach gar nichts aus und dann ist da ja auch noch der rauswachsende Pony, der immer nach hinten geklemmt werden will. Also stecke ich weg und warte. Wächst ja nicht schneller wenn man dran zieht.

Gestern hatte ich einen miesen Tag, deshalb wollte ich mich wenigstens hübsch finden. Also habe ich nicht meinen Signature-Lidstrich gemalt, sondern Smokey Eyes in blau geschminkt. Der blaue Lidschatten ist meine Geheimwaffe weil er auf der Haut und zu meiner Augenfarbe einfach so fantastisch aussieht. Das hat schonmal funktioniert.

Und dann stand ich im Bad und musste meine Haare noch irgendwie hinfummeln. Sie waren nicht frisch gewaschen und deshalb etwas stylingfreudiger. Ich wuschelte also etwas drin rum. *wuschel* *wuschel* Oh! *wuschel* Sieht gar nicht schlecht aus! Das lass ich so. Haarspray drüber und fertig.

So war ich dann gestern arbeiten. Ich hatte ein bisschen Sorgen wegen negativer Resonanzen, aber meine Kolleginnen waren total begeistert. Die Frisur mach ich jetzt öfter. Da kann sich Pony mit der doofen Länge mal von seiner coolen Seite zeigen. Hinten ist es zusammengebunden und dann mit Haarkrebsen festgesteckt, also eher schlicht. Die Seiten habe ich eng nach hinten gekämmt und die kürzere Partie auf dem Oberkopf auftoupiert und so angestrubbelt.

Sieht mit der Dior-Sonnenbrille ein bisschen nach Rihanna aus ;)

Mögt ihr mich auch als Fashiontussi noch?

4. August 2012 (14:21 h) – Tags:

 Stimmung: Im Käfermodus. Ahhh!

Urlaub! Als Allererstes hab ich mir die Haare gefärbt. Mit Directions „Fire“. Das ist in zwei Wochen rausgewaschen und ich kann wieder moderat in kupferrot zur Arbeit gehen. Bis dahin aber partyrot. Seit ich neulich selber die Spitzen geschnitten habe, fühlen sich meine Haare viel gesünder an und ich bin momentan ganz zuversichtlich, dass sie irgendwann wieder richtig schön sein werden.

Und das ist die Sonnenbrille, die ich mir neulich gekauft habe. Nicht weil ich eine brauchte, sondern weil ich diese haben wollte. Ich mag so große Brillen, die stehen mir und man braucht null Make-up drunter *g* Und diese hier ist besondern toll. Sie hat braune Farbschattierungen entlang des Rahmens und die Bügel enden in einer eleganten Flügelform. Die Gläser sind auch braun getönt, da sieht die Welt immer viel sonniger aus.

Ja, sie ist von Dior. Kann man auf dem Bügel noch grad so erkennen.

Warum hat sich DIY-Queen Soda so eine Fashionvictim-Designerbrille gekauft? Ich sag gleich, sie war im Sale. Sie hat mich weniger gekostet als eine mittelpreisige Brille von, sagen wir mal, Fossil. Darüber hinaus ist es aber auch so, dass ich Christian Dior sehr verehre. Ich halte ihn für einen der wichtigsten Modedesigner des zwanzigsten Jahrhunderts, da reicht Madame Chanel noch ran, dann kommt aber lange keiner mehr. Dior ist Eleganz, Weiblichkeit, Strenge, Schönheit. Dior hat nach dem Zweiten Weltkrieg Kleidung wieder zu Mode, zu etwas ungezwungenem, fröhlichem, gemacht. Der New Look begeistert mich immer und immer wieder. Ich hab das dioresque Hochzeitskleid genäht, ich hatte mal ein Dior-Shirt gemacht, und jetzt als sich die Gelegenheit bot, habe ich halt mal in die Tasche gegriffen und mir ein echtes Stück gekauft.

Ich mag es wenn Leute Designerteile mit Secondhand und Selbstgemacht kombinieren. Ich werde die Diorbrille mit Piercings und Sarouellhosen tragen. Mit Blazer und Shorts. In Neukölln im Supermarkt. Das kann man gerne blöd finden, ich sage dann das wäre mein Style.

In dem opulenten Etui der Brille (in entzückend weltfremdem weiß) lag ein Infozettel, auf dem Christian Dior mir mitteilt, dass mein Sonnenbrillenkauf ihn freut. Darüber hinaus gewährt er mir was das Design der Brille angeht „eine einwandfreie Kohärenz mit dem Universum des Modehauses“. Und da sag nochmal einer, *ich* würde mich geschwollen ausdrücken!

Probleme die Wookies nicht haben

17. Juli 2012 (11:09 h) – Tags:

Musik: Metallica - The Unnamed Feeling | Stimmung: Blaaaa. Nur James Hetfield versteht mich!

Haare. Hatten wir ja neulich schon drüber gesprochen. Wir mögen uns momentan nicht so. Sie sind sauer, weil ich zu viel an ihnen rumblondiert habe, ich bin sauer weil sie immer abbrechen.

Mein Plan war, erst nach dem Urlaub wieder zum Friseur zu gehen. Dann lohnt sich das Abschneiden der kaputten Spitzen wenigstens richtig und ich kann wieder mit einer ordentlichen Farbe zur Arbeit gehen.  Bis dahin habe ich sehr zögerlich selber etwas Stroh abgeschnitten und wollte die verblasste Farbe nur mal mit einer auswaschbaren Tönung auffrischen. Das hat erstmal gut geklappt. Habe keine Kanten reingeschnitten und die Farbe, die Natron mir neulich vererbt hat, war auch ein toller Kupferton.

Und dann hatte ich letzte Woche einen Tag frei und wollte nochmal etwas Farbe in die Haare geben. Bei dm hatten sie keine Schaumtönungen, aber die Konsistenz ist ja letztlich auch egal. Hauptsache es wäscht sich wieder raus. Hab also ganz zuversichtlich mal so ein Muttirot mitgenommen.

Und das ist dabei rausgekommen. Die Ansätze so ein Granatrot und die Längen Ekelbraun. Toll. Das ist das erste Mal in meinem Leben, dass eine Haarfärbeaktion ein Ergebnis produziert hat, mit dem ich nicht aus dem Haus gehen wollte. Total gefrustet und ein wenig panisch habe ich dann eine Mütze aufgesetzt und bin wieder los, irgendwas kaufen womit ich das Desaster überdecken kann.

Diesmal wollte ich zu Rossmann, eine andere Marke kaufen. Aber Rossmann hat zu. Rossmann zieht um. Musste ich also wieder zu dm. Da hatten sie natürlich noch immer das gleiche, schaumtönungsfreie Sortiment. Ich stand also angstdumm vorm Regal. Fast war ich soweit, da ein Dunkelbraun drüber zu färben und dem Kupferton traurig hinterherzuwinken. Das habe ich dann glücklicherweise nicht getan. Ich habe eine permanente Farbe gekauft, Kupfer, so etwa das was ich früher immer über die aufgehellten Haare drübergefärbt hab. Und zwei teure Pflegeprodukte um mich bei den Haaren zu entschuldigen.

Um es kurz zu machen: Die permanente Farbe hat das Malheur nur geringfügig verbessert. Die Längen etwas rötlicher, aber noch immer blöd. Damit bin ich dann gefrustet ins Bett gegangen.

Am nächsten Tag hatte ich Spätschicht, konnte also vormittags noch Rumkramen. Nachdem ich eine Nacht geschlafen hatte, konnte ich auch wieder etwas klarer denken und bin nicht mehr so aufgelöst um meine Haare rumgerannt. Da habe ich dann auch den Entschluss gefasst, dass mich was die Haare angeht zumindest einer noch nie im Stich gelassen hat: Auftritt Directions. Nochmal Sechseurofuffzig investiert und die Punkfarbe mit dem sympathischen Geruch von Glibberschleim in die mauligen Haare geklatscht. Und dann, nach dem Ausspülen: Ahh. Puh. Endlich eine gescheite Farbe. Große Erleichterung.

Was sagt mir das? Genau das selbe was ich schon zu Schulzeiten gelernt habe: Im Zweifelsfall kann man sich nur auf seine alternativen Freunde verlassen. Die Scheißer mit den fetten Markennamen auf der Brust wollen sich doch bloß über dich lustig machen.

Und weil ich nun wieder eine Haarfarbe hatte, konnte ich auch eine Frisur machen. Ich habe mich entschieden, Pony vorübergehend abzuschaffen. Pony sieht nur mit offenen Haaren so richtig gut aus, und offen kann ich sie ja wegen der Stufen aus der Hölle momentan nicht tragen. Hier also so was Ähnliches wie Natrons Khaleesi-Frisur.

Das Rangeflechte liegt mir noch nicht so ganz, das muss ich noch üben. Zusammen mit dieser uralten, neulich wiederentdeckten Haarspange sieht es so pagan-wikingermäßig aus, finde ich. Ich nenne das die Amon-Amarth-Frisur. Hab ich auf Arbeit getragen und meinen aufmerksamen Kolleginnen (und einem Kollegen!) hat es gefallen.

Bis zu Lady-Of-Shalott-Haaren ist es aber trotzdem noch ein weiter Weg. Ich bin fast entschlossen, Echthaartressen zum Reinklipsen zu besorgen. Schummeln für die Schönheit find ich völlig legitim.

Andere Inhalte

6. Juni 2012 (12:31 h) – Tags:

Musik: Toyah überschnurrt Iron Maiden 

Wer nichts näht muss andere Inhalte bloggen. Das dankbare Thema „Katzen“ hatten wir neulich erst (auch wenn sich gerade wieder eine ganz rührend an meine Beine kuschelt). Also zeige ich euch heute mal, was ich mit meinen Haaren gemacht habe.

Meine Haare sind ein furchtbares Thema und ich bin mit ihnen momentan wirklich alles andere als zufrieden. Vielleicht erinnert ihr euch, dass ich seit Menschengedenken lange schwarze Haare hatte. Mal mit Pony, mal ohne. Ich färbte meine Haare schwarz, ließ ab und an mal wen die Spitzen schneiden und sonst tat ich gar nichts. Und sie wuchsen lang und gesund. Und weil das einfach zu schön war ging der Esel aufs Eis zum Tanzen und ich ließ mir einen kinnlangen Bobschnitt verpassen. Ganz süß, aber überhaupt nicht ich. Der brauchte geschlagene zwei Jahre um rauszuwachsen. Während dieser Zeit hörte ich auf mit dem Schwarzfärben und fing an meine Haare aufzuhellen. Das ging erst gut, dann bekamen die Haare aber zu viel und brachen ab. Richtig heftig. Also saß ich irgendwann beim Friseur, der Friseur schüttelte entsetzt den Kopf und schnitt lauter Stufen in meine kaputten Haare. Und da bin ich nun. Mit Stufen die ich absolut und aus vollem Herzen hasse und einem etwas weniger hellen Kupferton, der mir auf Dauer bestimmt nicht so gut gefallen wird wie der aufgehellte.

Ich trage meine Haare nie offen weil die Stufen halt sehr blöd aussehen. Privat reichen ein Zopfgummi und zwei Haarklammern, für Arbeit mache ich aber auch mal etwas aufwändigere Frisuren. Wäre ja sonst langweilig und meine Kolleginnen sehen auch immer so schick aus.

Das sind Victory Rolls, dafür sind die Haare an den Seiten gerade lang genug. Eine gute Methode um Stufen zu verstecken, ein bisschen ungewöhnlich und retro. Mag ich. Bei meinen Kollegen heißt das „die Prinzessin-Leia-Frisur“, weil ein wenig star-wars-bewanderter Kollege die „Hörnchen“ mal mit Carrie Fishers Frisur verglichen hat. Es heißt immer, ich solle das öfter tragen und ich glaube, zusammen mit meinem auffälligen Lidstrich hat es mir schon den Ruf eines Vintage-Girls erarbeitet.

Jedenfalls drapiere ich die restlichen Haare hinter den Victory Rolls normalerweise zu einem Grace-Kelly-Knoten oder irgendeiner Form von Dutt. Heute war mir aber mal nach der vollen Ladung Vierziger Jahre und deshalb habe ich die Haare offen gelassen und mein neues, grandioses Glätteisen (Nein, das mögen die Haare auch nicht…) hat in die Enden diese tollen Kringel gemacht.

Also heute gefallen mir die Haare. Das Kupferrot passt auch super zu meiner dunkelblauen Arbeitsbluse, deshalb ist eine Rückkehr zu pflegeleichteren, dunkleren Farbtönen ohnehin ausgeschlossen. Überhaupt habe ich eine bildschöne Kollegin mit schwarzen Haaren, blasser Haut und dem besten Makeup ever, die den Schneewittchen-Slot bereits besetzt hält. Bleibe ich halt Prinzessin Leia ;)