Strawberry Soda

13. Februar 2012 (15:58 h) – Tags:

Haarfarben-Update: Nach zwei Mal Waschen hat sich das Fuchsia in ein dunkles Rubinrot verwandelt. Schon eher der Farbton den das Töpfchen mir vorgegaukelt hatte. Bin gespannt wo das noch hinführen wird.

Sieht aus wie Fotostudio, ist aber mein Wohnzimmer. Direkt am Fenster deshalb ist das nächste auch so effektvoll überbelichtet.

Und nochmal poserig mit Mütze und Filmdiven-Augenaufschlag.

Also das könnte ich mir vorstellen nochmal absichtlich so hinzufärben. Rot ist eine schöne Alternative zu orange. Und passt irgendwie besser zu Ü30-Soda als pink.

der reinen wolken unverhofftes blau

10. Februar 2012 (17:01 h) – Tags:

Musik: Turisas Ohrwurm: Unbreakable... A chain guards his mouth... *sing* | Stimmung: Ich hab Scenegirl-Haare! Gnihihi.

Muhahaha. Hab heute ganz spontan die Haare gefärbt, weil die Gelegenheit grad günstig ist. Und weil Natron mir jüngst einen Topf Manic Panic Pillarbox Red in die Hand drückte. Der sollte ihre Haare mal in Lola Rennt verwandeln, aber sie kann sich von ihrem Blond nicht richtig lossagen. Is okay.  Nehm ich.

Erstaunlicherweise ist es eher pink als rot geworden. Rot über orange. Wo kommt da das Blau her? Vielleicht weil die Farbe schon so zwei bis drei Jahre als ist. Egal, mir gefällts auch so. Wird aber nicht von Dauer sein, wenn das rauswäscht färb ich wieder orange. Und irgendwann dann auch mal richtig rot.

Die Farbe lässt sich nicht sehr gut fotografieren. Vielleicht versuch ich es in den nächsten Tagen nochmal. Aber heute zieh ich erstmal ein schwarz-weißes Bandshirt an, mache eine fünfzehn Jahre alte Totenkopfkette um und geh oldschoolig mit Ophelia ein Bierchen trinken.

The Royal Wedding: Pippa rechnet ab

3. Januar 2012 (18:24 h) – Tags: , , , , , ,


Da Natron ja nun ihren Abschlussbericht zur Hochzeit gemacht hat, mag ich auch schnell nachziehen und das schreiben was ich dazu noch sagen wollte.

Ersteinmal wollen wir uns einen Moment Zeit nehmen und das fertige Brautkleid in ganzer Schönheit andächtig genießen:

Es ist ja wirklich sehr schön geworden. Da lohnt sich jedes Rumgezupfe.

Ihr erinnert euch: Natron hatte das Kleid entworfen und ich habe es für sie genäht. Corsage und Weste aus elfenbeinfarbener Seide, Petticoat und Tüllrock aus fast 30 Metern Tüll. Dabei sind das eine oder andere Problem aufgetaucht, aber ich habe sie stur niedergekämpft und bin mit dem fertigen Kleid auch sehr zufrieden gewesen. Der Tüllrock war wirklich sehr bauschig (fürs Auto fast zu bauschig) und vor allem hat mir gefallen, wie viel Effekt die Corsage auch unter der eher lockeren Weste noch hatte. Zusammen mit Natrons roten Accessoires ein wirklich gelungenes Hochzeitsoutfit für das ich natürlich auch am Tag der Trauung die Verantwortung übernommen habe. Sprich, ich habe die Pippa Middleton gegeben und unermüdlich den Saum gerade gezupft bzw der Braut den Lippenstift nachgemalt.

Makeup und Frisur habe ich ihr ebenfalls gemacht, morgens im Hotelzimmer. Normalerweise reichen meine Stylistinnen-Talente gut für den Hausgebrauch, wenns wichtig ist kann ich mich aber auch mal ins Zeug legen. Das lernt man ja auch bei jahrelangen WGT-Besuchen ;)

Neben Frisur, Makeup und Kleid hat die Braut von mir auch noch ein Alternativoberteil für den entspannteren Teil der Feier bekommen. Das „Braut“-Shirt hat leider keiner so richtig gut von vorne fotografiert, dafür sieht man hier aber wenigstens Natrons Wechselschuhe. Ich bin ehrlich überrascht gewesen wie süß Shirt, Tüllrock und Turnschuhe aussehen. Kann vermutlich nicht jede tragen, zum eher unkonventionellen Style unserer Hamburgerin hat es aber wunderbar gepasst. Der Bräutigam wechselte entsprechend von Schlips und Kragen ins Metalshirt. 

A propos Metalshirt. Das war auch den Gästen als Ergänzung zum Anzug freigestellt. Trotzdem haben sie sich alle schick gemacht. Und die wiedervereinte Crew vom Metalcamp war mal ganz schnieke.

Zu Vergleich: So sehen sie normalerweise aus. Kaum wiederzuerkennen ;)

Bevor wir nun zum Trauzeuginnenkleid kommen, möchte ich euch noch was anderes zeigen. Die Royal Wedding-Tasse. Eine kleine Erinnerung für die Gäste der Trauung die Natron und Red sich ausgedacht haben. Das Design im Stil kitschiger Souvenirs für Hochzeitstouristen habe ich gemacht.

Dabei habe ich die royalen Wappentiere durch typische Accessoires aus dem Leben des Brautpaares ersetzt. Weil Tassen wirklich nicht so leicht zu fotografieren sind gibts hier die Entwurfszeichnung (Die Namen der Beiden habe ich verpixelt. Privatsphäre im Internet und so…):

Und nun werfen wir schlussendlich noch kurz einen Blick auf mein Kleid. Das TZK (Trauzeuginnenkleid) habe ich bereits im Frühjahr 2011 genäht. Weil wir bei der Hochzeit im Oktober zwar unglaublich schönes Sonnenwetter hatten, es aber natürlich keine 30°C mehr waren, habe ich noch eine kleine Strickjacke drüber getragen. Und dazu goldenen Schmuck.

Die Frisur war viel unkomplizierter als sie aussieht und ein Klacks im Vergleich zu Natrons Filmdiven-Locken. Mein Kleid aus Goldbrokat neigt leider dazu Fotos durch sein aufdringliches Reflektieren zu verderben. Aber eins hab ich doch:

Und hier, weils so schön ist, noch ein ganz staatstragendes Bild von der Trauung.  Ich durfte Natrons Blumen halten und meine Gefühlslage beim Ja-Wort könnt ihr an meinem Gesicht ablesen: Quietschgerührt.

Nun sind Natron und Red also verheiratet. Ich bin froh, dass ich zur Hochzeit was beitragen konnte und wünsche den beiden eine wunderbare, liebevolle Zukunft.

Meine irrationale Sorge, die beste Freundin durch ihre Hochzeit irgendwie „hergeben“ zu müssen, hat sich übrigens nicht erfüllt. Natron und ich sind immernoch genauso dicke wie zuvor. Und genauso albern:

Des sann Extensions!

26. Juli 2011 (12:14 h) – Tags: ,

…kommentierte eine Gruppe Österreicher sehr zielsicher meine Dreads auf dem Metalcamp. Kumpel Sven dagegen hatte auch nach einer halben Woche noch den festen Glauben ich hätte meine echten Haare irgendwie so hingekriegt und würde die nach dem Festival abschneiden. Aber nicht doch!

Die Dreads sind die gleichen wie ich beim WGT getragen hatte, also selbst gefilzt, selbst gefärbt und am Ende auch selbst eingeflochten. Dazu ein paar ältere in schwarz und um die Quantität zu pushen habe ich auch nochmal neu gefilzt. Ich hatte diesmal Wolle gekauft, die bereits als Strang aufgewickelt ist, was sehr praktisch ist weil man immer nur einen Stück abwickeln, abschneiden, etwas auseinanderziehen (sonst würden sie zu dick) und dann mit warmem Wasser und Seife rubbeln muss. Gummihandschuhe schützen nicht nur die Haut vor Seifenwasser, sondern helfen mit ihrer Grifftextur auch beim Filzen. Das hier ist ein gutes Tutorial für Wolldreads, etwa so habe ich es auch gemacht.

Rivet Licker zeigt wie man Wolldreads filzt, will aber nicht, dass ich ihr Video direkt einbinde.

Wie ich die Dreads gefärbt habe, hab ich neulich ja schon gezeigt. Nach dem Ausspülen und Trocknen habe ich mich dann noch mit Perlen und Stickgarn ausgetobt. Nachgemachte Pandora-Perlen eignen sich ziemlich gut zur Verzierung weil sie so große Bohrungen haben.

Detail

Ich habe doppelendige Dreads gemacht damit ich nicht so viel Rumflechten musste. Das hat auch ganz gut funktioniert. Insgesamt hatte ich 41 doppelendige Dreads eingeflochten. Für sehr viel mehr müsste man die Sektionen kleiner machen, dann würde es sich schlechter flechten und auch schlechter rausfummeln lassen, habe ich festgestellt. Trotzdem muss da noch irgendwie mehr gehen. Hm. Live and learn.
Eingeflochten habe ich nach diesem Videotutorial das killerkitty neulich im N&S-Forum verlinkt hatte. Danke dafür! Das kann man auch an sich selber machen, musste ich ja, dann ist es natürlich fummeliger und man muss zwei Spiegel aufbauen um den Hinterkopf zu sehen. Angenehmer ist es bestimmt wenn jemand anders flechtet.

Die kleinen Gummibänder kriegt man momentan kaum zu kaufen, ich bin schließlich bei Claire’s fündig geworden. Da gibt es auch transparente, die funktionieren sehr gut.

Und so sah der ganze Spaß dann tatsächlich getragen aus.

Septum ist heute immer schief.

Je nach Lichteinfall wirkt die Farbe mal dezenter und mal knalliger.

Knallorange

Und hier von der Seite sieht man auch ein wenig wie die Dreads eingeflochten sind. Ziemlich unordentlich, aber es war mein erster Versuch.

Mit Fussel auf der Jacke.

Rückansicht mit Badeparadies:

Hinten

Und headbangen konnte man damit auch. Yeah!

*mosh*

Ist bei hochsommerlichen Temperaturen recht warm, aber dann habe ich sie seitlich zusammengebunden oder hochgetüddelt. Ebenso zum Schwimmen/Duschen. Damit es nicht so ein Elend mit den Zopfgummis wird habe ich was gebastelt. Eigentlich total simpel, die geniale Idee stammt von Natron. Man nehme ein Zopfgummi und nähe an eine beliebige Stelle einen Haken aus einem Haken-und-Augen-Paar an. Das Gummi wickelt man um den Zopf und hängt die gegenüberliegende Stelle in den Haken ein. Wenn ein Gummi nicht reicht (Dreads…) knüpft man mehr an. Genial. Das andere ist ein ordinärer Steckschließer mit zwei Gummibändern, damit habe ich die hochgedrehte Frisur gesichert. Auch das hat gut funktioniert.

Zopfgummis

Insgesamt habe ich die Dreads wirklich gerne getragen. Grade wenn man als eitle Ziege auf ein Festival fährt ist das die eine Frisur um die man sich keine Sorgen machen muss. Ein bißchen juckt es und strapaziert natürlich die Kopfhaut und eigenen Haare nicht wenig, aber sieht soo schön aus. Ich mag die gerne wieder einflechten und könnte mir auch vorstellen da mal andere Versionen in anderen Farben auszuprobieren.

Diese hier musste ich aber nach dem Metalcamp wirklich rausnehmen weil sie ziemlich dreckig geworden sind. Staub, sehr kalkhaltiges Flusswasser, manchmal sind sie auch ins Bier eingetunkt. Im Alltag könnte man die bestimmt über einen längeren Zeitraum tragen. Aber schon nach einer Woche ist es ziemlich schockierend was da an eigenen Haaren mit rauskommt. Klar, die Haare die man jeden Tag verlieren würde sind ja eingeflochten und akkumulieren sich natürlich. Dafür sieht man ulkig aus wenn man die eigenen Haare wieder befreit hat.

Poof!

Napalm Orange

10. Juni 2011 (20:01 h) – Tags: ,

Obwohl ich ja morgen nur für einen Tag zum WGT runterfahre (immerhin!) bin ich doch noch ganz unverhofft in den Genuss einer alten Tradition gekommen: Last-Minute-Haarefärben. Das hatte ich gar nicht vor. Eigentlich hatte ich gar nichts fürs WGT vor, zumindest nichts, das mit Aufwand verbunden wäre. Lümmelte also bräsig vorm Rechner rum und amüsierte mich über die Nuschen die hecktisch letzte Schleifchen annähten und panisch Koffer packten. Haha.

Und dann sprang es mich an. Eine dieser unerbittlichen Ideen die sofort umgesetzt werden müssen. Widerstand zwecklos. Ich würde keinen Aufwand mit Klamotten machen, dafür aber wenigstens Haare schön. Ich würde endlich die Dreads basteln die ich schon seit Ewigkeiten gerne hätte. Und schon war meine Ruhe dahin.

Erstmal habe ich neue Merinowolle gekauft. Ich besitze bereits Merinowolle und Natron auch, aber keiner von uns findet sie. Und da ich nicht lange fackeln konnte musste ich in den sauren Apfel beißen und neue kaufen. Dazu Haushaltshandschuhe und Seife. Damit stand ich dann am Waschbecken und habe gefilzt. Nach einem Dread hatte ich keine Lust mehr. Nach fünf wollte ich am liebsten ins Bett gehen. Und es sollten 23 werden…

Hier habe ich bereits die currygelbe Wolle verarbeitet und zwei Freiwillige schonmal mit Henna testgefärbt. Es ist auch hell und braun geflammte Wolle dabei, für einen etwas „natürlicheren“ Look. In currygelb sind 13 Dreads entstanden. Viel zu wenig. Ich also nochmal los, orangefarbene Wolle holen. Und weiterfilzen. Ätz.

Das ist die gesamte Ausbeute. Dreiundzwanzig handgefilzte Dreads. Wenn ich bedenke, dass man etwa sechzig braucht um sie am ganzen Kopf reinzuflechten, könnte ich heulen. Aber fürs WGT gibts ja nur die Schummelvariante mit Reinklipsen. Erstmal mussten die Schätzchen aber sowieso die richtige Farbe annehmen. Mit Henna.

Ja, das ist Hennapampe. Sieht das nicht eklig aus?! Da hinein habe ich die unschuldigen Wollflauschies getunkt und stundenlang durchziehen lassen. Im Laufe der Einwirkzeit wurde die Pampe rötlich und die Wollflusen mussten mitziehen, ob sie wollten oder nicht. Der Nachteil beim Färben mit Henna ist, dass man es schlecht auswaschen kann und die gefärbten Dreads noch bis in alle Ewigkeit rumkrümeln und Hennastaub verlieren werden. Der Vorteil ist die wunderschöne Farbe.

Das sind die fertigen Dreads, bereits an Tressenclips genäht und mit Perlen bestückt. Einige habe ich noch mit silbernem Stickgarn umwickelt und zwei als Coontails bemalt. Man sieht noch ganz gut welche gelb, orange oder geflammt waren, aber das mag ich. Ich find sie sind total schön geworden. Davon noch zwei Mal so viele und ich würd sie auch gerne mal einflechten.

Erstmal habe ich sie aber probehalber reingeklippt. Und dabei offenbarte sich ein neues Problem. Ich möchte nämlich die Dreads nur weiter hinten befestigen und vorne ganz normal den Pony tragen (Alles andere sieht komisch aus. Ich habs probiert. Und am Ende bei den Mädchen die Natron „deine Freundinnen aus dem Internet“ nennt, den coolen Kids von hairextensionsforum.com, nachgeschaut wies richtig geht.) Aber Pony war viel zu blass. Pony musste nachgefärbt werden. Icke also wieder los, an den Rechner, eroiert wo man in dieser Stadt Directions kaufen kann, ins Einkaufszentrum gefahren und welche besorgt.

Das ist Apricot. Meine letzte Begegnung mit Directions hieß Midnight Blue und liegt 13 Jahre zurück. Irgendwie rührend, dass sich das Design der Döschen seitdem überhaupt nicht geändert hat. Und riechen tun sie auch immernoch wie Slimy Glibberschleim aus der Grundschule.

Heute habe ich mir also auf meine alten Tage nochmal Directions in die Haare geklatscht. Wer hätte das gedacht. Die verdammt elegante Wärmehaube hatte übrigens das Hennapulver mitgebracht und ich konnte sie nicht ignorieren.

Und ahhh, nach einer guten halben Stunde Einwirkzeit hatten wir ein Ergebnis. In den Längen nicht so intensiv, da ist ja immernoch Endlagerungsbestand von der früheren schwarzen Haarfarbe drauf. Pony ist aber schön knallig geworden und das ist das Wichtigste. Ist übrigens ohne Blondieren so geworden! Dolle Farbe.

Hier sehen wir dann auch: hat sich gelohnt. Meine echten Haare haben fast die selbe Farbe wie die Dreads. Wie das ganze dann mit Makeup und Klamotte sowie von der Seite aussieht, erfahrt ihr nach dem WGT. Also nach meinem WGT-Besuch. Vermutlich am Sonntag.

Und jetzt geh ich ins Bett, muss morgen nämlich der Bahn und der Schönheit wegen schon um fünf aufstehen. Spätestens!