Rainbows and butterflies

2. Februar 2012 (10:40 h) – Tags: ,

Musik: Metallica - St. Anger 

Passend zu den sibirischen Temperaturen im Lande habe ich mein Regenbogenstricki fertig gestellt. Das ist mein zweiter Schal und damit habe ich auch erstmal genug vom Geradeausstricken. Hab bei Muttern schon Wolle für eine Slouchymütze gefunden…

Der Abschluss am Ende ist leider nicht so schön zipfelig geworden wie der Anfang. Dabei habe ich extra mit einem vollen Rapport aufgehört. Naja, egal. Hätte man vielleicht das Muster mittig drehen können, wenn man denn gewusst hätte wo die Mitte sein wird.

Der Farbverlauf ist eher anarchistisch gewesen, also keine regelmäßigen Übergänge sondern teilweise nur lila, dann wieder ein Regenbogen, dann ein dunkler, dann rot und dann wieder Regenbogen. Was okay ist. Immerhin ist der Schal schön weich und bunt und mir gehts besser wenn ich ihn trage.

So. Wo ist die nächste Herausforderung?

strike – struck – STRICKEN!

14. Dezember 2011 (11:16 h) – Tags: ,

Ich war neulich bei meiner Mama und habe nicht nur sagenhaft leckere Weihnachtsplätzchen abgegriffen, sondern auch Fortschritte in Sachen Stricken gemacht. Sie hat mir den Italienischen Rand beigebracht, das ist eine sehr elastische Anschlagvariante. Außerdem durfte ich mir ein historisches Strickbuch von 1980 („Das ist das neuere von den beiden!“) ausleihen.

Daraus habe ich ein Strickmuster mit Löchern und Struktur ausgewählt, was neben rechten und linken Maschen nur noch Umschläge und zusammengestrickte Maschen fordert. So viel Effekt mit so wenig Können!

Damit verstricke ich jetzt meine Regenbogenwolle. Ich muss mich zwar ganz schön konzentrieren und die Reihen ordentlich mitzählen, aber bisher habe ich noch keinen Fehler reingestrickt. Laut Mama kann ich das fertige Stricki am Ende spannen und dämpfen, dann würden die Löcher besser rauskommen.

Ich mag den welligen Rand, den hat es ganz von alleine gemacht. Der erste Farbverlauf ist auch sehr schön geworden, beim zweiten spart die Wolle schon mit dem Gelb und wenn ich mir das Knäul so anschaue bin ich mir nicht sicher, wie das weitergehen soll. Aber egal. Ich stricke das in jeder Farbe zuende.

Testing, testing, one, two, three…

30. November 2011 (11:41 h) – Tags: ,

Der Loopschal ist inzwischen fertig, er möchte nur noch zu einem Ring zusammengenäht werden. Das wollte ich brav mit dem von euch empfohlenen Kitchener Stitch machen. Agnes hatte ein Tutorial von Knitty.com angelinkt, danach habe ich gearbeitet. Und natürlich erstmal ein Teststück gestrickt um es zusammenzunähen.

So weit läuft es ganz gut. Wenn man sich genau an die Schritte im Tutorial hält, kommt auch wirklich das gleiche Ergebnis raus.

Weil ich wider aller Empfehlungen den Faden zu kurz abgeschnitten hatte, konnte musste ich auch den Russian Join (haben diese Techniken auch deutsche Namen?) gleich mal ausprobieren. Das hat gut geklappt und ist ein toller Trick. Wär ich wohl alleine nie drauf gekommen.

Anschließend konnte ich also mein Teststrick fertig zusammennähen. Und so sah es dann aus:

Also, im Großen und Ganzen okay, aber man sieht doch eine Reihe Löcher. Ich behaupte großspurig, dass das nicht an meinen Fähigkeiten liegt, sondern daran, dass der Kitchener Stitch normalerweise wohl bei zwei unabgekettelten Reihen Anwendung findet. Ich habe das Ende vom Strickstück nicht abgekettelt, musste aber die erste Reihe, also die angeschlagenen Maschen vom Anfang, wieder auf die Nadel aufnehmen. Das ist dann ja keine wirkliche „aktive“ Maschenreihe. Oder ich habs falsch aufgenommen?

Jedenfalls sind die Löcher in der Reihe entstanden, die ich wieder aufnehmen musste, im Bild hab ich sie blau eingefärbt. Darunter, die violette Reihe, das ist die genähte Reihe, der Kitchener. Die sieht gut aus, deshalb weise ich die Verantwortung für die Löcher erstmal von mir.

Kann ich das beheben? Lohnt es überhaupt, so was kompliziertes wie den Kitchener Stitch zu verwenden (zumal ich ja kein glatt rechtes Strickstück habe) oder soll ich den Schal einfach irgendwie maschenstichmäßig zusammenbauen?

Knittycat goes „Puurrrrl!“

28. November 2011 (09:54 h) – Tags: ,

Mein erstes Strickprojekt ist schon fast am Ende des dritten Knäuls angekommen. Man mag es kaum glauben, aber das Stricken geht mir wirklich schnell von der Hand. Ich habe abends immer zwei oder drei Stunden beim Fernsehen gestrickt, da bin ich gut vorangekommen. Außerdem macht Handarbeit die Volksverdummungsprogramme im TV etwas erträglicher.

Das sind immer drei Maschen rechts, drei links. Das erkennt man auf dem Bild besser auf der „Rückseite“ des Schals, warum weiß ich auch nicht. Eigentlich sehen beide Seiten gleich aus, muss ich beim Hindrapieren verzogen haben. Auf jeden Fall ist es schön gleichmäßig gestrickt. Bin stolz.

Allerdings habe ich als unerfahrene Strickliesel den Fehler gemacht, bei der Arbeit im Wohnzimmer meine Wolle unbeaufsichtigt am Boden rumrollen zu lassen. Grooße Freude bei den anwesenden Haustieren. Katze Toyah hat ganz dreist den Faden durchgebissen. Hab ich stumpfdumm wieder angeknotet. Hätte ja sonst den Farbverlauf unnötig durcheinander gebracht (das hab ich schon einmal beim Knäulwechsel vermurkst). Merke: Wolljagden liegen in der Natur der gemeinen Hauskatze und sind nur durch eifersüchtiges Einbunkern des Knäuls zu unterbinden.

Und weil dem Loopschal nur noch etwa 25 Zentimeter zur Vollendung fehlen, habe ich schonmal Nachschubwolle für das nächste Projekt gekauft. Dieses Regenbogen-Riesenknäul hat mich bei Karstadt freundlich angesprochen und vorgeschlagen, ebenfalls ein Schal, aber einer mit Fransen, zu werden. Solche spektralen Farbverläufe katapultieren mich immer sofort in eine Glücksbärchi-Einhorn-Märchenwelt. Und weil ich genau weiß, wie glücklich mich das Verstricken dieser Farben machen wird, habe ich die Wolle gekauft.

Da Bündchen auf Dauer bestimmt langweilig wird, werde ich mal nach anderen Mustern schauen. Zopfmuster soll ja angeblich auch nicht so schwer sein. Irgendwas Neues will ich bei dem Regenbogenschal noch lernen.

Verlustfreies Hobby

20. November 2011 (10:35 h) – Tags: ,

Natron hat gesagt, dass meine Sechseckdecke, die bisher ja relativ schnell vorangekommen ist, nun auf dem Stand von drei Vierteln verharren wird, und das für etwa fünf Jahre. Bevor sie eventuell mal fertig wird.

Das ist insofern nicht ganz aus der Luft gegriffen, als dass ich, neben bereits laufenden Projekten wie der Decke und meinem Wintermantel, waghalsig noch etwas Neues begonnen habe. Ich habe mir von meiner Mama die Grundbegriffe des Strickens zeigen lassen. Das haben wir schon einmal versucht, vor etwa fünfzehn bis zwanzig Jahren. Damals haben meine viel zu locker gestrickten Maschen für einige Erheiterung gesorgt und irgendwann habe ich die Wolle weggelegt und nie wieder dran gerührt.

Nun kann es aber so schwer nicht sein. Und angefixt durchs Paper Piecing, möchte ich gerne noch eine Handarbeit haben, die ich überall mit hinnehmen kann. Also wagte ich noch einen zweiten Versuch in Sachen Stricken.

Das ist mein erster Teststrick. Der darf von Teleri und den Bremer Stricktreffen-Mädels gerne belächelt werden. Man sieht, dass ich mal wieder sehr locker angefangen habe, dann aber erstaunlich schnell die Kurve kriegte. Die Bewegungen fühlten sich irgendwie noch vertraut an und der meditative Wahnsinn einer repetetiven Handarbeit hat auch sofort wieder von mir Besitz ergriffen.

Das Teststrick habe ich gerade wieder aufgeribbelt (-> verlustfreies Hobby) und werde noch ein zweites anfangen. Danach bin ich dann vielleicht gewappnet für mein erstes richtiges Strickprojekt:

Einen Loopschal aus dieser wunderschönen Wolle die Mama mir spendiert hat. Der Schal soll nur bündchenmäßig rechts und links gestrickt sein und wird am Ende einfach zu einem Ring zusammengenäht. So einen habe ich im letzten Winter gekauft und mag ihn sehr. Da könnte also noch einer her, der farblich zu meinem ebenfalls noch nicht entstandenen Düffelmantel passt. Soweit alles große Pläne.