Kein Renaissancekleid

14. November 2012 (21:51 h) – Tags: ,

Musik: Van Canto - Lost Forever 

Normalerweise macht mir Renovieren schon Spaß. So Wände streichen und so, dass macht man ja nicht jeden Tag. Ist immer ein bisschen wie Abenteuerspielplatz. Diesmal hatte ich aber weniger als gar keine Freude daran das Schlafzimmer zu streichen. Kann gar nicht so genau sagen warum.

Weiß konnte es jedenfalls nicht bleiben. Mein Schlafzimmer ist meine Höhle, da brauche ich dunkle Farben. Und meine Bilder und Gipsreliefs sehen auf solchem Untergrund auch viel schöner aus.

Diesmal habe ich mich für ein dunkles ungesättigtes Blau entschieden.

Dazu soll noch goldfarbenes Ornament und entsprechender Kitsch. Nostalgisch und schnörkelig. Plus sehr schlichtes Mobiliar aus hellem Holz, dann wird es nicht zu überladen. Und wenn doch ist es mir auch egal. Das muss. Ich brauch das so.

Entsprechend hab ich auch einen Styropor-Stuck besorgt und angeklebt. Okay, die Decke ist mit Rauhfaser tapeziert, das könnte der Glaubwürdigkeit einen kleinen Abbruch tun, aber  egal. Weil der Raum nicht so groß ist, passt der kleine „Kronleuchter“ hier auch rein. Einen richtig großen möchte ich aber auch noch haben. Für ein anderes Zimmer.

Gestern habe ich dann Stoff für Vorhänge gekauft. Auf dem Türkenmarkt, da habe ich für den Meter Baumwollsamt in Polsterqualität nur fünf Euro bezahlt.

Und vier Euro für einen Meter Goldborte… Naja, was solls. Wenn ich da Kompromisse gemacht hätte, würde ich mich doch nur drüber ärgern. Es soll Effekt, also dann auch richtig. Goldmuster auf goldfarbenem Grund. Hätten sie noch eine mit geschwungenem Rand und Perlchenstickerei gehabt hätte ich auch die gekauft.

Der Nähplatz steht noch nicht wieder, deshalb müssen die Vorhänge noch warten. Solange kann ich mir sie auch als opulente Gewandung vorstellen. Also, sollte Tara mal in Not geraten und ich müsste Rhett Butler beeindrucken kann ich immer noch ein Kleid draus nähen.

Und das habe ich auch noch gemacht: Eine Ivar-Leiter geschlachtet.

Ein Fest für die Ketten Stichsäge. Hab damit drei normale Leitern nach oben verlängert und so noch zwei zusätzliche Regalböden untergebracht. Dieses Ivar begleitet mich schon seit meinen Kinderzimmertagen und hat sich jetzt an die vierte Wohnung angepasst. Das kann was.

 

Unmoderne Kunst

24. Mai 2011 (16:01 h) – Tags: , ,

Vor einer Weile hatte ich erzählt, dass ich bei meiner Mutter Treppenhaus und Flur renoviert habe. Inzwischen ist die Farbe trocken und wir haben die ganze Aktion jetzt abgeschlossen indem wir die 73 Bilder die bei meiner Mutter im Treppenhaus hängen wieder an die Wände gebracht haben. Eins hab ich mir allerdings unter den Nagel gerissen.

Das habe ich, wie der Datierung zu entnehmen ist, 1997 mit Ölfarben auf Leinwandkarton gemalt. Die Vorlage war ein winziger Ausriss aus einer Fernsehzeitung. Erstaunlicherweise gefällt es mir immer noch, auch wenn die Gruftiephase in den letzten vierzehn Jahren doch schon deutlich abgeklungen ist ;) Ich mag Ölfarben, sowohl in der Verarbeitung als auch im Endergebnis. Und den Geruch von Leinöl toppt so schnell auch nichts. Leider ist es immer so eine elendig langatmige Angelegenheit und ich habe in den letzten Jahren ohnehin sehr sehr wenig gemalt.

Da ich nun aber endlich mal eins meiner alten Bilder wieder zurück nach Hause geholt habe (die meisten habe ich wirklich verschenkt), sollte es auch eine schöne Präsentation bekommen. Ich glaube, ich hatte damals für ein Passepartout gemalt, habe es dann aber doch weggelassen. Heute habe ich nun eins aus schwarzem Papier geschnitten. Braun wäre mir lieber gewesen, ich hatte aber in keinem meiner zahlreichen Ton- und Farbpapierblöcke einen schönen Braunton.

Weil das schwarze Passepartout ein wenig zu heftig war, habe ich noch Jugendstil-Schnörkel und Linien mit goldfarbenem Gelstift aufgezeichnet. Jetzt ergänzt das Bild die Sammlung alter Fotografien und Kitschteile im Schlafzimmer. Hätte ich ein eigenes Treppenhaus, hätte ich auch mindestens 73 Bilder dort zu hängen.

Berlin inside and out

19. September 2010 (12:44 h) – Tags: , ,

Weil ich nicht zum Nähen oder zu irgendwas komme, hab ich heute mal ein bischen Berlin für euch. Fangen wir in meinem Schlafzimmer an. Diese schönen bunten Orientlampen habe ich neulich für billig bei meinem liebsten Kramladen Xenos gefunden. Eigentlich sollten sie in die Loggia und werden dort auch früher oder später hin umziehen, vorerst habe ich sie aber im Schlafzimmer aufgehängt. Da haben sie mehr Abstand zur Gardine und man kann sogar mal eine Kerze reinstellen. Und was machen sie tagsüber? Bunte Schatten! Quiek!

Natürlich scheint die Sonne inzwischen nicht mehr ganz so ausführlich. Also ich bin ja nicht damit einverstanden, dass der Sommer schon wieder vorbei ist. Aber mich haben sie mal wieder nicht gefragt.

Herbst auf ganzer Linie auch in der großen Stadt. Vom Fernsehturm gibts bei schlechtem Wetter auch nur die Hälfte.

Das hier ist übrigens aus der Brandmauer geworden die ich neulich beim Türkenmarkt fotografiert hatte. Inzwischen fertig und ziemlich cool. Diese fleischfressende Orchidee, die sie da dreidimensional vorgesetzt haben find ich besonders schick.

Und abschließend noch was aus der beliebten Kategorie „fail“. Das hier ist ein Fahrkartenautomat auf dem U-Bahnhof Kudamm *gnihihi*

Inzwischen haben sie den Monitor nochmal ausgebaut und richtig eingesetzt.

Mein Leben in 80 Quadraten

3. Mai 2010 (13:05 h) – Tags: , , , , ,

Jawohl, es sind inzwischen 80 Stück. Alle versäubert und in einem alten Pleaser-Schuhkarton gesammelt.

Es sind auch eine ganze Menge einfarbige, teilweise in recht poppigen Farben dabei. Ich hab schon zu Natron gesagt, vor sechs Jahren hätte ich dieses Projekt nicht machen können, da wäre noch alles schwarz gewesen ;)

Beim Versäubern habe ich, obwohl es ja eigentlich Nichts abzuschneiden gab, das Messer der Kettelmaschine nicht weggeklappt. Hätte ich vielleicht machen sollen, aber auch so hat sie nur sehr wenig abgesäbelt, das meiste sind Garnreste und Überstand von gedoppelten, zu groß zugeschnittenen Quadraten.

Und hier ein paar von den Quadraten. Man erkennt ein bischen paillenbesetzten Saristoff und China-Jacquard (angeblich 100% Viskose. Mit hitzegeschnittenen Kanten. Na klaaar..) aber obendrauf liegt mein all-time Lieblingstoff. Ein Reststück von Karstadt, silberner Brokat mit hologlitzer Fädchen durchzogen. Der Wahnsinn. Lässt sich leider so richtig doof fotografieren und glitzert nur im echten Leben dass es eine wahre Freude ist. Daraus habe ich ein Korsettkleidchen genäht und beim WGT 2005 getragen. Da hat es dann geregnet und es war wieder nix mit Glitzer…

Der hier war ein Fund vom Türkenmarkt. Grauenvoller Polyester mit wundervollem Fifties-Druck. Daraus wurde, wie sollte es anders sein, ein Kleid in Dior-Silhouette. Das Oberteil habe ich komplett mit Vlieseline unterbügelt, den Rock mit einem Tellerrock aus Batist gefüttert damit er nicht an den Beinen klebt. Eingefasst ist alles mit Schrägband aus dem Stoff, das war mein erster Versuch in Sachen selbstgemachtes Schrägband und ist dementsprechend nicht ganz optimal ausgefallen.

Neben den Freuden der Stoffdurchsicht habe ich es dann sogar noch geschafft die Vorhänge zu meiner Mutter zu bringen und aus den Resten noch ein paar Kissenbezüge zu zaubern. Ich habe den Verdacht, dass bei meiner zweiten Wäsche der Stoff nochmal kräftig eingelaufen ist, jedenfalls durfte ich bei meiner Mutter feststellen, dass die Vorhänge zu kurz waren und habe gleich vor Ort nochmal was vom Saum rausgelassen. Puh. Nun hängen sie aber endlich.

Außerdem konnte ich bei meiner Mutter noch ein paar Kuriositäten vergangener Tage mitnehmen die nun meine stetig wachsende Sammlung alter Familienfotos im Schlafzimmer auflockern. Das hier ist eine Zugwaage die meine Mutter auf der Suche nach etwas ganz anderem in der Garage gefunden hat. Funktioniert einwandfrei, wir vermuten sie stammt noch von meinem Großvater. Putzen habe ich meiner Mutter verboten, am Ende sieht die Waage wieder neu aus!

Und dieser silberne Teelöffel mit Maiglöckchenmuster hat meiner Großmutter gehört. Den habe ich neben die Flohmarktfotos von den braven Mädchen gehängt. Häusliche Niedlichkeit.

Auch fürs Schlafzimmer hatte ich neulich bei Xenos (Der Laden ist mein Ruin! Schon alleine an den barocken Plastikrahmen könnte ich mich totkaufen.) einen rührenden Spiegel mit zwei davorsitzenden Katzen gesehen. Genau wie im echten Leben. Als mir der Spiegel in einer anderen Filiale nochmal über den Weg gelaufen ist musste ich ihn mitnehmen.

Meine Katzen hocken auch dauernd vorm Spiegel. Nicht weil sie denken da wäre eine zweite Katze drin. Die sind einfach eitel. Oder sie beobachten mich über den Spiegel. Deswegen hats auch nicht lange gedauert und auf dem neuen Spiegel waren Sabberspuren. Erwischt!

Keine Hektik machen, Giorgio!

14. April 2010 (12:56 h) – Tags: , , , ,

Ich bin momentan zwar krank, habe aber Urlaub und bin deshalb fest entschlossen die Erkältung wegzuignorieren. Außerdem war Natron zu Besuch, da konnte ich es mir ja nicht entgehen lassen endlich mal ein paar schöne Tage mit ihr zu verbringen, Husten hin oder her.

Erstmal entspannt ein Bierchen im Friedrichshainer Kiez, da kann natürlich auch der Red nicht weit sein. Am nächsten Morgen konnte  ich dann gar nicht mehr sprechen ;)

(Hier erahnen wir übrigens auch meine neue Frisur)

Gestern haben Natron und ich dann einen Shoppingtag gemacht. Endlich mal wieder auf den Türkenmarkt, in unserem Einkaufszentrum hat ein toller Schnurkesladen aufgemacht und ein neues Telefon musste ich auch haben.

Hab mal wieder unheimlich viel Jersey gekauft, aber ich verarbeite den ja auch. Ich sage mal: Miniabito! *herz* Außerdem Satin für einen passenden Unterrock unter meine Jerseykleider, eine Gürtelschnalle und drei Meter rotes Schrägband mit kleinen weissen Ankern drauf. Keine Ahnung was ich damit mache, aber mit braun wärs schön St. Pauli.

Auch direkt auf dem Stoffmarkt: ein schön aufwendiges Stencilgraffiti. Ich finds toll wenn sich jemand so viel Mühe macht und die nachträglichen Erweiterungen durch andere Künstler (Sprechblase) finde ich auch echt spannend.

Im Deko/Einrichtungs/Küchenkramladen musste ich dann noch einen Bilderrahmen mitnehmen. Barockschnörkel in rauchglasimitierendem Plexiglas. Passt super in mein mit Familienfotos und Goldkitsch dekoriertes Schlafzimmer. Außerdem hat er keine drei Euro gekostet. Ich wurde sozusagen gezwungen. Es war stärker als ich, wirklich ;)

Schlafzimmer, fast fertig

22. Mai 2009 (11:29 h) – Tags: ,

Entschuldigt meine lange Abwesenheit. Mir war nicht nach leichter Unterhaltung, das Leben ist schwer und wird nie wieder so sein wie vorher.

Der Blog soll aber weitergehen, deshalb wenn auch etwas halbherzig, der Fortschritt im Schlafzimmer.
Hab endlich die Vorhänge genäht und aufgehängt. Musste sie zwar nochmal runternehmen und korrigieren und die Gardinenstange ist auch nicht grade, aber nagut. Den Vorhangstoff hab ich nochmal mit schwarzem Leinen gedoppelt damit es auch wirklich lichtdicht ist. Herr Soda schläft im Dunkeln besser, ich eigentlich nicht, aber das nennt man einen Kompromiss.

Auch neu ist die kleine Laterne die im Fenster hängt. Die Laterne selber habe ich schon seit Ewigkeiten, nun aber ist sie ins Schlafzimmer gewandert, dazu eine katzensichere Aufhängung mit Kette an der Gardinenschiene. Sieht schön aus wenns dunkel ist.
Was man nicht sieht, ich aber trotzdem gemacht habe ist ein Kissen für Toyah die immer auf dem Sessel am Fenster schläft. Aus dem Sesselstoff, dann fällt es kaum auf und die Katzenhaare kann man leicht runtersaugen. Ebenso habe ich das Polster auf der Truhe bezogen. Zwei Katzen – zwei Plätzchen.

Jetzt fehlt nur noch die alte Schneiderbüste, für die ich einen neuen Bezug nähe. Auch so ein Ewigkeitenprojekt.
Bilder habe ich auch noch mehr aufgehängt. Familienfotos. Dagegen bin ich machtlos.

Die Katze hat mein Turnzeug gefressen

4. April 2009 (12:25 h) – Tags: , , , ,

Wirklich Herr Lehrer, ich *konnte* meine Hausaufgaben nicht machen!

*g*

Ich hab aber mit dem Schlafzimmer weitergemacht. Hatte ich erwähnt, wie schwierig es ist einen Spiegel mit schnörkeligem Goldrahmen aufzutreiben der kein Vermögen kostet? Trödler kann man da total vergessen. Bei Domäne hatten sie nur minder schnörkelige Silberrahmen. Bei Ikea zwar schöne Goldrahmen, auch oval, aber teuer.
Doch dann kam mit der sonnabendlichen „Paket 17 von 32“ Werbeversorgung ein Prospekt vom dänischen Bettenlager. Nicht weit von hier, aber ich war da noch nie drin. Hatten aber Spiegel für 15 Euro. Das musste ausspioniert werden.
An sich war der Spiegel völlig in Ordnung. Nicht grade hochglanz und auch nicht opulent, aber okay. Und billig. Nur hing direkt daneben ein Kollege, facettierter Spiegel, dicke Schnörkel, rötlich glänzender Goldrahmen. Für 30 Euro. Nun konnte ich ja schlecht den preiswerteren Spiegel nehmen und immer dran denken, dass es einen schöneren gegeben hätte.

Also, der Schneewittchenspiegel (schenkt mir sogar meine Mama zu Ostern), schon montiert und von den Klavierleuchtern ergänzt:

Allerdings habe ich gestern vormittag nicht nur den Spiegel und die Leuchter montiert sondern gleich das ganze Schlafzimmer umgeräumt. Da wo die Komode stand konnte der Spiegel nicht hin weil da eine Steckdose auf halber Wandhöhe störte. Also Kommode und Spiegel an die Wand wo der Sessel und der Sonnenspiegel waren, Sessel in die Ecke hinters Bett, Bett weiter nach vorne. Sonnenspiegel vorübergehend abgehängt.

Und weil ich dann grade dabei war hab ich dem Sessel auch gleich einen neuen Bezug spendiert. Ich hatte schon mal einen genäht (Ikeamöbel mit abnehmbaren Bezügen sind mein Liebstes), deshalb gings diesmal recht fix. Das ist der Vorhangstoff (eigentlich ein Möbelbezugsstoff).

Hat auch gleich ein haariges Haustier drauf gepennt.

Das war nun aber noch nicht genug für gestern. Bin nämlich endlich mal wieder mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren. Wenn man da monatelang nicht unterwegs war gibt es natürlich hundert neue Grafittis. Fast wäre ich zu spät gekommen *g*

Und manchmal trifft man sogar Leute mit ähnlich urbanem Kunstverständnis *g*

Und um nun endlich zum Ende zu kommen: Das ist ein schöner Friseurname. Da kennen wir ja viel blödere ;)

Hundert Jahre alte Erinnerungen

27. März 2009 (23:04 h) – Tags: , ,

Ich habe mehr Wahlverwandschaften gekauft. War neulich mit Natron wieder auf dem Flohmarkt. Und nicht ein sondern neun Fotos haben den Weg in meine Tasche gefunden. Neun! Und ich hätte noch so viel mehr kaufen können. Wo soll ich die bloß alle aufhängen..

Die Rahmen sind übelst billiges Plastik, sieht man aber an der Wand nicht so und dafür haben sie auch nur einen Euro pro Stück gekostet.
Ich habe noch nicht alle gerahmt. Hab noch Kinderfotos. Von lieben Kindern.
Überhaupt haben sie alle Charakter. Meine Fantasie dreht die unglaublichsten Kapriolen wenn ich diese Bilder (und ihre Rückentexte) anschaue. Aber ich habe meine Zeit schon immer gerne abseits der Realität verbracht ;)
Morgen früh wenn meine Nachbarn wieder wach sind häng ich die Damen zu den tatsächlichen Verwandten.

Kontrastierend aber immerhin auch Berlin sind folgende Stadteindrücke. Hier bei mir um die Ecke. Ohne Worte.

Und das ist vom U-Bahnhof Innsbrucker Platz. Nicht stehen bleiben. Auf dem Gleisbett. Ich bin noch unschlüssig ob wir es mit einem obskuren Schild aus der Vergangenheit zu tun haben (hier werden solche Schilder, auch die für die Luftschutzbunker, häufig restauriert) oder schlichtweg mit Kunst.

Wir haben ein niedliches Tier versteckt.

17. März 2009 (17:41 h) – Tags: , , ,

Heute hab ich erstmal „das Haus aufgeräumt“, wie es bei meiner Mutter heißt. Geputzt. Als ich damit fertig war, war es elf und die Sonne kam raus. An einem Dienstag sind das zwei Gründe endlich den Frühling einzuläuten und das Fahrrad aus dem Keller zu holen.

Tat ich dann auch und es brauchten bloß die Reifen aufgepumpt zu werden, alles andere war noch picobello. Dann bin ich zum Markt geradelt. Und habe dort – Trommelwirbel bitte – einen Stoff für meine Schlafzimmervorhänge gekauft. Es ist grober Jacquard. Nicht *der* Stoff, aber ein Stoff und passt ganz gut ins Schlafzimmer.

Ungefähr so sind die Farben. Kann man mit leben, oder? Der goldenere Farbton ergänzt ganz gut den altmodischen Kitsch, ansonsten ist es jetzt aber auch nicht zuuu kitschig.
Das wäre das Schlafzimmer aktuell. Nun muss ich noch eine Gardinenstange kaufen und 7 Meter Möbelstoff in die Maschine quetschen, dann kann es losgehen mit den Vorhängen. Schlaufen oder Ringe/Gardinenband?

Nachdem ich auf dem Markt war bin ich noch zu einem anderen Termin geradelt. Und danach noch bei Domäne (der böse Kramladen, da komm ich viel zu oft vorbei) rein um zu gucken ob sie eventuell einen Spiegel mit Goldrahmen haben, der sollte noch ins Schlafzimmer. Hatten sie nicht. Aber in einer Grabbelkiste den niedlichsten Duschvorhang ever. Sogar waschbar, sogar runtergesetzt. Warum gibts sowas eigentlich nie wenn ich einen Duschvorhang *brauche*?

Ich hab ihn natürlich trotzdem mitgenommen. Und den Katzentüv hat er auch gekriegt ;)

Altmodern

16. März 2009 (15:27 h) – Tags: , ,

Ich habe heute das Astra-Schild zuende gebastelt. Also die Sache mit den Buchstaben, bei mir ist wieder nur ASTRA groß im Kopf hängen geblieben ;)

Herr Soda hat mir ein „Brettchen“ von der Arbeit mitgebracht. Ein künstlich auf alt gemachtes Bodenholz. Spätestens da konnte ich mich nicht mehr gegen einen „Rahmen“ wehren. Ist ja auch viel einfacher die Buchstaben auf ein Holz zu kleben als direkt auf die Wand.

Die Lettern habe ich einfach mit Heißkleber aufgeklebt. Hält nicht bombig, aber hält. Man muss nur aufpassen, dass der Kleber nicht seitlich hervorquilt und diese elenden Fäden vermeiden die Heißkleber immer ziehen muss.

Heute war ich dann im Baumarkt um extra lange Schrauben zu holen, das Brett ist stolze 25 mm dick. Natürlich hatte ich wieder vergessen welche Dübelgröße ich zu hause habe, aber es hat mit gutem Willen doch alles geklappt.

Ich habe den denkwürdigen Moment zum Anlass genommen um auch die restlichen Bilder im Schlafzimmer an die Wand zu bringen. Wir wohnen ja auch erst etwas länger als ein Jahr hier…
Außerdem habe ich aus dem Baumarkt noch eine zweite Kugellampe für den Boden mitgebracht und wo ich grade mit Elektro zu tun hatte noch gleich die Japanpapier-Mondlampe gegen den schrammelig-schiefen Kronenleuchter ausgetauscht der auch schon seit einem Jahr auf Zuneigung wartet. Heute habe ich ihn dann endlich geputzt, den abgebrochenen Arm so gut es ging wieder hingefummelt, zweihundert abgefallene Plastikkristalle wieder angebammelt und ran an die Decke. Nicht schön, aber selten.

Wenn mich jetzt noch irgeneiner bei Ikea abholt kann ich meine Kommode kaufen und das Schlafzimmer endlich ganz fertig machen.
Halt, dann fehlen immer noch die Vorhänge. Ja, die Vorhänge, mein Sorgenkind. Wenn ich nicht so pingelig wäre hätte ich sicher schon längst einen Stoff dafür gefunden. *sigh*