Wunderschönes 12059

29. Januar 2011 (19:01 h) – Tags: ,

Heute nur Bären. Ich hab mal wieder in der großen Stadt gewildert und Fotos gesammelt. Fangen wir mal vor meiner Haustür an.

Manchmal habe ich den Eindruck, die Leute machen sowas nur, damit ich was für den Blog habe. Das ist in einem Schaufenster am Hermannplatz. Dass da mal Straßenbahnen gefahren sind..!

Zwei U-Bahnstationen weiter, am Kotti, entdecken wir den ersten Bären. Berliner Bären! Der hat schließlich eine Krone auf. Ich mag die rasanten Linien und die Kringel. Könnte man nie langsam nachzeichnen.

Mein Lieblingsbär ist aber der hier. Der sieht so flauschig aus!

Wieder mit Krone. Und ach, home sweet home! Das ist ein Kunstprojekt am Steglitzer Bierpinsel, was mehr in den Kiez meiner Kindeit fällt. Das hier ist ebenfalls am Bierpinsel, noch ganz zu Anfang der Grafittiarbeiten. Bär mit Sprühdose, aber ohne Krone.

So rot war der Turm ursprünglich, ist er aber längst nicht mehr. Ist insgesamt ein grandioses Projekt geworden, lohnt sich da mal genauer reinzsuchauen. Nur den Architekten gefällt es nicht *g* Das sind die selben die auch das Internationale Congress Centrum in Berlin gebaut haben, ein gebäudegewordener Teil der Futurismusbegeisterung der Siebziger Jahre. Von den Berlinern liebevoll „Panzerkreuzer Charlottenburg“ genannt, sieht das ICC wirklich aus wie direkt aus „Krieg der Sterne“ entsprungen. Ich liebe es!

So, noch ein bischen Weltall. Zwei Kometen die spektakulär über der Stadt verglühen. Nee, die Kondensstreifen zweier Flugzeuge am Abendhimmel. Aber trotzdem.

Und schlussendlich, nochmal Berlin als Oberkitsch zum Ausdrucken und Einrahmen. So, noch jemand nicht von der Schönheit der Hauptstadt überzeugt? ;)

Disko 44

31. Oktober 2010 (10:37 h) – Tags: ,

Ich wollte euch heute mal ein paar Eindrücke aus B an der Spree zeigen die ich immer zufällig und fast immer nebenbei aufsammle. Mit großer Freude beobachte ich schon seit einer Weile die begrüßenswerte Entwicklung weg von Grafitti, hin zu Streetart.

Das hier ist ein gutes Beispiel. Disko 44 ist vermutlich der Tag von Jemandem. Dazu sei gesagt, dass Neukölln vormals postalisch unter 1000 Berlin 44 rangierte. Hätte Mr. 44 ja nun auch einfach mit der Sprühdose hinklieren können. Das wäre schade weil sein Tag eigentlich ganz originell ist. Und zum Glück hat er sich auch die Mühe gemacht eine ziemlich aufwändige Schablone zu schneiden. Dadurch kommt Vandalismus schon fast wie Kunst rüber. Respekt, Disko 44! (Die Wand ist auch ganz atmosphärisch angegammelt. Ich weiß gar nicht mehr wo ich das fotografiert habe.)

Das hier nun ist Kunst. Das liebe ich total. Fotografiert habe ich es auf einem der Bahnhöfe der U8, an dem baustellenbedingter Pendelverkehr mich zum Aussteigen und Warten genötigt hatte. Unsere Augen sehen handwerklich krude hingeschriebene Buchstaben auf einem Holzträger für Werbeposter. Unser Kopf sieht eine gigantische Kuppel, gleißendes Sonnenlicht auf spiegelblankem Eis reflektiert, Atem der in der Luft kondensiert, blaues Licht, Eiszapfen wie Stalagtiten, funkelnde Kristalle, eine unendliche Stille. Zumindest mir ging es so, dass diese zwei Zeilen – zugegebenermaßen durch „that“ und „those“ poetisch aufgeladen – eine ganze Defa-Film-würdige Welt in meinem Kopf heraufbeschwören haben. Und je mehr ich darüber nachdenke umso mehr entwickelt sich aus dem ersten Eindruck eine Höhe und eine Tiefe, Licht und Schatten, Wärme und Eis. Das hier ist ein veritables Gedicht, meine verehrten Leser. Diese zwei Verse stellen sich mühelos neben jede zwei Verse von Keats oder Percy Shelly. <- meine Meinung

Kommen wir nun von der Kunst wieder zurück ins Leben und von der Unterwelt wieder ans Tageslicht. Hier auf dem S-Bahnhof Tempelhof habe ich eine kleine profane Gemeinheit fotografiert. Tempelhof ist ein recht alter Bahnhof auf dem es neben den zwei genutzen S-Bahngleisen noch etliche obsolete Schienen und Bahnschuppen und seltsame Gebäude gibt. Ein Paradies für Sprayer. Die S-Bahn kämpft wacker dagegen an und übermalt die Grafitti immer wieder. Offensichtlich auch an dieser Backsteinwand geschehen. Bis dann einer mit Reinigungsmittel oder ätzender Flüssigkeit zum Gegenschlag ausholte. *g*

Das hier schlussendlich ist keine Streetart sondern einfach nur kiezig und awwwww! In einer Nebenstraße liegt ein kleines Schustergeschäft. Im Fenster des Schustergeschäftes liegt zwischen fertigen Schuhen und heimatlosen Schnürsenkeln eine schwarzweiße Katze und schläft. Das ist so rührend und aus der Zeit gefallen, würde ich Schuhe besitzen die nicht nach einer Saison hoffnungslos auseinanderfielen, ich würde sie hierhin bringen, nur um dem Schuster und seiner Katze das Auskommen zu sichern.

Berlin inside and out

19. September 2010 (12:44 h) – Tags: , ,

Weil ich nicht zum Nähen oder zu irgendwas komme, hab ich heute mal ein bischen Berlin für euch. Fangen wir in meinem Schlafzimmer an. Diese schönen bunten Orientlampen habe ich neulich für billig bei meinem liebsten Kramladen Xenos gefunden. Eigentlich sollten sie in die Loggia und werden dort auch früher oder später hin umziehen, vorerst habe ich sie aber im Schlafzimmer aufgehängt. Da haben sie mehr Abstand zur Gardine und man kann sogar mal eine Kerze reinstellen. Und was machen sie tagsüber? Bunte Schatten! Quiek!

Natürlich scheint die Sonne inzwischen nicht mehr ganz so ausführlich. Also ich bin ja nicht damit einverstanden, dass der Sommer schon wieder vorbei ist. Aber mich haben sie mal wieder nicht gefragt.

Herbst auf ganzer Linie auch in der großen Stadt. Vom Fernsehturm gibts bei schlechtem Wetter auch nur die Hälfte.

Das hier ist übrigens aus der Brandmauer geworden die ich neulich beim Türkenmarkt fotografiert hatte. Inzwischen fertig und ziemlich cool. Diese fleischfressende Orchidee, die sie da dreidimensional vorgesetzt haben find ich besonders schick.

Und abschließend noch was aus der beliebten Kategorie „fail“. Das hier ist ein Fahrkartenautomat auf dem U-Bahnhof Kudamm *gnihihi*

Inzwischen haben sie den Monitor nochmal ausgebaut und richtig eingesetzt.

Formal Shorts

30. Juni 2010 (15:25 h) – Tags: , , ,

Passend zum Sommer habe ich mir ein paar Shorts genäht. Der Schnitt ist Nr. 115 aus der Burda 6/2010. Weil ich mir aber in den Kopf gesetzt hatte ein Stück schwarzen Köper dafür zu verarbeiten was ein Lützel kleiner war als der von Burda veranschlagte Meter musste ich mir was einfallen lassen und habe ganz Natron-mäßig den inneren Bund aus Was kontrastigem gemacht. Weiß mit roten Punkten, sieht keiner ist aber niedlich. Ansonsten haben die Shorts vorne eingelegte Falten, schön geräumige Hüftpassentaschen und hinten konnte ich die dritte und vierte Paspeltasche meines Lebens unterbringen.

Insgesamt sind die Hosen so ordentlich geworden, dass ich mir sogar vorstellen kann sie zu meinem Blazer zur Arbeit zu tragen. Der Stoff ist sehr ähnlich, ich habe auch absichtlich die gleichen Knöpfe verwendet. Weil der Bund auf Taille sitzt (gar nicht so übel, ich habe taillenhohe Hosen lange zu Gunsten von Hüfthosen unterschätzt) braucht man auch keinen Gürtel und ich habe mir die fünfte Gürtelschlaufe die ich hinten mittig hätte aufsetzen müssen geschenkt.

Genauso sommerlich wie sich die Shorts tragen ist es momentan in der ganzen Wohnung. Ich ziehe schon immer die Vorhänge zu um die Sonne draußenzuhalten, aber es ist immer noch hell. Die Loggia ist ja das nächste was ich an einen Balkon habe, da hat sich der Sommer schon ordentlich breitgemacht.

Links strubbelt die bombastisch gewachsene Grünlilie ins Bild und das Arrangement mit Fresien, Lampions, Buddha und Herrn Georges Gedichten gewinnt durch die Katze ungemein, auch wenn sie viel zu dick angezogen ist für diese Jahreszeit.

Schlussendlich noch etwas Streetart. Da gestalten sie grade eine ganze Brandmauer am Türkenmarkt. Ihr könnt ja beim nächste Besuch mal gucken was draus geworden ist, Berliner Nähtanten ;)

Keine Hektik machen, Giorgio!

14. April 2010 (12:56 h) – Tags: , , , ,

Ich bin momentan zwar krank, habe aber Urlaub und bin deshalb fest entschlossen die Erkältung wegzuignorieren. Außerdem war Natron zu Besuch, da konnte ich es mir ja nicht entgehen lassen endlich mal ein paar schöne Tage mit ihr zu verbringen, Husten hin oder her.

Erstmal entspannt ein Bierchen im Friedrichshainer Kiez, da kann natürlich auch der Red nicht weit sein. Am nächsten Morgen konnte  ich dann gar nicht mehr sprechen ;)

(Hier erahnen wir übrigens auch meine neue Frisur)

Gestern haben Natron und ich dann einen Shoppingtag gemacht. Endlich mal wieder auf den Türkenmarkt, in unserem Einkaufszentrum hat ein toller Schnurkesladen aufgemacht und ein neues Telefon musste ich auch haben.

Hab mal wieder unheimlich viel Jersey gekauft, aber ich verarbeite den ja auch. Ich sage mal: Miniabito! *herz* Außerdem Satin für einen passenden Unterrock unter meine Jerseykleider, eine Gürtelschnalle und drei Meter rotes Schrägband mit kleinen weissen Ankern drauf. Keine Ahnung was ich damit mache, aber mit braun wärs schön St. Pauli.

Auch direkt auf dem Stoffmarkt: ein schön aufwendiges Stencilgraffiti. Ich finds toll wenn sich jemand so viel Mühe macht und die nachträglichen Erweiterungen durch andere Künstler (Sprechblase) finde ich auch echt spannend.

Im Deko/Einrichtungs/Küchenkramladen musste ich dann noch einen Bilderrahmen mitnehmen. Barockschnörkel in rauchglasimitierendem Plexiglas. Passt super in mein mit Familienfotos und Goldkitsch dekoriertes Schlafzimmer. Außerdem hat er keine drei Euro gekostet. Ich wurde sozusagen gezwungen. Es war stärker als ich, wirklich ;)

RGB-Brause

27. März 2010 (17:51 h) – Tags: ,

Gibt es Fassbrause eigentlich auch in Westdeutschland? Ich hege ja den Verdacht, dass es eine nicht exportierte Berliner Erfindung ist: Brause die nach.. ja, nach was schmeckt die eigentlich? Ein bischen nach Apfel. Die Süddeutschen denken an Almdudler, aber mit weniger deutlichem Kräutergeschmack, das kommt ungefähr hin.

Jedenfalls sind wir Inselkinder mit Rixdorfer Fassbrause aufgewachsen. Dass es die Berliner-Weisse-like auch in bunt gibt wusste ich nicht. Hat mein Schatz aber vom Einkaufen mitgebracht: 

Schon die Pullen finde ich klasse. Im Geschmack dominiert zwar Waldmeister die zartere Fassbrause-Note, aber schluckt sich so weg.

Und wo wir grade so nett in Rixdorf sind: Ebenda habe ich das hier fotografiert. Je weiter man vorbeigeht umso unsichtbarer wird es.

Und, a propos unsichtbar (die Überleitungen sind heute wieder erste Sahne *g*). Ich habe mir einen neuen USB-Stick gekauft. Der ist rosa. Aber sonst… sehr klein. Wirklich nicht sehr groß. Als Kettenanhänger wär der prima.

Frühling und so.

21. März 2010 (10:33 h) – Tags: ,

Es fühlt sich in der großen Stadt endlich nicht mehr nach Winter an. Vorgestern gab es vorsichtig Frühling mit Sonne und milder Luft. Seit gestern regnet es aber auch das ist irgendwie schön. Frühlingsregen riecht schöner als Winterregen.

Ich hab gar nicht viel zu erzählen, nur noch ein paar Bilder die ich gemacht hab.

Streetart am Stutti.

Sonnenuntergang an der Schlafzimmerwand.

Und das ist das Schaufenster einer großen internationalen Modefirma. Also bitte!

The whole fucking bakery

5. Juli 2009 (17:37 h) – Tags: ,

Ich bin nicht blogfaul, ich bin nur beschäftigt. Hab aber mal wieder ein bischen Streetart aus B. an der Spree. Alles große Pläne:

Radfahren in der großen Stadt

5. April 2009 (11:48 h) – Tags: ,

Hier ist nochmal ein Nachschlag, was mir gestern noch so in der Stadt begegnet ist.

Abends wird im Görlitzer Park angegrillt:

Und als ich dann mein Fahrrad in den Keller bringen wollte begegnete mit noch der schwarzweiße Hofkater. Guten Abend, Herr Nachbar!

Die Katze hat mein Turnzeug gefressen

4. April 2009 (12:25 h) – Tags: , , , ,

Wirklich Herr Lehrer, ich *konnte* meine Hausaufgaben nicht machen!

*g*

Ich hab aber mit dem Schlafzimmer weitergemacht. Hatte ich erwähnt, wie schwierig es ist einen Spiegel mit schnörkeligem Goldrahmen aufzutreiben der kein Vermögen kostet? Trödler kann man da total vergessen. Bei Domäne hatten sie nur minder schnörkelige Silberrahmen. Bei Ikea zwar schöne Goldrahmen, auch oval, aber teuer.
Doch dann kam mit der sonnabendlichen „Paket 17 von 32“ Werbeversorgung ein Prospekt vom dänischen Bettenlager. Nicht weit von hier, aber ich war da noch nie drin. Hatten aber Spiegel für 15 Euro. Das musste ausspioniert werden.
An sich war der Spiegel völlig in Ordnung. Nicht grade hochglanz und auch nicht opulent, aber okay. Und billig. Nur hing direkt daneben ein Kollege, facettierter Spiegel, dicke Schnörkel, rötlich glänzender Goldrahmen. Für 30 Euro. Nun konnte ich ja schlecht den preiswerteren Spiegel nehmen und immer dran denken, dass es einen schöneren gegeben hätte.

Also, der Schneewittchenspiegel (schenkt mir sogar meine Mama zu Ostern), schon montiert und von den Klavierleuchtern ergänzt:

Allerdings habe ich gestern vormittag nicht nur den Spiegel und die Leuchter montiert sondern gleich das ganze Schlafzimmer umgeräumt. Da wo die Komode stand konnte der Spiegel nicht hin weil da eine Steckdose auf halber Wandhöhe störte. Also Kommode und Spiegel an die Wand wo der Sessel und der Sonnenspiegel waren, Sessel in die Ecke hinters Bett, Bett weiter nach vorne. Sonnenspiegel vorübergehend abgehängt.

Und weil ich dann grade dabei war hab ich dem Sessel auch gleich einen neuen Bezug spendiert. Ich hatte schon mal einen genäht (Ikeamöbel mit abnehmbaren Bezügen sind mein Liebstes), deshalb gings diesmal recht fix. Das ist der Vorhangstoff (eigentlich ein Möbelbezugsstoff).

Hat auch gleich ein haariges Haustier drauf gepennt.

Das war nun aber noch nicht genug für gestern. Bin nämlich endlich mal wieder mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren. Wenn man da monatelang nicht unterwegs war gibt es natürlich hundert neue Grafittis. Fast wäre ich zu spät gekommen *g*

Und manchmal trifft man sogar Leute mit ähnlich urbanem Kunstverständnis *g*

Und um nun endlich zum Ende zu kommen: Das ist ein schöner Friseurname. Da kennen wir ja viel blödere ;)