Tempelhofer Freiheit

22. August 2011 (17:07 h) – Tags: ,

Bei dem seltenen schönen Wetter des Wochenendes war ich mal wieder unterwegs. Meene Stadt ankieken. Der ehemalige Flughafen Tempelhof, inzwischen ein Park,  gehört fast noch zu meinem Kiez und vor einigen Jahren hab ich sogar noch dichter dran gewohnt. Fast schon auf dem Rollfeld. So war ich 2008 auch gegen die Schließung, denn die basslastigen, alten Propellerflugzeug so direkt im Wohnzimmer zu haben, das hatte viel nostalgischen Charme. Überhaupt ist am Flughafen alles Vergangenheit: Naziarchitektur, Luftbrücke, amerikanische Besatzung. Das hat alles seine Spuren hinterlassen und man sieht sie noch heute.

Hier werden heute keine Stadtrundflüge und Learjets mehr abgefertigt. Flugbetrieb gibt es dennoch ohne Ende: ferngesteuerte Hubschrauber, Miniatursegelflieger am Katapult und eine unendliche Fülle von Drachen, fliegenden Wimpelketten und Gleitschirmen die einen Menschen auf einer Art Skateboard ziehen. Alle ohne Starterlaubnis vom Tower.

Auch am Boden ist in diesem seltsamen, baumlosen Park einiges los. Es gibt Jogger, Skater, Leute die Fußball spielen und sogar ein Baseballfeld. Ich habe noch nie echte Menschen live vor meinen Augen Baseball spielen sehen. Hat, vermutlich aufgrund der Trikots, ein ungemein altmodisches Aussehen. Ich persönlich hatte beim Anblick der fast ganz ebenen Rollbahnen wirklich Lust bekommen, mich mal an Inlinern zu versuchen. Oder verlernt man das wenn man erwachsen wird? 

Und der darf natürlich auch nicht fehlen. Keine Party ohne den Fernsehturm. Auf dem roten Schild steht, wofür diese spezielle Grünfläche bestimmt ist. Manche von den Wiesen sind Vogelschutzgebiete, manche Grillplätze oder Hundeauslaufbereiche. Ich persönlich wäre dafür, da mal ein ordentliches Metalfestival zu veranstalten. Mit allen meinen Lieblingsbands als Headlinern. Ich hätte die kürzeste Anreise ever.

Bis dahin drehen Herr Fahrrad und ich gerne noch ein paar Runden auf der Landebahn. Wissend, dass sich darunter unendliche, sagenumwobene Tunnel und Kellerräume befinden (der Flughafen ist immernoch das zweitgrößte zusammenhängende Gebäude der Welt, und zwar nicht wegen dem was über der Erde gebaut ist). Und in irgendeiner dieser Kammern, noch völlig unentdeckt, liegt das Bernsteinzimmer. Bin ich mir ziemlich sicher.

Institut für Amöbenrechte

8. Juni 2011 (10:44 h) – Tags: , ,

Vielleicht glaubt ihr mir das nicht, aber ich habe mich auch über eure kritischen Kommentare zur Amöbe gefreut. Ich kann nachvollziehen, dass das unter Umständen unverständlich weil kontextgebunden ist, aber für mich hat der Overall einen Look. Das Sackige daran IST der Style der Klamotte ;) Trägt man in Rixdorf momentan so. Aber Berliner Streetstyle ist ja eh ein Kapitel für sich. Passend dazu hat eine lokale Tageszeitung diese Printwerbung rausgebracht:

Hing hier an der Bushaltestelle und hat mich sehr begeistert. Aus der Kampagne gibt es noch mehr wirklich gute Motive. Wenns euch interessiert: Die Mopo kennt Berlin!

Ich werde also das Oberteil nicht enger nähen. Ich mochte aber Junikas Idee mit den Hosentaschen. Die wären wirklich eine gute Ergänzung. Ich werde mal schauen was die Stoffauflage sagt, aber ich fürchte fast, aus dem Batikstoff werden keine Taschen mehr rauskommen, der ist eine knappe Angelegenheit.

Der Geruch von Sonnencreme

4. Juni 2011 (22:41 h) – Tags: , ,

Heute wieder 30 Grad in B. an der Spree. Da hatte ich echt keine Lust zu Hause zu bleiben. Also haben mein geliebtes Fahrrad und ich einen Ausflug gemacht.

An dem häng ich sehr. Das ist uralt, hat mal meinem Vater gehört. Auf der Stange sieht man noch die Stellen wo früher mein Kindersitz (!) befestigt war. Ich will nie wieder ein anderes Fahrrad und schon gar kein Damenrad, das ich mir nicht über die Schulter hängen kann wenn ich es aus dem Keller schleppe. Der rostige Lenker und der ganze abgerockte Look sind übrigens Diebstahlsicherung und Style in einem. Der Fahrradklau in dieser Stadt ist echt grauenvoll.

Wir waren erstmal auf dem Samstagsmarkt. Den wollte ich mir ja schon länger mal anschauen, zumal Berlinbesucher öfter mal danach fragen.

Also, ich sage mal so: Hälfte Stoffe und Kurzwaren, Hälfte Tourikram. Der Teil zur Ankerklause hin ist der, auf dem sich die meisten Stoffhändler die auch regulär auf dem Türkenmarkt zu finden sich, niedergelassen haben. Man erkennt nicht jeden sofort weil sie ja andere Plätze haben. Der Glitzerwarendealer und mein Kurzwarenhändler sind auch da. Das ist gut und sicher eine tolle Sache für alle die weder Dienstags noch Freitags auf den Markt kommen. Der Rest ist marktgewordener Kleinkram: Kissenbezüge, Babylätzchen und eingeschlagene Notizbücher. Röckchen aus Patchworkstoffen. Nachgemachte Threadless-Shirts. Und Sarouelhosen soweit das Auge reicht. In Einheitsgröße, mit Gummizug. Ja, würd ich auch anbieten, aber originell ist was anderes. Außerdem erinnere ich mich noch zu gut daran, wie der Style runtergemacht wurde als er neu war. Nagut. Einer hatte sehr interessante Postkarten mit Ausschnitten von Stadtschildern („Ichstadt“ aus dem Friedrichstadtpalast-Logo und so Sachen) und Streetart. Und vielleicht ist ja auch mal selbstgebastelter Schmuck bei, der einem gefällt. Aber ist schon alles sehr deutlich mit „100% Berliner Handarbeit“ und „Souvenir aus Rixdorf“ beschrieben. Mich meinen die nicht.

Ich bin dann auch weitergefahren, am Kanal entlang fährt man schön bis fast an den Potsdamer Platz, dann ein bisschen unter die Touristen mischen und schließlich elegant durch den Tiergarten radeln. Ahh. Mit Fahrtwind war das gar kein übles Wetter.

Was ich (Freitag) auf dem Türkenmarkt erstanden habe zeig ich auch noch kurz. Näh meine komischen Hosen nämlich selbst.

Das hier könnte euch bekannt vorkommen. Den Stoff habe ich letztes Jahr schonmal auf dem Markt gekauft und das Maxikleid V1 draus genäht. Ein ganz wunderschöner Stoff. Hab mich echt gefreut den nochmal zu bekommen. Damit auch diesmal der ganze Farbverlauf drauf kommt möchte ich eine Art Overall mit Trägern, Smok und Pluderhose draus machen.

Das hier ist Kunstfaser, eine Art Kreppchiffon, aber mit Glitzerstreifen! Musste ich haben. Wird eine Hose, entweder Aladin oder Burdas Strandhose, mal sehen.

Wunderschönes 12059

29. Januar 2011 (19:01 h) – Tags: ,

Heute nur Bären. Ich hab mal wieder in der großen Stadt gewildert und Fotos gesammelt. Fangen wir mal vor meiner Haustür an.

Manchmal habe ich den Eindruck, die Leute machen sowas nur, damit ich was für den Blog habe. Das ist in einem Schaufenster am Hermannplatz. Dass da mal Straßenbahnen gefahren sind..!

Zwei U-Bahnstationen weiter, am Kotti, entdecken wir den ersten Bären. Berliner Bären! Der hat schließlich eine Krone auf. Ich mag die rasanten Linien und die Kringel. Könnte man nie langsam nachzeichnen.

Mein Lieblingsbär ist aber der hier. Der sieht so flauschig aus!

Wieder mit Krone. Und ach, home sweet home! Das ist ein Kunstprojekt am Steglitzer Bierpinsel, was mehr in den Kiez meiner Kindeit fällt. Das hier ist ebenfalls am Bierpinsel, noch ganz zu Anfang der Grafittiarbeiten. Bär mit Sprühdose, aber ohne Krone.

So rot war der Turm ursprünglich, ist er aber längst nicht mehr. Ist insgesamt ein grandioses Projekt geworden, lohnt sich da mal genauer reinzsuchauen. Nur den Architekten gefällt es nicht *g* Das sind die selben die auch das Internationale Congress Centrum in Berlin gebaut haben, ein gebäudegewordener Teil der Futurismusbegeisterung der Siebziger Jahre. Von den Berlinern liebevoll „Panzerkreuzer Charlottenburg“ genannt, sieht das ICC wirklich aus wie direkt aus „Krieg der Sterne“ entsprungen. Ich liebe es!

So, noch ein bischen Weltall. Zwei Kometen die spektakulär über der Stadt verglühen. Nee, die Kondensstreifen zweier Flugzeuge am Abendhimmel. Aber trotzdem.

Und schlussendlich, nochmal Berlin als Oberkitsch zum Ausdrucken und Einrahmen. So, noch jemand nicht von der Schönheit der Hauptstadt überzeugt? ;)

In Rixdorf is Musike

5. Dezember 2010 (13:59 h) – Tags: , ,

In den letzten Jahren ist es bei mir zu einer schönen Tradition geworden, den einzigartigen Rixdorfer Weihnachtsmarkt zu besuchen, der leider nur an einem Adventswochenende, dafür aber gleich um die Ecke stattfindet. Obwohl es nur ein paar Minuten zu Fuß sind, könnte der Kulturunterschied zwischen Neukölln und Neukölln nicht größer sein. Mitten im Ghetto befindet sich der Richardplatz, und dort der historische Ortskern von Richardsdorp, dem kleinen Dorf das Rixdorf seinen Namen gab. Erst Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts wurde Rixdorf dann in Neukölln umbenannt und zwar – man höre und staune – weil die Gegend schon damals so einen mieserablen Ruf hatte der durch die Namensänderung immerhin vertuscht werden sollte. Manche Dinge ändern sich auch nie.

Das Böhmische Dorf also ist die Keimzelle der 650jährigen Geschichte von Rixdorf. Ein noch heute ganz entzückendes Fleckchen mit Schmiede, Kirche und Katzenkopppflaster. Entsprechend ist auch der Rixdorfer Weihnachtsmarkt eine Mischung aus Ständen von unterschiedlichen charitativen Origanisationen und Heimatkunde zum Anfassen. Ganz viel glühweinseelige Nachbarschaftlichkeit und ein bischen heile Welt, an der sowohl Rütli-Schüler als auch die ehrenamtlichen Helfer vom Hospiz Ricam teilnehmen.

Es ist ganz rührend und ein bischen kitschig, aber dafür ist ja auch Weihnachten. Dieser historische Kiosk sieht schon fast wie eine Disney-Kulisse aus. Tatsächlich dient er das restliche Jahr über als Versteck für die Polizei die aus diesem Hinterhalt Geschwindigkeitskontrollen durchführt. Im Böhmischen Dorf gilt Tempo 10 ;)

Ein paar Kuriositäten habe ich aber auch mitgebracht. Angefangen bei diesem Traditionsunternehmen, das für jede Gelegenheit die passende Kutsche parat hat. Tatsächlich gehört zu dem Schild ein alter Hof mit Ställen und dort kann man auch eine kleine Auswahl der Kutschen besichtigen. Habe ich natürlich gemacht.

Ein paar Meter weiter gab es einen Stand der Geld für die Betreuung freilebender Katzen sammelte. Alles an dem Stand waren Katzen. Als Broschen, Bilder, Porzellanfiguren. Ich habe dieses entzückende Kissen mitgenommen. Und irgendwie rührend, schon bevor es bei mir einzog waren Katzenhaare drauf ;)

Und dann habe ich noch einen Euro in Nostalgie, Stadtgeschichte und Blödsinn investiert. Was ist meine andere Schwachstelle, neben Katzen? Richtig, Literatur. Alte Literatur. Für sage und schreibe einen Euro gabs drei gebrauchte Reclamhefte. Zwei Mal Wagner, den wollte ich sowieso mal lesen. Aber diese uralten Ausgaben! Ich schätze sie auf die zweite Hälfte der 1920er Jahre.

Im Tannhäuser liegt noch ein Werbezettel der Reclams Universalbibliothek anpreist: „Auf weißes, holzfreies Papier in großen, modernen Schriften gedruckt; fester, künstlerischer Einband“. Für 80 Pfennig gabs damals auch moderne Autoren wie Hermann Bahr und Arthur Schnitzler. Darüber hinaus sind beide Bänder mit Bleistift in Sütterlin beschrieben.

Ich entnehme dem Rheingold, dass es jemandem von der Städtischen Oper (heute die Deutsche Oper) Berlin gehörte. Es sind die Namen der Darsteller vermerkt, sowie die Daten 20.2.27 und 6.3.1928. Vermutlich haben sie das Rheingold dort aufgeführt, Google wollte mir aber nix dazu ausspucken.

Das dritte Heft ist ein neues. Das Verlorene Paradies von John Milton. Habe ich zwar schon als „schöne“ Ausgabe in englisch, aber ich musst so lachen als ich das hier aufgeblättert habe, deshalb hab ichs mitgenommen. Das Lesezeichen ist von der Herrnhuter Brüdergemeine in Rixdorf. Gottes Segen als Lesezeichen im Milton. Wir erinnern uns, Milton, der Besserwisser mit den markigen Sprüchen. Better to reign in hell than serve in heaven. Und so.

Disko 44

31. Oktober 2010 (10:37 h) – Tags: ,

Ich wollte euch heute mal ein paar Eindrücke aus B an der Spree zeigen die ich immer zufällig und fast immer nebenbei aufsammle. Mit großer Freude beobachte ich schon seit einer Weile die begrüßenswerte Entwicklung weg von Grafitti, hin zu Streetart.

Das hier ist ein gutes Beispiel. Disko 44 ist vermutlich der Tag von Jemandem. Dazu sei gesagt, dass Neukölln vormals postalisch unter 1000 Berlin 44 rangierte. Hätte Mr. 44 ja nun auch einfach mit der Sprühdose hinklieren können. Das wäre schade weil sein Tag eigentlich ganz originell ist. Und zum Glück hat er sich auch die Mühe gemacht eine ziemlich aufwändige Schablone zu schneiden. Dadurch kommt Vandalismus schon fast wie Kunst rüber. Respekt, Disko 44! (Die Wand ist auch ganz atmosphärisch angegammelt. Ich weiß gar nicht mehr wo ich das fotografiert habe.)

Das hier nun ist Kunst. Das liebe ich total. Fotografiert habe ich es auf einem der Bahnhöfe der U8, an dem baustellenbedingter Pendelverkehr mich zum Aussteigen und Warten genötigt hatte. Unsere Augen sehen handwerklich krude hingeschriebene Buchstaben auf einem Holzträger für Werbeposter. Unser Kopf sieht eine gigantische Kuppel, gleißendes Sonnenlicht auf spiegelblankem Eis reflektiert, Atem der in der Luft kondensiert, blaues Licht, Eiszapfen wie Stalagtiten, funkelnde Kristalle, eine unendliche Stille. Zumindest mir ging es so, dass diese zwei Zeilen – zugegebenermaßen durch „that“ und „those“ poetisch aufgeladen – eine ganze Defa-Film-würdige Welt in meinem Kopf heraufbeschwören haben. Und je mehr ich darüber nachdenke umso mehr entwickelt sich aus dem ersten Eindruck eine Höhe und eine Tiefe, Licht und Schatten, Wärme und Eis. Das hier ist ein veritables Gedicht, meine verehrten Leser. Diese zwei Verse stellen sich mühelos neben jede zwei Verse von Keats oder Percy Shelly. <- meine Meinung

Kommen wir nun von der Kunst wieder zurück ins Leben und von der Unterwelt wieder ans Tageslicht. Hier auf dem S-Bahnhof Tempelhof habe ich eine kleine profane Gemeinheit fotografiert. Tempelhof ist ein recht alter Bahnhof auf dem es neben den zwei genutzen S-Bahngleisen noch etliche obsolete Schienen und Bahnschuppen und seltsame Gebäude gibt. Ein Paradies für Sprayer. Die S-Bahn kämpft wacker dagegen an und übermalt die Grafitti immer wieder. Offensichtlich auch an dieser Backsteinwand geschehen. Bis dann einer mit Reinigungsmittel oder ätzender Flüssigkeit zum Gegenschlag ausholte. *g*

Das hier schlussendlich ist keine Streetart sondern einfach nur kiezig und awwwww! In einer Nebenstraße liegt ein kleines Schustergeschäft. Im Fenster des Schustergeschäftes liegt zwischen fertigen Schuhen und heimatlosen Schnürsenkeln eine schwarzweiße Katze und schläft. Das ist so rührend und aus der Zeit gefallen, würde ich Schuhe besitzen die nicht nach einer Saison hoffnungslos auseinanderfielen, ich würde sie hierhin bringen, nur um dem Schuster und seiner Katze das Auskommen zu sichern.

Berlin inside and out

19. September 2010 (12:44 h) – Tags: , ,

Weil ich nicht zum Nähen oder zu irgendwas komme, hab ich heute mal ein bischen Berlin für euch. Fangen wir in meinem Schlafzimmer an. Diese schönen bunten Orientlampen habe ich neulich für billig bei meinem liebsten Kramladen Xenos gefunden. Eigentlich sollten sie in die Loggia und werden dort auch früher oder später hin umziehen, vorerst habe ich sie aber im Schlafzimmer aufgehängt. Da haben sie mehr Abstand zur Gardine und man kann sogar mal eine Kerze reinstellen. Und was machen sie tagsüber? Bunte Schatten! Quiek!

Natürlich scheint die Sonne inzwischen nicht mehr ganz so ausführlich. Also ich bin ja nicht damit einverstanden, dass der Sommer schon wieder vorbei ist. Aber mich haben sie mal wieder nicht gefragt.

Herbst auf ganzer Linie auch in der großen Stadt. Vom Fernsehturm gibts bei schlechtem Wetter auch nur die Hälfte.

Das hier ist übrigens aus der Brandmauer geworden die ich neulich beim Türkenmarkt fotografiert hatte. Inzwischen fertig und ziemlich cool. Diese fleischfressende Orchidee, die sie da dreidimensional vorgesetzt haben find ich besonders schick.

Und abschließend noch was aus der beliebten Kategorie „fail“. Das hier ist ein Fahrkartenautomat auf dem U-Bahnhof Kudamm *gnihihi*

Inzwischen haben sie den Monitor nochmal ausgebaut und richtig eingesetzt.

Fährt der Pfau in nem Boot, wird der Wannsee puterrot

16. Juli 2010 (12:00 h) – Tags: , ,

Ich habe auch länger nicht gebloggt, aber im Gegensatz zu Natron war ich nicht im Urlaub und bin auch nicht braun geworden. Ich hab nur gearbeitet. *schmoll*

Und dazu die Hitze. Ich mag den Sommer wirklich, aber mein Kreislauf macht nicht immer mit. Zumal es bei mir zuhause dolle warm wird. Im Wohnzimmer staut sich die Hitze und es kühlt auch nachts nicht richtig ab.

Drinnen 37,8 draußen 41,4 Grad. Kuschelig!

Zum Glück haben wir noch einen abbekommen. Außerdem habe ich ein „Fliegen bleiben draußen – Katzen bleiben drinnen“ Gitter fürs Wohnzimmerfenster gekauft und wir können nun ein bischen durchlüften. Habs heute früh ausprobiert, bringt schon was. Fürs Küchenfenster brauche ich auch ein Katzengitter, das muss ich aber selber bauen. Verzögert sich also noch.

Was ich in den letzten Tagen noch geschafft habe ist die Aufarbeitung von Maxikleid V1. Der Rockteil war ja schon fertig, für das Oberteil habe ich den Burdaschnitt vom Pfauenkleid verwendet. Da ich aber nur noch sehr wenig Stoff hatte und um dem Farbverlauf gerecht zu werden ja auch nur dunkellila verwenden konnte war das nicht ganz einfach. Mit viel Gestückel und Ignoranz des Fadenverlaufs hat es aber hingehauen. Hinten habe ich rosa genommen. Am Saum hat der Stoff eine breite gestickte Bordüre in gold und jede Menge transparente Pailletten. Die sieht man auf den ersten Blick kaum, bei Bewegung glitzern sie aber unverhofft doll. Muss ich auch mal zum Versticken besorgen.

Der Rock hat einen Saumumfang von nur etwa zwei Metern, geht sich aber gut aus. Ich hatte den Rockteil mit Hilfe des „Eine Stofflage raffen, eine glatt lassen, beide abschneiden, zusammennähen und versäubern und das in einem Arbeitsschritt“-Tools der Overlock genäht, das rafft nicht sehr doll, macht dafür aber wenig Arbeit.

I wandered lonely as a cloud

1. Mai 2010 (14:08 h) – Tags: , , ,

Es scheint ja nun doch endlich Frühling zu sein, jedenfalls sind die Alleebäume vor meinem Fenster schon mächtig grün geworden. Und weil auch im Britzer Garten alles grün ist und die Tulpen blühen war ich neulich mit meiner Mutter ein paar Stunden lustwandeln und Tulpen angucken. Der Britzer Garten war 1985 Bundesgartenschau, deshalb heißt er in meiner Familie immernoch „die Buga“. Und weil ich seit 1985 immer wieder dort war ist die Buga für mich einer der magischen Orte voller wunderbarer Kindheitsmagie. Die modernen Kunstinstallationen und ungewöhnlichen Spielplätze sind mir sehr ans Herz gewachsen. Für alle Berlinbesucher die nach Kudammstress und Potsdamer-Platz-Overkill mal abschalten wollen wäre der Britzer Garten (Britz ist ein Ortsteil von Neukölln! Wir haben nicht nur Ghetto!) mein Geheimtip. Hab natürlich auch Bilder mitgebracht.

Ein bischen DIY hab ich auch noch, meine aktuelle große Passion bekommt aber einen eigenen Eintrag ;)

Ich war wieder auf dem Markt (noch eine Neuköllner Naturschönheit) und habe Vorhangstoff für meine Mutter gekauft. Nachdem wir das Wohnzimmer renoviert hatten passten die alten Vorhänge nicht mehr so gut. Also habe ich als vorbildliche Tochter gleich für Abhilfe gesorgt. Hier trocknen 12 Meter Stoff auf dem Wäscheständer. Mehr geht in meine Maschine nicht rein, auch so muss ich die fertigen Vorhänge noch mal (einzeln) waschen weil noch ganz schöne Rückstände vom Waschmittel im Stoff geblieben sind.

Aber das war natürlich noch nicht die ganze Ausbeute. Für mich habe ich Stretchseide (sowas gibts! *staun*) für ein Unterkleid mitgenommen und eine Mobile-Girlande mit Elefanten und Kitsch.

Die Elefanten hab ich in die Loggia gehängt, da kann aber durchaus noch eine zweite Girlande. Und überhaupt noch mehr. Ich habe Pläne ;)

Gelb und rosa und so…

21. April 2010 (19:28 h) – Tags: , ,

So, fertig! Gestern war zum Glück so tolles Wetter, dass meine Mutter und ich mit dem Fahrrad in den Baumarkt fahren konnte. Ich hab das Rad von meinem Vater genommen, aber trotz runtergestelltem, schiefem Sattel war es nicht wirklich niedrig genug. An die Ostsee möchte ich damit nicht fahren, zu Obi gings.

Da haben wir ua Borte fürs Wohnzimmer gekauft. Ich hatte schon eine favorisiert, die hat meiner Mutter aber auch gefallen. Entscheiden muss ja sie. Zuhause hab ich die Borte dann angeklebt, wir haben noch Bilder aufgehängt und die Möbel wieder ins Zimmer getragen. Voila:

(Da hängt auch das Katzenbild was ich mal für meine Mutter gemalt hatte. Hatte  ich auch vorgestellt, war aber noch im alten Blog. Vielleicht erinnert sich ja wer?)

Von unserem Fahrradausflug hab ich auch Bilder mitgebracht. Im Lichterfelde gibts natürlich keine Graffiti, deshalb hier einige gartenbauliche Schönheiten:

Zur Hälfe Forsythienhecke, zur Hälfte grün. Wenn das abgeblüht ist fällts sicher kaum mehr auf, aber so ists ulkig.

Das ist mein großes Ziel. Erstmal eine Laubenpiepe und dann da einen Magnolienbaum! Je nach Größe der Laube kanns auch gerne so ein Prachtexemplar sein.

Und wo wir ja nun mit dem Wohnzimmer durch sind, bleibt nur der Ausblick auf kommende Renovierungsprojekte. Hiermit gehts irgendwann weiter. Wenn sie alle Bilder abgehängt hat:  Mamas Privatgalerie im Flur.